Im Bett natürlich

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Ich presste die Lippen zusammen. Was sollte ich ihm erzählen? Sollte ich ihm alles erzählen? Ich senkte den Blick und sah auf meine Beine. Sie waren übersäht von blauen Flecken und Blutergüssen. Nein, ich konnte es ihm nicht erzählen! Was würde er von mir von denken? Ich war schwach gewesen, ich hatte mich nicht gewehrt! Vielleicht hatte ich es auch verdient .. ich mein, ich hatte mich mit einem anderen Mann getroffen, obwohl er es mir verboten hatte. Ich hätte auf ihn hören sollen! Doch war das ein Grund für ihn, mir so etwas anzutun?! Ich sah zu Edward auf und schüttelte leicht den Kopf: ,,Ich kann nicht!" Edward runzelte die Stirn und nickte dann. Genau das liebte ich an ihm! Er drängte mich nicht und ließ mir meinen Freiraum. Moment ..! Hatte ich gerade lieben gesagt?! Ich meinte natürlich mögen!!! Verwirrt schüttelte ich den Kopf um diese lästigen Gedanken loszuwerden. ,,Du siehst müde aus, magst du ins Bett?" fragte Edward mich und ich sah ihn wieder an. ,,Wo soll ich denn schlafen?" Edward lächelte bei meiner Frage: ,,Im Bett natürlich!" Und wo wird er schlafen? Wird er mit mir in einem Bett schlafen? ,,Ähm, und wo schläfst du?" fragte ich etwas schüchtern. Edward lachte leise, als sich meine Wangen rot färbten: ,,Ich schlaf auf dem Sofa". Ich sah ihn an und schüttelte den Kopf: ,,Ich bin Gast, ich schlaf auf dem Sofa, ich will nicht, dass du dir Umstände wegen mir machst!" Er lächelte mich an und stand auf, dann kam er zu mir, hob mich hoch und trug mich ins Schlafzimmer. Dort legte er mich aufs Bett und setzte sich neben mich. Er beugte sich zu mir runter und flüsterte: ,,Du machst mir keine Umstände! Ich bin froh, dass du hier bist!" Dann zog er die Decke über mich und strich mir noch einmal übers Haar: ,,Wenn du was brauchst, scheu dich nicht mich zu wecken! Gute Nacht Bella, schlaf gut und träum süß!" Er stand auf und ging zur Tür, doch als ich seinen Namen sagte drehte er sich nochmal um und sah mich fragend an. ,,Gute Nacht" murmelte ich leise und an seinem Lächeln sah ich, dass er mich gehört hatte. Dann ging er aus dem Raum und schloss die Tür hinter sich. Lächelnd kuschelte ich mich in die Decke, schloss die Augen und schlief sofort ein.

(Edwards Sicht)

Völlig in Gedanken versunken schreckte ich davon auf, dass ich jemand schreien hörte. Bella schrie! Ich stand auf und den Bruchteil einer Sekunde später stand ich bereits neben ihr. Sie warf sich unruhig im Bett hin und her und schrie immer wieder auf. Es waren verzweifelt Schreie die sich mit einzelnen Wörtern und sogar ganzen Sätzen vermischten. ,,Bitte hör auf" oder ,,Es tut mir so leid" wimmerte sie leise. Dann kam wieder ein lauter herzzereißender Schrei: ,,Neeiiiin!!!" Dann fing sie leise an zu weinen. Ich setzte mich aufs Bett und zog sie an mich ran und schlang meine Arme um sie. Sie weinte noch immer, während ich sie im Arm hielt und ich war mir ziemlich sicher, dass sie wach war. Ich legte mich neben sie aufs Bett, ohne sie los zu lassen und zog sie fester an meine Brust. Sie hob den Kopf und sah mich an. Ihre Augen waren rot und verheult, ihr Atem ging stockend, doch auf ihren Lippen lag ein leichtes Lächeln und ihre Augen hatten einen sanften Ausdruck. Ich sah sie einfach nur an, dann beugte ich mich vor und küsste ihr ganz sanft eine Träne von der Wange. Ich schmeckte das Salz auf meinen Lippen und als ich sie wieder ansah, hatte sie die Augen geschlossen. Ich blieb bei ihr, bis sie eingeschlafen war und ich mich davon überzeugt hatte, dass sie ruhig schlief. Ihr Atem ging regelmäßig und auf ihren Lippen lag ein leichtes Lächeln. Ich hatte es so vermisst. Ihr beim Schlafen zuzusehen, beruhigte mich. Ich strich ihr übers Harr und hörte, wie sie leise meinen Namen seufzte. Ich lächelte und ich war mir sicher, wenn mein Herz noch schlagen würde, würde es mir jetzt fast aus der Brust springen. ,,Ich liebe Dich" flüsterte ich leise und gab ihr noch einen Kuss auf die Stirn, bevor ich aufstand. Leise ging ich ins Bad und sah mich um. Ihr Handtuch hatte sie zum Trocknen über die Heizung gehängt und ihre Klamotten lagen zusammen gefaltet auf dem Stuhl. Ich ging zum Stuhl und nahm zögernd ihr Shirt in die Hand. Ich roch das Blut, bevor ich es sah und schloss kurz die Augen. Was hatte er ihr nur angetan? Natürlich hatte ich die blauen Flecken an ihren Beinen gesehen, obwohl sie versucht hatte, sie zu verstecken. Seufzend warf ich ihre Klamotten in die Waschmaschine und startete sie. Dann ging ich leise ins Wohnzimmer zurück und setzte mich auf den Balkon. Ich sah über die Stadt und kniff die Augen zusammen. Und dann schwor ich mir etwas: Eric würde ihr niemals wieder weh tun!

Bis(s) du mich erkennstGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt