Harry guckt auf seine Uhr und sieht sich dann unauffällig nach Louis um. Dieser steht wieder bei Niall und sieht diesem augenscheinlich beim Beer-Pong zu. Ihre Blicke treffen sich einen kurzen Moment, ein Nicken, dann wendet sich Harry Zayn und Liam zu.
"Sorry, Leute, aber ich werde jetzt abhauen."
Zayn zieht eine Schnute. "Jetzt schon?"
Der Lockenkopf nickt und zieht die Schultern hoch.
"Irgendwie ist mir die Laune nach dieser ganzen Sache mit Rick vergangen und eigentlich möchte ich lieber meine Ruhe haben."
Verstehend nicken die beiden und sofort erkennt Harry bei deinem besten Freund die besorgte Miene.
"Soll ich dann lieber zu Hause schlafen?", möchte der Schwarzhaarige wissen und sieht so aus, als wenn er sich im nächsten Moment zu Liam drehen möchte, doch Harry spricht schnell weiter, damit Zayn nicht auf dumme Gedanken kommt.
"Nein, schon gut. Du kennst mich doch. Ich bin gerne alleine und wenn ich ehrlich bin, passt es mir dann ganz gut, wenn du bei Liam schläfst."
Wieder nickt Zayn und auf Liams Gesicht erscheint ein er leichteres Lächeln.
"Aber wenn etwas ist, meldest du doch sofort, okay?"
"Versprochen."
Dann dreht sich Harry um und verschwindet schnell.
Sobald er in seinem Zimmer angekommen ist, schreibt er Louis eine Nachricht. Es dauert nur einen kleinen Moment, bis eine Antwort kommt.
Louis 23:01 Uhr - Liam und Zayn sind auch los. Bin in zehn Minuten da.
Zehn Minuten später klopft es tatsächlich an Harrys Tür und als dieser öffnet, betritt Louis lächelnd das Zimmer. Es fällt kein Wort. Stattdessen wird der Lockenkopf stürmisch in die Arme des Kleineren gezogen und eine leidenschaftliche Knutscherei entsteht.
Keuchend löst sich Harry von seinem Gast, sieht diesen etwas atemlos an.
"Was zum-" - "Wollte ich schon die ganze Zeit machen", unterbricht Louis ihn und schließt dann endlich die Zimmertür zu. Harry schmunzelt und merkt, wie er rot wird.
Sofort ist Louis wieder bei ihm und schiebt ihn zum Bett. Einen Wimpernschlag später findet Harry sich liegend auf diesem wieder, Louis über ihn.
"Alles okay?", möchte dieser wissen und streicht dem Lockenkopf eine verirrte Strähne aus dem Gesicht. Dass Harrys Herz bei dieser Geste beinahe überläuft, ignoriert er lieber mal.
"Du meinst, wegen Rick?"
Louis' Gesicht verzieht sich bei der Nennung des Namens, dennoch nickt er.
"Ja. Im Grunde hat er ja nichts gemacht. Aber trotzdem danke, dass du und Lottie dazwischen gegangen seid."
Louis schnaubt. "Nichts gemacht? Dieser Typ bedrängt dich, wann er nur kann."
"Er hat trotzdem keine Chance bei mir", gesteht Harry und sieht in Louis' Gesicht.
"Pah! Das wäre ja noch schöner."
Grinsend piekt der Lockenkopf den Älteren in die Seite.
"Eifersucht steht dir."
Ein Grummeln kommt aus Louis' Mund, dann verdreht er die Augen.
"Der Typ nervt einfach nur."
Er hat es nicht mal abgestritten, dass er eifersüchtig ist, denkt sich Harry und das Grinsen auf seinen Lippen wird breiter. Vielleicht jetzt oder nie? Soll er es ansprechen, was ihm durch den Kopf geht?
"Ähm...", beginnt er vorsichtig und schiebt sich unsicher unter Louis hervor.
"Kann... können wir... ähm... reden?"
Louis' Augen weiten sich und schluckt nervös.
"Natürlich, immer."
Okay, dann los. Das ist der Moment. Entweder alles auf eine Karte setzen, oder niemals.
"Das mit uns... dass-" - "Willst du es beenden?"
Louis' Worte überschlagen sich beinahe und sofort schüttelt Harry irritiert den Kopf.
"Was? Nein. Wie kommst du denn auf so eine Idee?"
"Naja", murmelt der Ältere und faltet seine Hände ineinander. "Wenn man reden will, ist das meistens nichts Gutes."
Ein sanftes Lächeln huscht über Harrys Gesicht, doch dann kommt die Nervosität zurück.
"Ich möchte eigentlich eher das Gegenteil."
Falten erscheinen auf Louis' Gesicht und er runzelt die Stirn.
"Das Gegenteil?"
"Ja, ich... also... du meintest, wir sehen, wohin das führt und gucken dann, aber... also... wann... wann ist dieser Zeitpunkt, wo man aufhört zu gucken?"
Louis scheint mindestens genauso nervös zu sein, wie Harry. Immer wieder huschen seine Augen über Harrys Gesicht und das Kneten seiner Hände ineinander wird stärker.
"Ich... weiß nicht?"
Der Lockenkopf nickt.
"Ich meine... ich mag das. Dich... alles... und irgendwie...-" tief atmet er ein, nimmt all seinen Mut zusammen und macht entweder jetzt das Klügste, oder das Dümmste, was er in dieser Situation machen kann.
"Ich habe mich ungewollt in dich verliebt und weiß nicht, wie ich damit jetzt umgehen soll. Weil, wenn du das hier nur als Spiel ansiehst, dann muss ich es vielleicht doch beenden, bevor du mein Herz zertrümmerst und der Schmerz dann einfach zu groß ist."
Louis klappt der Mund auf.
Sprachlos, oder Schlaganfall?
Harry ist sich gerade nicht sicher. Es kann beides sein.
Plötzlich ist der Schalk in Louis' Augen zurück und er rückt ein wenig näher zum Lockenkopf.
"Ungewollt?"
Die Wangen des Lockenkopfes werden erneut rot und er schnaubt.
"Klar ist das alles, was hängen geblieben ist", brummt er und verdreht die Augen.
"Natürlich war es ungewollt. Wir konnten uns Jahre nicht ausstehen."
"Du konntest mich nicht ausstehen", korrigiert Louis ihn und nun guckt Harry reichlich verwirrt.
"Was?"
"Du konntest mich nicht ausstehen. Ich habe mich dem irgendwann nur angeschlossen."
Jetzt kapiert Harry gar nichts mehr und das bringt Louis zum Lachen.
"Als Wyatt mit dir aufgetaucht ist, fand ich dich süß. Aber da ich nun mal ein kleiner pubertierender Mistkerl war, habe ich statt nett zu sein, versucht cool zu wirken und kam dabei rüber wie das reinste Arschloch."
"Oh ja", stimmt Harry zu und erinnert sich nur zu gut an ihre erste Begegnung.
"Ich habe mir immer wieder vorgenommen nett zu sein, vielleicht zu flirten, aber sobald du dabei warst, hat mein Hirn den Geist aufgegeben und es kam nur Sülze heraus. Du fandest mich zum Kotzen, dass habe ich natürlich gemerkt und es war dann irgendwann einfacher mitzuspielen, als zu versuchen das zu kippen."
Moment.
"Du fandest mich süß?"
"Finde. Damals und auch heute. Das hat sich nie geändert."
Zack. Puderrot. Und Harrys Herz? Bedenklich schnell.
"Du fandest mich also gar nicht scheiße?"
Der Ältere schmunzelt und zuckt mit den Schultern.
"Irgendwann schon. Aber ich fand es auch immer wieder lustig. Also diesen Schlagabtausch mit dir. Mir hat das gefallen. Und du siehst ziemlich scharf aus, wenn du wütend wirst."
"Aber...- " - "Wir waren halt irgendwann in dieser Blase, in der wir uns hassen. Da herauszukommen schien unmöglich und deshalb habe ich einfach weitergemacht."
Er hat ihn nie gehasst?
"Ich... bin verwirrt", gesteht er und sieht zu Louis.
"Was genau bedeutet das jetzt?"
Und jetzt wird doch tatsächlich Louis rot.
"Das bedeutet, dass ich dich schon immer niedlich fand. Und süß. Und heiß und wenn du mir gerade gestehst, dass du dich in mich verliebt hast, brauche ich jemanden, der mich kneift, damit ich merke, dass das nicht wieder einer meiner Träume ist."
"Aber du warst immer so distanziert... hast nie über Gefühle gesprochen und mich immer eine Armlänge von dir entfernt gehalten."
Erst letzte Woche...
Unsicher senkt Louis seinen Kopf. So kennt Harry den sonst vorlauten und frechen Mann gar nicht.
"Weil auch ich nicht möchte, dass man mein Herz zertrümmert."
~~**~~
Kinners,
ist das warm draußen, oder ist das warm?
Himmel. Sogar in meinem Stanleycup schmelzen die Eiswürfel...
Wie ihr sicherlich gemerkt habt, bekomme ich das mit dem Update am Freitag nicht gebacken. Mein Rücken ist noch immer eine Vollkatastrophe, aber hey, im Juli habe ich endlich einen Termin beim Neurochirurgen. Bis dahin kann ich leider nur sonntags updaten.
Ich wünsche euch trotz der Hitze einen wundervollen Sonntag.
Schmelzt mir nicht davon, bis nächste Woche,
eure Kikki.
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Salt&Caramel
FanfictionManchmal braucht es nur eine Minute, um zu wissen, ob man jemanden mag oder nicht. Eine Minute, die sofort verrät, ob die Chemie zwischen zwei Personen stimmt. Eine Minute, die über die Zukunft entscheidet. So wie bei Harry und Louis. Eine Minute, i...
