Kapitel 54

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Kapitel 54
Brandon

Marry und ich unterhielten uns sehr lange miteinander. Es kamen viele verschiedene Themen zur Sprache. “Wie sieht es mit deiner Familie aus? Hast du Geschwister?“, leitete ich das nächste Thema ein. Marry wurde ungewöhnlich ruhig. Sie drehte ihren Körper von mir weg. Anscheinend war dies ein ganz sensibles Thema bei Marry, weshalb sie nicht weiter sprach. “Ist schon okay, du musst mir nichts erzählen, wenn du nicht willst.“, lächelte ich ihr freundlich zu. “Nein, ist schon gut. Irgendwann muss ich die Geschichte auch teilen.“, sagte Marry. Sie setzte sich vor mein Bett und lehnte sich dagegen. Ich setzte mich neben sie. “Mein Vater ist gestorben, da war ich schon etwas älter. Ab dann hatte ich es nicht mehr so einfach. Ich musste mich um sehr viel kümmern, während meine kleinere Schwester, wie eine Prinzessin lebte. Irgendwann bin ich dann ausgezogen und eine Freundin hat mich aufgenommen. Ab diesem Zeitpunkt war ich der Meinung, dass ich keine Familie mehr hatte. Dann kam Liv in mein Leben und Simon. Simon ist wie ein zweiter Papa für mich und Liv wie eine fürsorgliche Schwester, die ich nie hatte. Als nächstes kamt ihr Chaoten in mein Leben und-“, Marry atmete tief ein. Ihr lief eine kleine Träne über die Wange. Mit einem Finger wischte ich diese weg. Ich legte einen Arm um sie und zog sie näher zu mir. “Und jetzt habe ich wieder eine Familie. Ich bin echt froh euch zu haben. Ich bin froh dich zu haben.“ Marry sah zu mir auf und lächelte. Mit ihren großen braunen Augen strahlte sie mich an. Mein Herz machte einen Sprung. Sie sah so wunderschön aus. “Du bist froh mich zu haben?“, fragte ich überrascht, lächelte dennoch. Marry nickte mir zu. “Und wie! Du gibt's mir das Gefühl etwas Wert zu sein.“, öffnete sie ihre Gefühle und Gedanken. “Das freut mich.“, lächelte ich sie weiter an. Mein Körper kribbelte überall. Unbemerkt beugte ich mich weiter zu ihr. “Ich bin auch froh dich zu haben.“, hauchte ich gegen ihre Lippen und lehnte mich immer weiter zu ihr vor. “Das freut mich.“, lächelte Marry nun zurück. Unsere Lippen waren nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt. Ihre Augen trafen auf meine. Ich fasste mir ans Herz und tat es. Die letzten Zentimeter überbrückte ich und küsste sie. Mein Herzschlag wurde mit jeder Sekunde schneller. In meinem Bauch explodierte ein Feuerwerk und eine Gänsehaut durchfuhr meinen ganzen Körper. Ich konnte mein Glück nicht fassen. Nach viel zu kurzer Zeit löste ich mich wieder von ihr. Marry sah mich überrascht an. “Alles gut?“, fragte ich sie. “Ich weiß es nicht.“, meinte sie und stand auf. Sie verließ mein Zimmer und ließ mich einsam zurück. Habe ich eine Abfuhr bekommen? Ich hoffe nicht. War es zu Voreilig? Habe ich sie verletzt? Was ist wenn ich unsere Freundschaft gefährdet habe? Mein Kopf konnte gar nicht aufhören lauter Fragen zu produzieren. Ich hörte wie unsere Haustür aufging und sich danach sofort wieder schloss. “Na toll!“, fluchte ich laut. Ich stand auf und trat vor Wut gegen mein Bett. Mein Schienbein traf die Kante des Bettes und schon bereute ich diesen Tritt. Vor Schmerz hüpfend, hielt ich mein Schienbein fest. “Man!“, rief ich laut. Ich schmiss meine Zimmertür zu und lehnte mich dagegen. Mein Zimmer sah so ordentlich aus, wie noch nie. Trotzdem lagen auf dem Boden noch einige Kleidungsstücke herum. Um Marry stolz zu machen und um mich etwas abzulenken, räumte ich den Rest auch noch weg. Ich stellte die Musik so laut ein, wie es für mich erträglich ist. Als mein Werk vollbracht war, ließ ich mich zurück in mein Bett fallen. Ich starrte an die Decke. Wie nicht anders vorhergesehen, dachte ich an den Kuss mit Marry. War es vielleicht doch noch zu früh? Für mich nicht, ich weiß was ich für sie empfinde. Am besten sollte ich nachher noch einmal mit ihr reden. Das war eine gute Idee.

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would you mind to be mine?Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt