Kapitel 23

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Kapitel 23
Liv
Mein Flieger landete im verregneten Hamburg. Die Regentropfen flossen an den Fenstern der Flughafens herunter und wie immer, zog mich dieses Wetter herunter. “Warum muss es denn immer in Deutschland regnen?“, quengelte ich. Ich setzte die Kapuze meiner Strickjacke auf und lief mit meinem Koffer in der rechten und mit Scott an meiner linken Hand durch den Regen. Wir riefen uns ein Taxi und stiegen ein. Dem Fahrer nannte ich unsere Adresse und es ging los. Mein Handy vibrierte ein paar mal. Bevor ich es überhaupt anschalten musste, war mir klar, wer mir geschrieben hatte. Die Prettymuch Jungs, Marry und ich haben seit dem Frühstück in London eine WhatsApp Gruppe. Sie heißt 'Prettymuch Chaos' und beschreibt die Lage sehr gut. Alle zehn Minuten trudeln irgendwelche Nachrichten ein, meistens nur belangsloses Zeug. Auch diesmal war es irgendein Meme von einem Fan von Prettymuch. Dieses war allerdings so lustig, dass selbst ich anfangen musste zu lachen. “Der ist gut, hahahaha!“, schrieb ich in die Gruppe. Scott warf mir einen verwirrten Blick zu. Ich hielt ihm daraufhin mein Handy entgegen. Anstatt, dass er lachte, blieb sein Gesicht ernst. “Ich wusste gar nicht, dass ihr eine Gruppe zusammen habt.“, meinte Scott. “Haben wir auch erst seit gestern.“, entgegnete ich ihm. Scott gab mir mein Handy wieder. “Ihr versteht euch ganz gut oder?“, fragte er. “Jap, die Jungs sind echt sympathisch und witzig. Ich werde gut in Los Angeles aufgehoben sein, keine Sorge.“, antwortete ich. “Das freut mich, dann muss ich mir wirklich keine Sorgen um mein Mädchen machen.“, lächelte Scott und küsste mich. Mein Mädchen, so hatte er mich lange nicht mehr genannt. Es ist komisch diese beiden Worte wieder aus seinem Mund zu hören. Nachdem Scott den Fahrer bezahlte, stiegen wir aus und machten uns auf den Weg in unsere Wohnung. Mit einer Hand kramte ich in meiner Handtasche herum um den Schlüssel für die Wohnung zu suchen. Ich bemerkte, wie mein Freund mir wieder skeptische Blicke zu warf. Als ich den Schlüssel endlich gefunden hatte, öffnete ich die Tür. Der wohl bekannte Duft unserer Wohnung flog mir entgegen und ich atmete ihn ein. “Wie schön es ist wieder zu Hause zu sein.“, lächelte ich und steuerte auf die Couch zu, welche schräg gegenüber von unserer Tür stand. Ich kletterte über die Rückenlehne der Couch und machte mich lang. “Dir ist schon klar, dass wir erstmal unsere Koffer entleeren müssen!“, meinte Scott. Er stand am anderen Ende der Couch und hatte seine Hände auf seine Hüfte gestemmt. “Du siehst gerade aus wie meine Mutter und klingst auch so. Schrecklich.“, scherzte ich. “Wo wir gerade bei deiner Mutter sind, weiß deine Familie schon von den Los Angeles Plänen?“, hakte Scott nach. “Nein.“, antwortete ich bedröppelt. Ich richtete mich auf und setzte mich in einer aufrechten Position auf's Sofa. Scott setzte sich neben mich. “Wir werden sie gemeinsam anrufen, heute noch! Davor kannst du dir ja einige Stichworte aufschreiben, damit du nichts vergisst.“, schlug er vor. Er legte einen Arm um mich. Ich lehnte meinen Kopf an seinen. “Ich habe Angst.“, zum ersten mal sprach ich meine wahren Gefühle aus. “Das glaube ich dir, an deiner Stelle hätte ich auch Angst. Aber Marry wird dich unterstützen und ich dich natürlich auch! Ich bin an deiner Seite.“, sprach mir mein Freund Mut zu. “Irgendwie wirst du es überleben. Du hast eine starke Persönlichkeit. Es wird nie so schlimm wie du denkst.“, fuhr er fort. Das einzige was ich hervor brachte, war ein Lächeln. Scott stand auf und reichte mir seine Hand. Ich nahm sie entgegen und stand auf. Dann nahm er seinen Koffer und ich meinen. Wir beide spazierten ins Badezimmer. Dort sortierten alle Kleindungsstücke aus, die in die Wäsche mussten. Für zwei Tage die wir weg waren, waren das ganz schön viele.
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Hoffentlich gefällt euch das Kapitel🎉🎉❤

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