Amelie zuckte zusammen. Ein Spiel, aber was für eins? Sie schüttelte den Kopf. Und blickte auf den Boden. Der Boden war das einzige Normale hier in dem Raum.
"Aber Süße, es ist ein Spiel und ich liebe Spiele, also willst du dich nicht lieber umentscheiden?", sprach er gespielt traurig. Er drückte seine Hand zusammen, die immer noch Amelies Arms umschlossen hatte. Der Schmerz veranlasste sie zu einem leichten Nicken. Frank ließ sie los und hinterließ einen großen Abdruck auf ihren Arm, den sie sich daraufhin rieb.
„Schön!", rief Frank freudig aus und klatschte in die Hände, „Das Spiel geht so, du musst mir neun Fragen beantworten, wenn dies nicht passiert wird Kristie leiden müssen. Hast du das Verstanden?"
Amelie nickte erneut. Sie hob ihren Kopf an und warf Kristie einen entschuldigenden Blick zu. Eine raue Hand drehte den ihren Kopf so, dass sie Frank in die kalten Augen blickte.
„Weißt du warum ich dir nur neun Fragen stelle?", er blickte Amelie, die ihre Stirn runzelte.
Langsam fing sie an den Kopf zu schütteln. Sie wusste es nicht. Ein Knacken, der Knochen ließ ihr ein mulmiges Gefühl im Bauch zurück. Vergeblich versuchte sie die Schreie von Kristie zu überhören, aber es ging nicht. Es war zu laut.
„Nächste Frage", mit diesen Worten sah sie schon das nächste Knacken kommen, „Weißt du wer ich bin?"
Amelie runzelte ihre Stirn, sah ihm in die Augen und fing leise an ihre Antwort abzugeben „Du bist doch mein Onkel Frank.. oder nicht?" Das zweite Knacken ließ sie erschaudern und zeigte ihr, dass sie falsch lag.
„Bitte, hör auf.", flüsterte sie, während eine Hand auf ihrem Bauch lag. Frank lachte sie nur aus.
„Oh Amelie, wie naiv du doch bist. Denkst du ehrlich ich habe dich nach meinem Namen gefragt? Nach meinem Verwandschaftsgrad den ich zu dir habe? Ich habe dich gefragt wer ich bin und ich bin der Fratzensammler. Du solltest dir das für die Zukunft merken, ansonsten könnte es noch unangenehmer werden als es jetzt vielleicht schon ist.
Kommem wir zur nächsten Frage: Wird die allerliebste Kristie Marino hier überleben?" Frank strich liebevoll an der bluverkrusteten Wange hin und her, das Wimmern von Kristie wurde dadurch nur noch verstärkt.
Amelie fing an zu weinen. Das waren nicht faire Fragen. So was konnte sie gar nicht wissen. Aber sie hatte eine Chance und antwortete mit 'Ja'. Doch das Knacken verriet ihr das auch diese Antwort falsch war.
"Amelie, Kleines, gib dir doch mal Mühe. Du bist jetzt diejenige die Kristie dies hier überhaupt antut, denn wenn du die Fragen richtig beantworten würdest hätte sie nichtmal so große Schmerzen. Also nenne mir doch die richtige Antwort auf diese Frage: Wieso hat die liebe Kristie zwei Gesichter?"
Amelie schaute Kristie verwirrt an und dann Frank. Was meinte er mit zwei Gesichtern, wenn sie doch nur eins hatte?
"Sie hat doch nur ein Gesicht..", schluchzte sie und sah Frank fragend an. Dieser griff kurzerhand nach dem sechsten Finger und zerbrach ihn unter einem Knirschen.
"Ich sehe das du schon mit den normalen Fragen nicht klarkommst, weshalb ich dir jetzt eine einfache Frage stellen werde. Welches Körperteil wurde bei der Leiche deiner Mutter nicht gefunden?"
"Ihr...ihr.. Kopf?", hoffnungsvoll sah sie auf Kristies Finger, den Frank schon umschlossen hatte. Zu ihrer Überraschung ließ Frank den Finger los. Erleichtert atmeten beide aus.
"Ein Punkt für dich. Aber ist die Frage ob es dir jetzt auch noch gelingen wird. Welche zwei Buchstaben sind mein Markenzeichen?"
Amelie schaute bittend zu Kristie. Diese versuchte ihren Mund zu bewegen, wobei etwas Kruste erneut aufriss. Trotzdem verließen zwei Buchstaben ihren Mund. Doch zu ihrem Leid hörte es auch Frank der ohne zu zögern den vierten Finger brach. Kristie kreischte auf.
"Wenn du dir schon Hilfe suchst, solltest du es so machen, dass ich davon nichts mitbekomme. Also wollen wir doch gleich einen neuen Versuch starten. Welchen Namen wird Kristies Fratze bekommen?", er schaute Amelie prüfend an und hob seine Augenbrauen. Amelie zuckte leicht mit ihren Schultern, als Zeichen dass sie es nicht wusste. Während sie wieder ein Knacken hörte wischte sie sich schnell die Tränen aus den Augen und versuchtr klarer zu denken.
"Jetzt heule doch nicht rum. Denkst du das hilft dir weiter, es würde mein Herz erweichen? Du bist so niedlich, Kleines..." Frank schüttelte lachend den Kopf.
"Süße kannst du mir sagen wie der Raum heißt, wo ich meine Fratzen gestalte?"
"I..Ich weiß es nich...cht!" Vorbereitend auf das nächste Brechen des vorletzten Fingers drückte sie sich die Hände gegen die Ohren.
"Letzte Frage: Was könnte ich noch mit dir vorhaben?"
Gedämpft kam die Frage bei ihr an, doch wie konnte sie das wissen und würde sie es überhaupt wissen wollen?
Betrübt entschuldigte Amelie sich bei Kriste, die das ganze Geschehen nicht mehr ganz bewusst wahrnahm.
Der letzte Finger war gebrochen und es hatte endlich ein Ende. Vereinzelt sah sie etwas Knochen aus der Haut hervorkommen und das Blut was an ihren beiden Hände herunterrann. Es war ihr jetzt erst aufgefallen, dass sich eine kleine Blutlache auf den Boden bildete und lanhsam auf sie zufloss. Sie machte einen Schritt zur Seite und erbrach sich auf dem Boden.
„Jetzt mache doch nicht gleich meinen Boden dreckig.", sagte Frank etwas empört von ihrer Reaktion.
Kristie schwankte hin und her als wäre sie in Trance. Ihre Arme hatte sie sich um ihren zitternden Körper gelegt und ihre haltlosen Finger wackelten bei jeder Bewegung. Leise wimmerte sie vor dich hin.
Amelie hielt es nicht mehr aus. Sie rannte aus dem Raum, die Tränen liefen ihr nur so herunter. Alles war ihre Schuld. Wegen ihr war Kristie verletzt worden.
Frank ließ sie laufen. Er würde sowieso gleich nachgehen und alle Türen in diesem Haus, die nach draußen führten, waren verriegelt. Wie gesagt, die Kleine war gefangen. Als Verabschiedung ballte Frank eine Faust und ließ sie auf Kristies Schädel sausen. Endlich war Ruhe.
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Wie hats euch gefallen? :)))
lg
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Der Fratzensammler
HorrorJe entstellter du aussiehst, desto mehr Freude wirst du mir bereiten, dachte er sich und setzte das Messer zum schnitt an. Und du hast keine Chance, denn du wirst bald ein Teil meiner Sammlung sein. Meiner Fratzensammlung. Ich möchte alle Leute hie...
