Kapitel 21

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Amelie war raus gerannt, dieses Knacken ging ihr durch Mark und Bein. Und dazu dieses, dieses gruselige Gelächter von Frank, seine gierigen Augen, die immer so wild umher gezuckt haben machten ihr so viel Angst. Auf den Treppenstufen war sie einmal gestolpert und hatte sich ihr Knie aufgeschlagen, dass jetzt etwas blutete. Nun lag sie unter ihrem Bett und drückte sich ganz flach an die Wand. Kalter Schweiß hatte sich auf ihrem Körper gebildet, ihr Atem war laut. Als sie wieder ihren Namen hörte und es nicht das Monster war, setzte ihr Gehirn für einen Moment aus.

„Ameliieee, Süße!", rief er in einem Singsang nach ihr, „ wo bist duu?"

Amelie machte sich immer kleiner unter ihrem Bett. Er sollte sie nicht finden. Er machte ihr so Angst. Wieder rief er nach ihr.

„Amelie, ich werde dich finden. Das Haus hat nicht viele Verstecke", seine Stimme bekam was drohendes.

Sie hörte, wie er überall rein guckte, um sich sicher zu gehen, dass sie dort nicht drin war. Jetzt kamen seine Schritte näher, näher zu ihrem Zimmer. Die Schritte verstummten, im Gegenzug wurde ihre Tür geöffnet.

„Kleines, ich weiß das du hier bist."

Sie nahm einen letzten Luftzug und konzentrierte sich darauf kein Geräusch zu machen. Sie sah wie er an ihrem Bett vorbeiging, wie er den Schrank öffnete und wieder schloss. Amelie schloss die Augen, sie musste sich beruhigen. Er würde sie bestimmt nicht finden, es war schließlich ein gutes Versteck.

„Wo bist du denn nur? Ich kann dich ja gar nicht finden.", hechelte er, „Oh ich hab ja noch nicht unter das Bett geschaut.", er zog das Wort 'Bett' besonders lang.

Sie versuchte einen Schluchze zu unterdrücken, aber er rutschte ihr einfach raus. Es war ein ganz leiser.

„Huch, was war das denn?", quietschte er vor Freude, „ Bist du etwa unter dem Bett? Soll ich mal lieber Nachschauen?"

Zwei große Hände packten ihre kleinen Fußgelenke. Amelie krallte sich schreiend am Bettgestell fest. Das Bett fing an sich zu bewegen. Er zog es mit.

„Lass los!", schrie er sie wütend an.

Augenblicklich ließ Amelie los. Ihre Fingernägel kratzten über das Laminat, um eine Furche zu finden an der sie sich hätte festhalten können. Ihre angsterfülltes Schreien vermischte sich mit Weingeräuschen. Das Bett über ihr war verschwunden, Frank hatte sie ganz raus gezogen. Er stellte sich über sie und ergriff ihre Arme, woran er sie hochzog. Da stand sie nun vor ihm und schaute panisch zu ihm hoch. Frank leckte sich über seine Lippen und fing an zu kichern, immer lauter, schallender bis es zu einem verachtendem Gelächter wurde. Dann hörte das Gelächter schlagartig auf und er fing an los zu brüllen.

„HAB DICH, HAB DICH, HAB DICH."

Amelie schaute ihn an, sie konnte nicht sehen wie seine nächste Stimmung war. Sie änderte sich immer so schnell. Sie konnte nur abwarten. Mehr nicht. Auch dieses mal endete das Brüllen schnell und sein Gesicht wurde hart, sein Lächeln, was er eben noch trug, verschwand.

„Amelie, du kommst jetzt mit. Ich habe eine ganz besondere Aufgabe für dich. Du wirst sie mögen.", er nahm ihre Hand und führte sie in die Dunkelheit, in den Keller.

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Ich hoffe das war jetzt etwas länger als das Vorherige... :) lg

Der FratzensammlerGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt