Kapitel 24

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Kapitel 24
Liv

Einige Stunden vergingen. Ich bekam sämtliche Text Nachrichten, dass jeder der Jungs gut angekommen war. Auch Marry schrieb mir, jedoch im privat Chat. “Du weißt nicht was passiert ist! Ich kam am Flughafen an und Selena hat mich mit einem riesigen Blumenstrauß abgeholt. Sie meinte auch, dass sie dich vermisst und dann habe ich ihr von meinem Umzug erzählt.“, schrieb sie. “Für mich hat niemand am Flughafen gewartet.“, schrieb ich traurig. In der nächsten Nachricht schrieb ich:“Und meiner Familie habe ich auch noch nichts erzählt. Jedoch wird sich das jeden Moment ändern, wünsch mir Glück.“ Kurz nachdem ich die Nachricht abgeschickt hatte, kam auch schon Scott in die Küche reinspaziert. Er hiel das Haustelefon in der Hand. Vor mir lag ein Zettel mit allen wichtigen Stichpunkten, die ich unbedingt ins Gespräch einbringen muss. “Hoffen wir mal, dass dein Vater ans Telefon geht.“, meinte Scott und setzte sich neben mich an unseren Tresen. Das Verhältnis zwischen meiner Mutter und mir ist nicht das Beste. Wir haben so gut wie immer verschiedene Meinungen, dann entsteht eine hitzige Diskussion. Dazu kommt noch, dass meine Mutter mich kontrollieren möchte, so gut wie es geht. Egal was ich mache und wie ich es mache, sie muss mich immer verbessern und sie muss immer ihren Senf dazugeben. Es ist einfach anstrengend. “Hallo, hier bei Familie Hamilton in der Leitung.“, ertönte die Stimme meiner Mutter, wie sollte es auch anders sein. “Hallo Mama, hier spricht Liv!“, ich warf Scott einen ängstlichen Blick zu. Dieser reagierte sofort und stand von seinem Stuhl auf. Er stellte sich hinter mich und legte seine Arme um meine Hüfte. “Warum rufst du an?“, fragte meine Mutter. Sie muss schon irgendwelche Neuigkeiten reichen. “Ich wollte nur Bescheid sagen, dass Scott und ich gut angekommen sind. London war wundervoll!“, schwärmte ich. “Das freut mich doch und gibt es sonst irgendwelche Neuigkeiten? Wie geht es Marry? Wie geht es Scott?“, hakte meine Mutter nach. “Marry geht es gut. Sie ist sehr zufrieden, wie es mit ihrer Karriere bergauf geht. Scott ist Scott, ihm geht es immer blendend.“, Scott piekste mir daraufhin in die Seite und ich quiekte kurz auf. “Alles gut bei dir?“, fragte meine Mutter. Ich bejahte. “Obwohl, ich habe Neuigkeiten die euch, insbesondere dir, nicht so gut gefallen werden.“, brachte ich hervor. Ich sah auf meine Notizen, welche ich von mir weg schob. Scott umarmte mich fester. “Ach wirklich? Das hatte ich mir eigentlich schon gedacht. Dann mal raus damit!“, meinte meine Mutter, in einem nicht gerade netten Ton. “Ich war auf dieser Veranstaltung von meiner Plattenfirma, wo auch Simon Cowell war. Und dort haben sich Marry, eine andere Band und ich versammelt. Simon hatte einen Vorschlag, Marry und ich sollten zusammen nach Los Angeles ziehen um dort mit den Jungs Musik zu machen. Ich habe zu gesagt und werde in zwei Wochen in Los Angeles wohnen.“, als diese Worte endlich draußen waren viel eine Last von mir ab. “Du ziehst nach Los Angeles? Alleine?! Das kommt gar nicht in Frage! Ich werde mir diesen Simon mal ordentlich vorknüpfen.“, und so ging der Vortrag von meiner Mutter los. “Du ziehst doch nicht, ohne irgendwelche Unterstützung nach Amerika, auf einen anderen Kontinent. Die sprechen dort eine ganz andere Sprache, das geht so nicht.“, regte sie sich weiter auf. “Und ob das geht! Ich habe schon zu gesagt. Außerdem lebe ich dort mit Marry. Marry ist die Ordnung in Person, sie wird mich schon zu Recht weisen.“, versuchte ich meine Mutter zu beruhigen. “Nein, du bleibst hier in diesem Land!“, sagte sie in einem lauteren Ton ins Telefon. “Ich bin 18 Jahre alt und somit eine erwachsene Person. Ich kann tun und lassen was ich will!“, auch meine Stimme wurde lauter. Ich löste mich aus Scott seinen Armen und stand auf. “Wenn du wegziehst, musst du nicht mit meiner Hilfe rechnen.“, sagte die wütende Stimme am anderen Ende der Leitung. “Werde ich auch nicht!“, rief ich laut. “Gut, also überlege gut was du tust!“, danach hörte ich nur noch ein tuten. “Sie hat aufgelegt. Meine Mutter hat einfach aufgelegt, ich glaube es nicht.“, lachte ich entsetzt. “Morgen hat sie sich wieder beruhigt.“, sagte Scott und lächelte mir sanft zu. “Hoffentlich.“, meinte ich. Ich stellte das Telefon zurück in dessen Station. Danach legte ich mich auf unser Sofa und atmete einmal tief durch.
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Typisch Eltern oder Mütter. Wer kennt diese Art von Eltern noch? Wahrscheinlich Jeder.

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