Warum ist Edward nicht bei dir?

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Ich wurde ziemlich früh wach am nächsten Morgen. Edward schlief noch also stand ich leise auf und ging ins Bad. Ich zog mich aus und duschte erstmal heiß. Danach machte ich mich fertig und ging zurück ins Schlafzimmer. Edward schlief immer noch und so entschloss ich mich zu einem kleinen Spaziergang. Leise ging ich die Treppenstufen nach unten und verschwand aus der Haustür, dann lief ich über eine große Wiese, die sich hinter dem Haus befand. Nach etwa 5min stieß ich auf einen kleinen Weg, den ich entlang ging. Es war schön hier. Nicht so laut wie in New York City. Ich genoss die Stille um mich herum und fühlte mich seit langer Zeit endlich wieder, wie zu Hause.

,,Bella, was machst du so alleine hier?"
Jasper tauchte plötzlich neben mir auf.
,,Spazieren, und du?"
Er nickte: ,,Ich auch!"
Ich lächelte leicht, ich fühlte mich wohl in seiner Nähe, es war, als würde eine innere Ruhe von ihm ausging und sich auf mich übertrug.
,,Warum ist Edward nicht bei dir?"
fragte er mich, während wir langsam zurück, Richtung Haus gingen.
,,Er hat noch geschlafen und ich wollte ihn nicht wecken."
Jasper nickte nur und schwieg. Auch ich hatte nichts mehr zu sagen, doch das Schweigen war nicht unangenehm. Es hing nur jeder seinen eigenen Gedanken nach.
Wir waren nicht weit vom Haus entfernt, ich konnte es schon sehen, da geschah es plötzlich. Ich stolperte über einen Stein und fiel. Schmerzhaft kam ich auf dem harten Schotterweg auf. Mein Knie begann sofort zu bluten.
Ich unterdrücke einen Schmerzenslaut und entschied mich stattdessen still vor mich hin zu leide. Als ich meinen Blick wieder hob und Jasper ansah, bekam ich einen Schreck. Er stand wie versteinert da, den Blick starr auf mein blutendes Knie gerichtet. Er atmete nicht.
,,Jasper" flüsterte ich leise und als er darauf nicht reagierte, rutschte ich langsam etwas weiter weg von ihm. Er machte mir Angst, wenn er mich mit diesem hungrigen Blick ansah.
Dann ging alles ganz schnell. Ich sah nicht, wie er auf mich zukam, dafür ging es zu schnell, doch ich spürte eine Hand auf meinen Bein, die aber so schnell wieder verschwunden, dass ich mir nicht sicher war, ob sie überhaupt da war. Stattdessen hörte ich ein wildes, gefährliches Knurren aus zwei verschiedenen Kehlen. Ich dachte zuerst ein Tier hätte Jasper angefallen, doch in dem Durcheinander konnte ich zwei menschliche Körper ausmachen und der eine hatte Bronzefarbene Haare.
Ich schrie auf als ich Edward erkannte. Er kämpfte mit seinem Bruder, doch ich konnte nicht viel erkennen, sie bewegten sich zu schnell. Das war doch unmöglich, das war nicht menschlich.
Plötzlich war noch eine dritte Person in den Kampf verwickelt. War das Emmett?
Carlisle kam langsam, in menschlicher Geschwindigkeit auf mich zu und kniete sich neben mich um meine Wunde anzusehen. Doch ich schenkte ihm kaum Aufmerksamkeit, viel zu sehr war ich von dem Schauspiel, drei sehr schnell kämpfenden Körper, schockiert.
,,Bringt Jasper hier weg" hörte ich die Stimme von Carlisle und wie aus dem Nichts tauchten Alice und Rosalie auf und verschwanden gemeinsam mit Emmett und Jasper. Edward stand ein paar Meter entfernt von mir, doch war plötzlich neben mir, so schnell, dass ich es gar nicht mitbekommen hatte. Ich zuckte zusammen als er seine Hand auf meine Schürfwunden am Arm legte, doch seine Hand kühlte und machte den Schmerz erträglich.
Fassungslos blickte ich Edward an.
Was war das eben? Das war auf jeden Fall nicht normal! So schnell konnte sich kein Mensch bewegen! Und warum hatte Jasper versucht mich anzugreifen? Warum war der Rest der Cullens so plötzlich da? Und wo war Edward so plötzlich her gekommen? Woher konnte er wissen, dass Jasper mich Angriff?
Edward sah wahrscheinlich die Verzweiflung, die Verwirrtheit und die Fragen in meinem Blick, denn er schüttelte den Kopf.
,,Nicht jetzt, ich werde dir später alles erklären!"
War das sein Ernst?!
,,Ich will es jetzt wissen!! Warum könnt ihr euch so schnell bewegen? Warum seit ihr so stark? Sag es mir, Edward!!"
Er schloss die Augen, ich sah, wie er mit sich selbst rang. Dann öffnete er sie wieder und sah mich an. Ich erkannte den Schmerz und die unausgesprochenen Entschuldigungen darin.
,,Ich bin ein Vampir, Bella. Wir sind alle Vampire!"

Jetzt weiß sie es endlich
Was glaubt ihr, wie sie darauf reagieren wird? Ich bin gespannt auf eure Vermutungen

Bis(s) du mich erkennstGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt