"Liv." Weckte mich mein Dad irgendwann. Langsam öffnete ich meine Augen.
Mein Dad kniete neben mir. "Soll ich im Krankenhaus Bescheid sagen und bei dir bleiben?"
"Nein, geh ruhig. Ich werd eh nur hier rumliegen und schlafen." Sagte ich.
"Bist du sicher, dass du mich nicht brauchst?"
"Ja." Beteuerte ich.
Er lächelte mich an. "Trink deinen Tee. Amy und ich sind heute Abend wieder da."
Ich nickte.
Mein Dad packte seine Sachen zusammen und ging dann.
Ich nippte an meinem Tee, und merkte, dass er inzwischen schon fast kalt war. Ich trank ihn aus und legte mich dann wieder hin.
Ungefähr eine viertel Stunde später hörte ich, wie Post eingeworfen wurde. Da mein Kopfweh ein bisschen besser geworden war, stand ich auf und sah nach.
Größtenteils waren es Briefe für Amy und meinen Dad, aber da war auch einer für mich dabei. Und an der Schrift erkannte ich gleich, von wem er war. Meiner Mom.
Mit dem Brief in der Hand setzte ich mich auf die Couch, da Stehen gerade ziemlich anstrengend für mich war.
Ein paar lange Sekunden konnte ich ihn nur anstarren. Warum hatte sie mir jetzt einen Brief geschrieben? Es war weder mein Geburtstag noch Weihnachten.
Ich öffnete ihn und faltete dann das Papier auf, das darin war.
"Hey, mein Schatz." Stand ganz oben. Ich schluckte. Es war immer wieder komisch Briefe von meine Mom zu lesen. Ich lies meinen Blick nach unten gleiten und las weiter.
"Ich weiß es ist nicht dein Geburtstag oder Weihnachten, aber brauchen wir wirklich einen besonderen Tag um uns zu schreiben?
Ich wollte dir sagen, dass ich vor kurzem aus der Klinik entlassen wurde. Ich weiß, ich hab es deinem Dad und dir schon oft versprochen, aber dieses Mal werde ich nicht rückfällig. Ich will es endlich schaffen und bin auf einem guten Weg dort hin.
Du fehlst mir...und ich wünsche mir, dass wir uns vielleicht bald mal treffen könnten.
Ich liebe dich,
deine Mom."
Ich las den letzten Satz drei Mal durch. Sie hatte mir schon oft geschrieben, dass ich ihr fehlte, aber noch nie, dass sie sich mit mit treffen wollte.
Sie war aus der Klinik draußen...Aber das Problem war eben, dass sie schon so oft rückfällig geworden war, wie sie es selbst ja auch wusste.
Wenn ich daran dachte sie vielleicht bald wieder zu sehen, bekam ich ein bisschen Angst. Ich wusste nicht warum...Vielleicht weil ich mich davor fürchtete wieder von ihr verletzt zu werden. Dass sie ihr Versprechen doch wieder nicht hielt und zurück in eine Klinik musste. Außerdem hatte ich sie schon so lange nicht mehr gesehen...Wäre es zwischen uns komisch, wenn wir uns wieder sahen? Hatte sie sich stark verändert?
Ich faltete das Papier wieder zusammen, steckte es in den nun offenen Briefumschlag und legte es auf den Couchtisch neben meine leere Tasse.
Ich legte mich wieder hin und wollte noch eine Weile schlafen, aber nun konnte ich an nichts anderes als diesen Brief denken.
Außerdem hatte ich immer wieder diese Schübe, wo es mir plötzlich total heiß war und dann wieder kalt. Ich hasste es, so krank zu sein. Zum Glück war ich es auch fast nie. Dieses Mal war es echt extrem. Noch gestern war es mir richtig gut gegangen -von dem psychischen Teil mal abgesehen-, und heute war es mir innerhalb weniger Stunden so schlecht gegangen.
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Angels and Demons (M.)
Fantasy"Ich komm heute Mittag vielleicht kurz nach Hause." Meinte mein Dad. "Okay. Was ist mit Amy?" Ich schlüpfte in meine Chucks, als Dads Freundin die Treppen runter kam. "Ich muss wahrscheinlich durcharbeiten." Antwortete sie für sich selbst. Das war...
