Kapitel 59

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Kapitel 59
Liv

Oliver tanzte uns langsame und sanfte Tanzschritte. Es sah gar nicht mal so anstrengend aus, bis er zum Refrain überging. Solche Tanzschritte würde ich doch niemals schaffen. Ohne jegliche Motivation erhob ich mich vom Boden. Oliver legte seine Hände auf meine Schultern und dirigierte mich an meinen Platz. Ich stand mittig in der ersten Reihe, rechts von mir Austin. Nick bildete hinter mir eine zweite Reihe mit Edwin und Zion. Hinter ihnen standen Marry und Brandon. “Wie ihr wisst, geht es in dem Lied von Liv darum, dass man jemanden so sehr vermisst, dass es weh tut. Wahrscheinlich habt ihr alle schon Mal dieses Gefühl erlebt. Aus diesem Grund möchte ich, dass ihr alles in diesen Tanz hineinsteckt und das bei jedem einzigen Mal.“, fing Oliver an zu reden. “Fangen wir mit dem ersten Schritt an.“, fuhr er fort. Danach folgten sämtliche Tanz Schritte, welche ich so schnell wie möglich in meinen Kopf und in meinen Körper aufnehmen sollte. Allerdings klappte alles nicht so ganze wie ich es wollte. Entweder stolperte ich über meine eigenen Füße oder ich wusste nicht weiter, manchmal war es auch beides zur selben Zeit. Heute wird echt nicht mein Tag werden. Erschöpft und deprimiert ließ ich mich zu Boden fallen. “Ich krieg das nicht hin. Ich bin einfach zu blöd dafür.“, schimpfte ich mich selbst aus. “So schlecht sieht es doch noch gar nicht bei dir aus.“, versuchte Oliver mich aufzubauen. Ich atmete laut aus. “Ich brauche eine Pause.“, teilte ich allen mit. Daraufhin stand ich auf und verließ den Raum. In diesem Moment brauchte ich frische Luft. Zielstrebig steuerte ich die Haustür an. Ich legte meine Hand auf den Türgriff. Als ich merkte, dass Jemand anderes seine Hand auf meine legte, zuckte ich zusammen. Ich sah zur Seite. Dort stand Austin. “Wohin willst du?“, hakte er nach. “Nach draußen, ich brauche frische Luft.“, antwortete ich ihm. “Das klingt gut, ich komme mit.“, meinte er und lächelte. Austin öffnete die Tür. Der frische Wind flog mir ins Gesicht und ich atmete ihn tief ein. Es war später Herbst und die Bäume verloren langsam ihre letzten Blätter. “Wie geht's dir so?“, fragte Austin, während er neben mir her spazierte. “Ganz gut.“, antwortete ich knapp. “Du hast nicht gut geschlafen, richtig?“, stellte er eine weitere Frage. Ich stellte eine Gegenfrage:“Wieso fragst du?“ “Man sieht es dir an. Du bist nicht so Energie geladen, wie sonst immer. Deine Augenringe verraten dich. Aber wer kann es dir schon übel nehmen? An deiner Stelle wäre ich genauso fertig.“, antwortete Austin mir. Ich gab nur ein leises “Mhm“ von mir, um ihm zu vermitteln, dass ich ihn gehört hatte. “Es ist okay, wenn du nicht reden willst. Du sollst nur wissen, dass ich immer für dich da sein werde.“, sprach Austin weiter. Seine letzten Worte trafen direkt mein Herz. Eine wohl bekannte Wärme stieg in mir auf. Austin zauberte ein Lächeln auf meine Lippen. “Danke, das ist schön zu wissen.“, lächelte ich ihm zu. Daraufhin legte Austin einen Arm um mich und wir liefen die Straße weiter geradeaus. Das leise Vögel gezwitscher entspannte mich, der Wind kühlte meinen Kopf. “Wie sieht es eigentlich musikalisch bei dir aus?“, fragte mich Austin eine weitere Frage. “Im Moment ganz gut. Wir suchen gerade einen Regisseur für mein Musikvideo.“, antwortete ich. “Klingt doch schonmal gut. Und wie sieht es aus mit deiner nächsten Single?“, hakte er weiter nach. “Erstmal muss ich meine erste Single veröffentlichen und dann sehen wir weiter.“, erläuterte ich. “Wann kommt sie denn raus?“, fragend sah Austin zu mir herunter. “In zwei Wochen.“, antwortete ich knapp. “Schon?! Das ging aber echt schnell! Dann musst du ja mal ein bisschen Promo machen.“, diesmal hatte er anscheinend keine Frage auf Lager. “Wird gemacht. Dann brauche ich aber deine Hilfe.“, sagte ich und sah zu ihm hoch. “Das lässt sich einrichten, meine Hilfe bekommst du immer!“, strahlte er zufrieden. Sein Lächeln steckte mich an und somit liefen wir weiter.

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