Kapitel 52
BrandonBedröppelt und voller Fragen kehrten wir zurück in das Prettymuch Haus. “Das war ja weniger erfolgreich.“, sagte Zion, welcher sich wieder auf die Couch setzte. “Zion steht auf! Das wird Marry's Schlafplatz für heute Nacht.“, wies ich den Kanadier zu Recht. Dieser warf mir nur einen Ist-Das-Dein-Ernst-Blick zu. “Tut mir leid, aber in dem Zimmer von Brandon kann ich nicht schlafen. Hast du gesehen wie es dort aussieht? Seine ganzen Klamotten liegen verteilt auf dem Boden. Er ist die Unordnung in Person.“, meckerte Marry. “So schlimm ist es doch auch nicht. Jetzt stell dich doch nicht so an.“, verteidigte ich mich selbst. Marry schüttelte nur den Kopf, woraufhin ich sie am Arm packte und mit mir zog. Ich öffnete die Tür zu meinem Zimmer, schaltete das Licht an und betrachtete die ganzen Dinge die in meinem Zimmer verteilt lagen. “Okay, vielleicht hast du doch Recht.“, lachte ich. “Ich habe immer Recht.“, lächelte Marry mich zufrieden an. “Hilfst du mir aufzuräumen?“, fragte ich sie nun und überwand meinen inneren Schweinehund. Das wäre eine gute Gelegenheit, um Marry ein bisschen näher zu kommen und um sie noch näher kennenzulernen. “Klar!“, nickte Marry,“Aber lieber Morgen früh. Ich bin im Moment viel zu müde dafür.“ “Dann sag ich schonmal Gute Nacht.“, ich lächelte ihr zu und zog sie in eine Umarmung. “Achso, hättest du für mich irgendein Oberteil?“, hakte sie nach. Marry löste sich von mir. Ich sah mich in meinem Zimmer um. Mir fiel ein zusammen gefaltetes Oberteil von mir auf. Es lag auf meinem Schreibtisch. “Das müsste frisch sein.“, ich hob es hoch und warf es Marry zu. Diese fing es geschickt mit einer Hand. Bedankend lächelte sie mir zu und verschwand dann. Ich schloss die Tür hinter ihr. Erschöpft fiel ich in mein Bett. Der Gedanke, dass Marry nur eine Tür weiterschlief, in meinem Oberteil, beruhigte mich und ließ mich gut schlafen.
Marry
In einer Bettdecke, welche mir Nick gebracht hatte, lag ich eingekuschelt auf der Couch der Jungs. Unter meinem Kopf lagen gefühlt tausend Kissen. Aus irgendeinem Grund wurde es trotzdem nicht gemütlich. Ich wältzte mich von der einen Seite auf meine andere Seite, immer hin und her. Doch nichts half. Irgendwann schlief ich jedoch ein.Ich trat durch die Haustür meines neuen Hauses. Dort saß er. Tyler, mein Ex-Freund. Wut stieg in mir auf, Enttäuschung und Trauer. “Was willst du hier?!“, fauchte ich ihn an. “Nichts von dir!“, zischte er zurück. Ich sah ihn verwirrt an. “Und was möchtest du dann?“, fragte ich, immer noch im selben Ton. “Er möchte mich!“, tauchte die Stimme von Liv auf. Sie trat aus der Küche hinaus und setzte sich auf den Schoß von Tyler. “Liv, was hat das zu bedeuten?“, mein Herz zog sich zusammen. Wie konnte sie mir das antun? Liv weiß ganz genau, wie sehr mich die Sache mit Tyler zerstört hat. Tränen stiegen in meinen Augen auf. “Er liebt mich und nicht dich.“, zischte sie. “Er will mich und nicht dich! Deswegen hat er dich betrogen, er wollte dich noch nie. Seine Liebe zu dir war nicht echt, das war sie noch nie.“, redete Liv auf mich ein. Ihre Aussagen trafen mich, wie Messerstiche mitten in mein zerbrochenes Herz. Die Tränen konnte ich nicht zurückhalten, wie ein Wasserfall flossen sie über meine Wangen. “Warum tust du mir so etwas an?!“, schrie ich Liv an. “Weil du es verdient hast.“, lachte Tyler gehässig.
Meine Augen öffneten sich. Ich saß aufrecht im Bett. Meine Wangen waren Nass von meinen Tränen, welche immer noch über meine Wangen flossen. Der Rest meines Körpers war total verschwitzt. “Es war nur ein Albtraum. Alles ist gut.“, redete ich mir selbst zu. Langsam ließ ich meinen zittrigen Körper zurück ins Sofa fallen. Allerdings gelang es mir nicht einzuschlafen. Nach diesem Traum war ich viel zu aufgewühlt und ängstlich. *Ob Brandon wohl noch wach ist?*, fragte ich mich selbst in Gedanken. Ich nahm meine Bettdecke fest an mich und tappste auf Zehenspitzen zu seiner Zimmertür, welche ich öffnete. Vorsichtig schloss ich die Tür wieder hinter mir. Dunkelheit umschloss mich. Mit vorsichtigen Schritten ging ich in die Richtung, in welcher ich sein Bett vermutete. Als ich es fand legte ich mich neben ihn unter meine Decke und schloss meine Augen.
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would you mind to be mine?
Fanfictionρrєττyмυcн Prolog: Liebe, davor haben die meisten Menschen Angst. Sie ist kompliziert und bringt Probleme mit sich. Liebe kann einen Menschen blind machen, ihn total durchdrehen lassen. Sie bereitet einem Schmerzen. Das sind die negativen Seiten. D...