Kapitel 37

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Kapitel 37
Marry

Erschöpft fiel ich in mein Bett, welches zu meinem Glück rechts in der Ecke, neben der Tür stand. Ich stand jedoch wieder auf, um mir vernünftige Sachen anzuziehen. Ich kam frisch aus der Dusche und trug deswegen nur ein Handtuch um meinen Körper. Also schlüpfte ich in eine schwarze Jogginghose und in ein weißes T-Shirt, welches mit dem Schriftzug 'Enjoy Every Moment' geziert war. Als nächstes begab ich mich auf die Suche nach meiner grauen Strickjacke. Heute hatten die Jungs und wir Mädels nichts geplant, rein gar nichts. Das heißt, heute wird sich auf die Couch gelegt und es wird nichts gemacht. Mir fiel jedoch ein, dass ich meine graue Strickjacke bei den Jungs vergessen hatte. Also zog ich mir meine Schuhe an, um zu unseren Nachbarn zu laufen. Wieder einmal betätigte ich die Hausklingel und wartete gespannt. Ein frisch geduschter Nick öffnete mir die Tür. “Na? Vermisst du uns schon?“, lächelte er frech. “Sehr lustig!“, entgegnete ich ihm ironisch. “Ich habe meine Jacke vergessen.“, fügte ich noch hinzu. Nick nickte mir zu, drehte sich um und zeigte auf ein graues Kleidungsstück, welches auf der Kommode im Flur lag. Ich lief darauf zu und nahm die Jacke in die Hand. “Oh, Hey Marry!“, lächelte mir nun ein Brandon zu. Jedoch konzentrierte ich mich eher auf seinen Oberkörper, welcher komplett frei war. Brandon trug nur eine graue Jogginghose, welche so tief hing, dass man den Bund seiner Boxershorts sehen konnte. Mit dem Handtuch, welches um seinen Nacken hing, wuschelte er sich durch seine nassen Haare. “Gefällt dir was du siehst?“, hakte er nach und rüttelte mich somit wieder wach. “Warum musst du mich eigentlich immer so ärgern?“, stellte ich eine Gegenfrage. “Du fängst doch immer damit an.“, lachte Brandon. Ich verdrehte daraufhin nur die Augen. “Marry, kommst du mal?“, fragte nun Edwin, welcher dem Kopf durch die Wohnzimmertür steckte. Ich nickte und betrat den nächsten Raum. Zion saß auf dem schwarzen Ecksofa, neben ihm nun auch Edwin. Ich gesellte mich zu ihnen. “Was ist los?“, hakte ich neugierig nach. “Wie geht es euch so?“, fragte Edwin. An seinem Blick konnte ich erkennen, dass er diese Frage äußerst ernst meint. Diesmal war es keine normale Frage, um Small-Talk zu führen. Irgendwas lag ihm auf dem Herzen. “Uns geht es gut.“, antwortete ich mit einem Lächeln. “Wirklich?“, fragte Edwin weiter nach. Ich nickte. “Also, wächst euch noch nichts über den Kopf?“, fragte er weiter. Ich lachte auf. “Was soll uns denn in der kurzen Zeit über den Kopf wachsen? Etwa das tolle Wetter?“ “Man Marry, ich versuche eine ernsthafte Unterhaltung zu führen. Ihr beide seid soweit weg von zu Hause und habt nur euch. Natürlich auch Prettymuch, aber wir kennen euch erst seit kurzem. Ich wollte nur mal nachfragen. Liv sieht ständig müde aus und ihre Augenringe machen das Ganze nicht besser.“, fing er an los zuerzählen. “Edwin, du bist echt niedlich! Es freut mich, dass du dich um mich oder um uns sorgst. Aber es ist alles gut! Es ist nur heimweh, das hat jeder mal. Wir kommen damit klar, Liv kommt damit klar.“, ich lächelte ihn an. “Das beruhigt uns.“, meinte nun Zion, welcher zuvor nur still da saß. Dass sich die Jungs um mich sorgten, war ein komisches Gefühl. Es ist was anderes, als wenn sich meine Freundinnen um mich sorgten. Diese Situation war mir fremd. Jedoch, alles im guten Sinne. Mich machte es froh zu wissen, dass es noch andere Menschen da draußen gibt, denen ich etwas bedeute, die sich um mich sorgten. Mit einem Lächeln verließ ich das Haus der Jungs. Sie sind schon echt niedlich. “Ich bin wieder da!“, rief ich laut durch's Haus. Das einzige was ich vernahm, waren die leisen Klänge einer Gitarre. Ob Liv wieder Songs schreibt? Leise schlich ich mich an ihre Zimmer Tür an und lauschte.

words: 639

would you mind to be mine?Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt