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Nachdem ich ein paar Tops anprobiert hatte, die ich dann in einer Nummer größer nehmen musste, damit sie nicht in drei Wochen zu klein waren, verließen wir den Laden wieder. In der Shopping-Tasche waren außerdem drei Schwangerschaftshosen. Das Kleid hat es aufgrund der Umstände nicht in den Einkaufskorb geschafft. Louis riss mir dann förmlich die Tüte aus der Hand und trug sie selbst. Er führte mich durch die Gassen, bis wir vor einem Baby-Laden stehen blieben. Er schaute mich an und grinste.

"Wir werden jetzt für deine kleine Erbse ein paar schöne Sachen kaufen.", erklärte er glücklich und zog mich auch schon in das Geschäft. Als ich die ganze Babyklamotten sah, wurde mein Herz weich. Eins stand fest: aus diesem Laden wollte ich nie wieder raus. Sofort verschwand ich hinter zahlreichen Kleiderständern und arbeitete mich durch einen Haufen von Babykleidung.

"Oh mein Gott, Louis! Schau dir das mal an! Das ist so süß, das muss ich mitnehmen.", quiekte ich und fuchtelte mit einem weißen Strampler, auf dem ein Teddy aufgenäht war, vor der Nase herum. Louis lachte nur und legte den Strampler in einem Korb. Nach einer Weile hatte Louis zwei Körbe mit Babysachen in der Hand und ich machte keinerlei Anstalten, aufzuhören, noch mehr Klamotten und Spielzeug reinzustopfen.

"Meinst du nicht das reicht irgendwann mal?", fragte mich Louis belustigt, als die Körbe wirklich schon überfüllt waren. Ich schaute die vollen Dinger in seinen Händen an und zuckte nur mit den Schultern.

"Du hast doch noch ein paar Monate bis deine kleine Maus auf die Welt kommt. Bis dahin hast du noch genug Möglichkeiten für das kleine Ding shoppen zu gehen, aber für's Erste muss das jetzt reichen.", meinte Louis und küsste mich kurz.

"Okay.", gab ich mich geschlagen und lief meinem Freund hinterher zur Kasse. Louis bezahlte, bevor ich ihn widersprechen konnte. Abgesehen, davon dass ich es nicht wollte, hatte ich aber ja sowieso keinen Geldbeutel dabei, also war es sinnlos etwas dagegen zu sagen. Dann verließen wir mit drei Tüten voller Babysachen den Laden und schlenderten allmählich zurück zum Auto, da wir jetzt echt schon lange in der Stadt waren und es langsam anstrengend wurde. Am Auto angekommen, räumten wir alle Tüten in den Kofferraum. Gerade als Louis zur Beifahrertür gehen wollte, um sie mir zu öffnen, kamen zwei Mädchen aufgeregt auf uns zu. Als ich merkte, dass es Fans sein mussten, da eine von beiden eine One Direction Tasche bei sich trug, schaute ich Louis ängstlich an.

"Alles gut, sie sind wahrscheinlich nicht so Hardcore-Fans. Schau, sie laufen ganz normal auf uns zu. Aber du kannst dich schon mal ins Auto setzen. Ich mach kurz ein Foto und unterschreib auf der Tasche oder so und dann komm ich", flüsterte Louis und hielt mir die Autotür auf. Dankbar schaute ich Louis an, bevor ich mich ins Auto setzte und die ganze Situation von drinnen beobachtete. Die beiden Mädchen schienen wirklich ganz ruhig zu sein. Ganz entspannt gingen sie auf Louis zu, und fragten als erstes, ob sie Louis umarmen durften. Das war echt süß. Nach der Umarmung machte Louis noch jeweils zwei Einzelfotos und ein Gruppenfoto. Danach unterschrieb er noch auf der Tasche des einen Mädchens und verabschiedete sich, bevor er zu mir ins Auto stieg. Die beiden Mädchen, die ich auf ungefähr 16-17 schätzte winkten Louis noch glücklich. Dann fuhr Louis auch schon los.

"Die waren ja süß.", stellte ich fest. Louis nickte und grinste.

"Ja, die beiden waren total nett und mega ruhig. Die meisten die uns sehen, rennen uns erstmal um und kreischen uns ins Gesicht. Ich hasse das. Ich weiß gar nicht, was die damit erreichen wollen wenn sie so rumkreischen. Damit erzielen sie nur, dass wir genervt sind. Sie können doch auch einfach normal mit uns reden, so wie die beiden das gemacht haben. Das macht sowohl sie, als auch uns glücklich.", erklärte Louis.

"Ja ich versteh dich. Ich würde auch nicht gerne die ganze Zeit angekrischen werden wollen.", teilte ich Louis' Meinung. Der Rest der relativ kurzen Fahrt nach Hause verlief angenehm ruhig. Ich war in Gedanken versunken, wie es sein würde berühmt zu sein, doch meine Vorstellungskraft ging nicht so weit, dass ich mir das richtig vorstellen konnte. Es musste auch total anstrengend sein, nirgendwo hingehen zu können, ohne von jemandem erkannt zu werden.
Irgenwann merkte ich wie Louis mit seiner Hand vor meinem Gesicht herumwedelte.

"Hallo, Erde an Joy! Wir sind da!", hörte ich ihn lachen. Ich schüttelte kurz meine Kopf, um mich von meinen Gedanken zu befreien und schaute Louis dann an.

"Sorry, ich hab nachgedacht und war so versunken, dass ich gar nicht mitbekommen habe, dass wir schon da sind.", gab ich zu und grinste schief. Mein Freund küsste meine Schläfe, bevor er seinen Gurt löste und aus dem Auto stieg. Ich tat es ihm gleich und ging zum Kofferraum, um Louis zu helfen, die Tüten zu tragen. Gemeinsam liefen wir, mit gefühlt zehntausend Einkaufstüten zur Haustür, welche Louis aufschloss. Wir traten ein und streiften unsere Schuhe ab.

"Wir sind wieder da!", rief Louis durch das ganze Haus. Dann nahm er die Tüten, diesmal auch die, die ich getragen hatte, und brachte sie hoch in sein Zimmer. In der Zeit ging ich in die Küche, holte mir ein Glas aus dem Schrank und füllte es mit Wasser. Mit dem Glas in der Hand ging ich ins Wohnzimmer und ließ mich auf ein Sofa fallen. Auf einmal ging die Tür auf und Niall kam herein. Ich lächelte ihn an und klopfte mit der Hand neben mich, als Zeichen, dass er sich zu mir setzen sollte.

"Hey Nialler", begrüßte ich ihn und drückt ihm einen kurzen Schmatzer auf die Wange.

"Hiiii", entgegnete er und grinste mich an.

"Wir war dein Tag so?", fragte ich, um eine unangenehme Stille zu vermeiden.

"Irgendwie langweilig. Ich war ganz alleine. Du und Louis wart in der Stadt, Harry und Summer waren zum Essen aus und Liam hat Sophia besucht.", erzählte er und schaute gespielt traurig. Ich nahm ihn von der Seite in den Arm und lachte, bevor ich mich wieder von ihm löste.

"Armer Niall, ganz alleine gelassen Zuhause.", ärgerte ich ihn.

"Das ist nicht lustig!", beschwerte er sich und schlug mir leicht auf den Arm.

"Hey!", beschwerte ich mich und schaute ihm empört an, was leider nicht so gut klappte, da ich selber anfangen musste zu lachen. Niall stimmte mit ein und so lachten wir gemeinsam, bis wir uns wieder beruhigt hatten.

"Ich hab mir ein paar Gedanken gemacht, während ihr alle weg wart und mir ist da so eine Idee gekommen.", erklärte Niall dann etwas ernster.

"Schieß los! Was für eine Idee?", fragte ich und schaute unseren Iren gespannt an.

He doesn't know about usWo Geschichten leben. Entdecke jetzt