Kapitel 58

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Kapitel 58
Liv

In meinem gemütlichen Pyjama schlurfte ich auf mein Bett zu. Ich ließ mich vorwärts in dieses hinein fallen. Der heutige Tag war zwar körperlich null anstrengend, jedoch ist mein Kopf immer noch mit der ganzen Situation überfordert. Ich wusste nicht, ob ich Tod traurig sein sollte oder einfach versuchen sollte glücklich zu sein. Ich bin Single, ich muss mir keine Sorgen mehr um Scott machen. Diese Erleichterung tat eigentlich echt gut, aber ich war mehr als überfordert. Ich fühlte schon seit mehreren Woche, wenn nicht sogar seit zwei Monaten, nicht mehr dasselbe wie zuvor für ihn. Die Liebe ist zwar immer noch da, aber nicht mehr annähernd so stark, wie sie einmal war. Es tat trotzdem weh zu wissen, dass er mich erneut betrogen hatte. Und so lag ich die ganze Nacht über in meinem Bett. Hellwach und diese ganzen quälenden Gedanken in meinem Kopf. Immer wieder versuchte ich an etwas anderes zu denken. Jeder Gedankengang brachte mich schließlich doch wieder zurück zu Scott. Warum muss dieser Mensch noch so einen großen Einfluss auf mich haben? Kann ich ihn nicht einfach aus meinen Gedanken löschen, ihn aus meinem Leben verbannen?
Der Wecker klingelte und riss mich somit aus meinem zu kurzen Schlaf. Seufzend setzte ich mich auf. Mit meiner rechten Hand brachte ich den Wecker zum Schweigen. Im dunkeln tastete ich mich zu meiner Jalousie hervor, welche ich hoch zog. Der Himmel war grau und von Wolkeln bedeckte. Regentropfen fielen zu Boden. Kein einziger Strahl der Sonne traf auf den Erdboden. An diesem Tage konnte noch nicht einmal das Wetter meine Laune heben. Hoffentlich wird es beim Tanz Training besser laufen. Ich lief in Richtung Badezimmer, wo ich meine Morgenroutine durchführte. Hunger oder Appetit hatte ich nicht wirklich, deswegen verbrachte ich die restliche Zeit im Bett. Schließlich klopfte es an meiner Zimmertür und Marry trat ein. “Guten Morgen.“, lächelte sie mir sanft zu. Ich erwiderte dies. “Bereit zum Tanzen?“, fragte sie mich. Ich nickte stumpf und stand aus meinem geliebten Bett auf. Mit meinen Schuhen an den Füßen, lief ich Marry hinterher. Sie war mal wieder total übermotiviert. Brandon öffnete die Tür. Er lächelte Marry mit diesem frisch verliebten Blick an, sie waren schon echt süß zusammen. Er legte einen Arm, um seine Freundin und die beiden spazierten vor mir her. “Guten Morgen.“, begrüßte ich jeden, der sich bis jetzt im Trainings Raum befand. Ich setzte mich an den Rand des Raumes neben Nick. “Und? Wie geht's dir so?“, fragte dieser und lächelte sanft. Ich zuckte mit den Schultern. Meine Augen verfolgten unseren Trainer, welcher gerade zur Tür herein kam. “Guten Morgen, meine begabten Schüler. Heute haben wir viel vor.“, zwitscherte Oliver uns motiviert zu. Ausgerechnet heute hatte extra viel mit uns vor, was ein Zufall. Da ich jetzt schon mehr als bedient war, zog sich das über die ganzen weiteren Sekunden, Minuten und Stunden hinaus. Bevor die Jungs auf Reisen gegangen sind, haben wir zusammen unsere Choreografie zu 'Don't Let Me Down' beendet und somit studierten wir eine neue ein. Oliver drückte auf den Play Button des CD-Players. Kurz darauf dröhnte laute Musik durch meinen Kopf. Es war mein Lied, welches ich 'Miss you' getauft hatte. Die Melodien und Töne waren sehr ruhig und sanft gehalten, trotzdem bekam ich Kopfschmerzen. Unser Tanz Lehrer drückte wieder auf Pause. “War das Liv?“, fragte Zion überrascht in die Runde. “Ja und zu eurer und ihrer Überraschung studieren wir dazu eine Choreografie ein. Sie wird schließlich ein Musikvideo dazu drehen und es gibt bestimmt mehrere Live Auftritte.“, klärte uns Oliver auf. Es war das erste Mal, dass die Jungs meinen fertigen Song hörten. Zuvor habe ich ihnen, oder ehergesagt Austin, immer nur ein paar Ausschnitte gesendet. Nun war der Song fertig geworden. Das Einzige, was mich Freude fühlen ließ.

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would you mind to be mine?Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt