Kapitel 51
BrandonDie Zeit verflog weiter, bis irgendwann zwei Stunden vorüber waren. Austin ist immer noch nicht zurückgekehrt, was die Anderen auch endlich bemerkten. “Leute, wo ist eigentlich Austin?“, fragte Nick in die Runde. Dieser setzte sich wieder zu uns auf die Couch. Zion beugte sich zu ihm vor und griff in die Schüssel voller Popcorn, welche Nick auf seinem Schoß platziert hatte. “Er wollte nur kurz zu Liv rüber.“, klärt Marry ihn auf, wobei sie das 'kurz' besonders betonte. “Uh, wer weiß was da gerade abläuft.“, meinte Edwin und wackelte mit seinen Augenbrauen auf und ab. Ich holte aus und schlug ihn vor die Brust. “Mensch Edwin.“, ermahnte ich ihn. “Was denn?!“, beleidigt sah er mich an. “Du kannst echt nervig sein.“, beschwerte ich mich weiter. “Sagte die viel größere Nervensäge.“, mischte sich Zion lachend ein. “Ihr seid doch alle blöd.“, schmollte ich. “Aw, ich mag dich noch!“, lächelte mich Marry an und legte ihren Kopf auf meine Schulter. Ihr Blick war auf den Fernseher gerichtet, wo wir gerade irgendeinen Action Film sahen. “Jetzt mal zurück zum Thema. Wenn Austin bald nicht auftaucht, muss ich entweder in seinem Bett schlafen oder die beiden hochklingeln. Er hat meinen Haustürschlüssel.“, beschwerte sich Marry. “Du kannst ja bei Brandon im Bett schlafen.“, schlug Edwin vor. Schon wieder kassierte er einen Schlag von mir. “Was habe ich denn jetzt schon wieder gesagt?“, rief dieser empört aus. Ich nahm ein leises Lachen von Marry wahr. “Viel weiter sind wir jetzt auch nicht.“, beteiligte sich Nick wieder an unserer Unterhaltung. “Vielleicht sollten wir sie einmal anrufen.“, schlug Zion kauend vor. Wir alle nickten zustimmend. Marry zückte als erstes ihr Handy. Auf ihrem Sperrbildschirm konnte ich ein Bild von ihr und ihrer besten Freundin erkennen, sie sahen sehr glücklich aus. Ihr Startbildschirm zierte ein anderes Bild. Um genau zu sein, war es ein Bild von ihr, meiner ganzen Band und Liv. Marry wählte den Kontakt von Liv aus und rief diese an. Sie stellte auf Laut, damit jeder es hören konnte. Der Anruf wurde durchgestellt und nun ertönte dieses wohl bekannte piepen. Nichts. Niemand nahm ab. Als nächstes wurde Austin angerufen, auch er nahm nicht ab. “Ist das deren Ernst? Was machen die denn bitte?“, regte sich Marry künstlich auf, lachte jedoch danach. “Also, das Angebot von Brandon's Bett steht immer noch.“, gab Edwin seinen Käse dazu. “Edwin, noch ein Wort und die Schüssel Popcorn landet in deinem Gesicht.“, drohte ich ihm. “Das ist mein Popcorn! Du kannst die Deko nehmen.“, lachte Zion. Er zog die Schüssel beschützerisch an sich. “Ihr seid mir vielleicht auch komische Chaoten.“, lachte Marry kopfschüttelnd. “Besser komische Chaoten, als eigenartige Spießer.“, verteidigte sich Nick. “Ja ja, schon gut.“, lachte Marry weiter. Da wir unser Problem immer noch nicht gelöst hatten, gingen wir schließlich alle zusammen rüber. Draußen war es dunkel. Bis auf einige Straßenlaternen, die schwach vor sich hin flimmerten, brachten nur die Sterne und der Mond Licht auf die Erde. Der kalte Wind ließ mir eine Gänsehaut über meinen Rücken laufen. Es war kurz nach 1:00Uhr Morgens. “Ist euch auch so kalt?“, fragte Marry in die Runde. Ohne zu zögern, zog ich meine Strickjacke aus und legte diese um ihre Schultern. Dankend lächelte sie mich an. “Der Wind ist echt blöd.“, jaulte Nick. Ich nickte ihm zu. Marry schritt zur Eingangstür ihres Hauses vor. Sie betätigte die Klingeln und wir warteten. Nichts. Sie drückte noch einmal auf die Klingeln. Wieder keine Reaktion. “Als wenn ein Mensch so tief schläft.“, fauchte Marry. “Ganz ruhig, Tiger.“, lachte ich. “Wir haben genug Platz.“, fügte ich schnell hinzu. “Nee, das macht mich echt nervös. Was ist, wenn ihnen etwas passiert ist?“, fragte Marry mich. Ihre großen braunen Augen sahen mich dabei besorgt an. Mein Herz schlug schneller. Noch ein einziges Mal betätigte Marry die Klingel.
words: 633

DU LIEST GERADE
would you mind to be mine?
Fanfictionρrєττyмυcн Prolog: Liebe, davor haben die meisten Menschen Angst. Sie ist kompliziert und bringt Probleme mit sich. Liebe kann einen Menschen blind machen, ihn total durchdrehen lassen. Sie bereitet einem Schmerzen. Das sind die negativen Seiten. D...