Es war eine angenehme Kälte

4.4K 136 3
                                        

(Bellas Sicht)

Es war ein morgen wie jeder Andere. Ich stand vor ihm auf, machte Kaffee und weckte ihn dann. Ich gab ihm einen Abschiedskuss, rief: ,,Einen schönen Tag Schatz" und hörte wie die Tür ins Schloss fiel. Allein. Wie jeden Tag. Ich hörte Musik, während ich die Wohnung saugte und sang laut mit. Mir doch egal, wenn sich die Nachbarn beschwerten. Danach ging ich einkaufen. Hmm..was brauchten wir denn noch alles?
Milch, Brot, Käse und Nudeln.
Ich schlenderte langsam durch den Supermarkt und ließ mir viel Zeit. Zu Hause erwartete mich ja doch nur ein leeres, stilles Haus.
Als ich mit einkaufen fertig war, ging ich in ein kleines Café und bestellte einen Kaffee. Während ich wartete, dachte ich nach. Vielleicht war ich ja wirklich glücklich. Vielleicht war es das, was ich mir immer gewünscht hatte. Ein ruhiges Leben, mit dem Mann, den ich sehr gern hatte und den ich vielleicht sogar liebte. Wir waren nun schon 9 Monate zusammen, doch noch nie hatte ich diese 3 kleinen Worte, die so viel Bedeutung hatten zu ihm gesagt. Ich wusste selbst nicht warum. Ich konnte es einfach nicht! Ganz in Gedanken bezahlte ich meinen Kaffee und drehte mich schnell um. Zu schnell. Ich stieß voll mit dem Mann hinter mir zusammen und ungeschickt wie ich war, lehrte ich ihm meinen heißen Kaffee über sein Shirt.

(Edwards Sicht)

Ich war erst vor ein paar Tagen hier gelandet. Nachdem ich kurz meine Familie besucht hatte, wollte ich Bella wiedersehen. Ich hatte sie vermisst. Unglaublich. Sie war das einzige, was mich am Leben hielt, während der ganzen Zeit in...
Stop! Ich hatte mir geschworen nicht daran zu denken! Ich wollte mich nicht mit den Gedanken an die schreckliche Zeit bei den Volturi quälen! Ich war hier her gekommen um Bella zu sehen. Hier her, nach New York. Ich wollte mich nur vergewissern, dass es ihr gut ging. Dass sie ein glückliches Leben ohne mich führte. Das hatte ich mir gesagt. Und war das, was ich mir immer wieder sagte als ich vor dem Café stand und sie ansah. Ich wollte sie nur sehen! Aber ging es ihr wirklich gut? War sie glücklich? Ich konnte keinen Blick in ihre Augen werfen, weil sie eine große, für dieses Wetter untypische Sonnenbrille trug. Okey, ich geh rein, aber ich werde nicht mit ihr reden! Ich will nur ihre Augen sehen. Sehen, ob sie glücklich ist. Aber so kam es natürlich nicht. Ich ging rein. Weil sie mir den Rücken zu kehrte, stellte ich mich hinter sie. Sie war in Gedanken versunkenen. Woran sie wohl gerade dachte? An ihren Freund? Ja, ich wusste davon. Ich wusste viel von ihrem neuen Leben. Alice hatte mir viel erzählt und ich hatte selber in den Zeitungen nachgelesen. Eric, ihr Freund, über ihn war ständig was zu lesen. Über sie wurde auch immer mal wieder geschrieben. Alice hatte alles für mich aufgehoben, damit ich es selber lesen konnte. Sie vermisste Bella, fast so sehr wie ich.
Bella sah schön aus. Sie hatte teure Klamotten an ihre Haare waren perfekt gestylt, aber das war es nicht, was sie so schön machte. Es war ihre Ausstrahlung. Ich hörte die Gedanken jedes männlichen Wesens in diesem Café und wären wir noch zusammen, hätte ich Grund zur Eifersucht. Aber wir waren nicht mehr zusammen. Ich fühlte einen kurzen Stich in meinem toten Herz. Wir waren nicht mehr zusammen. Vielleicht werden wir auch nie wieder zusammen sein. Es machte mich traurig zu wissen, dass sie mich vergessen hatte. Aber ich wollte es so. Ich war es, der Aro darum gebeten hatte all ihre Erinnerungen zu löschen, damit sie nie wieder solche Qualen leiden musste. Und er hatte mir diesen Gefallen getan. Er hatte einen aus seiner Wache, dessen Gabe es war Erinnerungen zu löschen, damit beauftragt dies bei Bella zu tun. Und sie vergaß alles. Sie vergaß alles, was wir zusammen erlebt hatten und sie vergaß wie sehr ich sie liebte und wie sehr sie mich liebte. Ich war völlig in Gedanken, als sie sich plötzlich zu mir umdrehte und propt mit mir zusammen stieß. Dabei verschüttete sie auch noch ihren ganzen Kaffee über mein Shirt. Innerlich musste ich grinsen. Das war mal wieder typisch Bella.

(Bellas Sicht)
Verdammt! Warum musste sowas immer mir passieren?!
Schnell suchte ich meine, über den Boden verstreuten Einkäufe zusammen und berührte dabei versehentlich die helfende Hand des Mannes, den ich gerade angerempelt hatte. Sie war eiskalt, aber ich zuckte nicht zurück. Es war eine angenehme Kälte. Er reichte mir die Milch, die ich vorhin gekauft hatte und ich verstaute sie schnell wieder in meiner Tasche. Erst dann schaute ich zum ihm hoch...

Fortsetzung folgt....(wenn ihr wollt)

Bis(s) du mich erkennstGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt