Ich bin immer da, Haz.

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Er will das nicht toll finden. Wirklich nicht, aber Louis gibt ihm diesen verdammten Blowjob so gut, als wenn er nie etwas anderes gemacht hätte.
Und wie er dabei aussieht...
Harry kann nicht mehr gegen ansteuern. Er versucht es, wirklich, aber Louis' Mund ist einfach viel zu talentiert und so kommt es, dass der Lockenkopf laut stöhnend seinen Kopf nach hinten schmeißt und seinen Orgasmus in einer mitreißenden Welle der Emotionen über sich zusammenbrechen spürt.
Scheiße.
Keuchend reißt er seine Augen auf, richtet sich auf den Ellenbogen auf und sieht zu Louis, welcher grinsend aufsteht und den Jüngeren mit einem Blick des Wissens ansieht.
Er weiß, dass Harry es unglaublich gut fand.
War ja auch nicht zu überhören.
"W... was...-", weiter kommt der Lockenkopf nicht, denn ihm fehlen tatsächlich die Worte.
"Oh Gott, bitte sag mir nicht, dass das dein erster Blowjob war und du noch Jungfrau bist."
Perplex schüttelt Harry seinen Kopf und Louis atmet erleichtert aus. Jemanden unter Alkoholeinfluss die Jungfräulichkeit klauen wollte er nämlich nicht.
Etwas verloren sieht sich der Ältere um, richtet dann seine Hose und sieht den noch immer geschockten Mann auf dem Bett an.
"Also... ich werd' dann mal."
Harry will etwas sagen, will ihn fragen, was verdammt das gerade war, aber Louis ist so schnell weg, dass dem Lockenkopf keine Chance bleibt.
Heilige Mutter Gottes!
Das glaubt er sich selbst nicht.

Harry schläft die ganze Nacht nicht. Er bekommt einfach kein Auge zu.
Immer wieder tauchen die Bilder von Louis auf, wie er da zwischen seinen Beinen sitzt und seinen Schwanz im Mund hat. Der Alkohol scheint nach dieser Aktion wie verflogen, auch wenn ein Bluttest sicherlich etwas anderes sagen würde.
Um halb drei kommt Niall nach Hause und anscheinend ist er nicht alleine. Zumindest weiß Harry das, als Hailey zehn Minuten später beginnt zu stöhnen.
Er nimmt seine Kopfhörer und beginnt mit einer neuen Creepypasta. Sexgeräusche hatte er heute schon zur Genüge.
Halb Fünf reißt er dann sein Fenster auf und sieht in die dunkle Nacht. Es ist eisig und sicherlich unter null Grad. Aber er braucht die frische Luft. Ob er spazieren gehen soll? Das hilft doch immer bei zu viel Chaos im Kopf. Dann aber... er hat die ganze Nacht Creepypasta gehört. Bei dem kleinsten Geräusch würde er durchdrehen.
Lieber nicht.
Gegen halb sieben schafft er es endlich einzuschlafen. Irgendwann hat sein Körper dann doch gewonnen und der Lockenkopf kuschelt sich tief in seine Kissen ein.
Sein Schlaf geht allerdings nur so lange, bis Zayn um halb zehn das Zimmer betritt.
Ruckartig richtet sich Harry auf, sieht mit großen Augen zur Tür und merkt, wie sein Herz viel zu schnell schlägt. Himmel, so schreckhaft ist er doch sonst auch nicht.
"Äh... du hast noch geschlafen?"
Normalerweise ist Zayns bester Freund ein totaler Frühaufsteher.
"Ich konnte nicht einschlafen", erklärt er und gähnt ausgiebig. Mist. Sein Kopf dröhnt.
"Alles okay?"
Unsicher sieht Zayn seinen besten Freund an und setzt sich zu diesem auf das Bett. Tiefe Augenringe zieren das hübsche Gesicht und irgendetwas in dem Schwarzhaarigen sagt ihm, dass in Harrys Kopf mächtig viel los ist.
"Haben Donna und Carlos dich gestern gut nach Hause gebracht?"
"Was?"
Donna und Carlos?
"Na, ich habe gesagt, dass es mir lieber ist, wenn dich einer begleitet und nachdem Rick sich angeboten hat, haben die beiden gesagt, dass sie eh gehen wollen und dich einholen werden."
Und warum war Louis dann da?
"Äh... nein... ich...", durcheinander schüttelt er seinen Kopf.
"Louis hat mich begleitet."
Zayn klappt der Mund auf.
"Louis?"
"Er meinte, dass du wolltest, dass mich jemand bringt."
Zayn versteht die Welt nicht mehr und kratzt sich unsicher am Hinterkopf.
"Aber da schicke ich doch nicht Louis zu dir. Ich weiß doch, dass ihr euch nicht leiden könnt."
Harry zuckt mit den Schultern. Er weiß doch auch nicht, wie das passiert ist. Das und alles andere.
"War er wenigstens nett? Oder muss ich zurück zur WG und ihm eine Ansage machen?"
Der Schwarzhaarige schielt schon zu seinen Schuhen, doch Harry schüttelt den Kopf, was nebenbei bemerkt ziemlich dumm von ihm ist. Sein Kopf explodiert gleich.
"Ich glaube, er war zu betrunken, um dumme Sprüche zu machen."
Zayn nickt zufrieden und sieht dann skeptisch durch das Zimmer.
"Soll ich dich lieber noch ein wenig schlafen lassen? Irgendwie siehst du nicht fit aus."
Erleichtert darüber nickt der Lockenkopf sofort. Wenn er noch schlafen kann, dann Halleluja und wenn nicht, kann er wenigstens so tun und muss nicht mehr über gestern reden.
"Dann schreibe ich Liam und frage, ob wir Frühstücken wollen. Falls du später auch etwas möchtest, melde dich, okay?"
"Danke, Zee."
Harry liebt ihn.
So leise wie möglich zieht der Schwarzhaarige seine Schuhe wieder an, steckt dann sein Handy in die Jackentasche und geht zur Tür. Bevor er allerdings hinausgeht, sieht er seinen besten Freund noch einmal eindringlich an.
"Falls etwas sein sollte, ruf mich an. Ich bin sofort da."
Harry nickt und murmelt ein leises "Danke."
"Ich bin immer da, Haz."

Salt&CaramelWo Geschichten leben. Entdecke jetzt