Kapitel 60

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Kapitel 60
Liv

Nachdem Austin und ich von unserem ruhigen Spaziergang zurück kamen und in den Tanz Saal eintraten, schauten uns alle fragend an. Marry stand auf und kam auf mich zu. “Wo wart ihr so lange? Wir haben uns Sorgen gemacht!“, meckerte sie drauf los. “Wir waren nur kurz spazieren, alles ist gut.“, versuchte Austin sie zu beruhigen. “Ihr wart eine ganze Stunde weg, ohne irgendwelche Anzeichen darauf, wo ihr wart.“, rief Edwin uns zu. Ich sah zur großen Uhr hoch, welche an der Wand gegenüber hing. Sie hatten Recht, wie schnell die Zeit vergeht. “Tut uns leid.“, meinte ich. “Sollte es besser auch. Wir haben wertvolle Zeit verloren.“, äußerte sich Oliver nun zu der Situation. “Auf eine Stunde kommt es doch auch nicht an.“, mischte sich Zion nun ein. “Wir haben einen strikten Zeitplan, alles muss bis in zwei Wochen sitzen. Wenn wir das nicht hinbekommen, bin ich einen Kopf kürzer.“, erklärte uns Oliver. “Warum genau zwei Wochen?“, hakte Brandon neugierig nach. “Da wird 'Miss You' veröffentlicht.“, klärte Marry ihn auf. Brandon lächelte zufrieden:“Wie schön! Das freut mich.“ Nachdem alle Fragen und Angelegenheiten geklärt waren, ging es mit dem Tanzen weiter. Jedoch war ich genauso wenig motiviert, wie zuvor auch. Hierbei ging es zwar um meinen Song und um meine Zukunft, um meinen Erfolg, aber im Moment geht so viel in meinem Kopf vor, zu viel. Ich hatte dieses Lied ursprünglich für Scott und für meine Familie geschrieben. Sie alle waren und sind immer noch weit entfernt von mir, nur interessiert es mich jetzt weniger als zuvor. Ich habe Scott verloren und meine Familie kümmert sich nicht wirklich um mich. Es gibt gar keinen Grund dafür, warum ich meine Seele in diesen Tanz hineinstecken sollte. Das einzige was ich spürte waren Enttäuschung und Wut. Es machte mich wütend, dass ich ihm wirklich noch vertraut hatte. Es machte mich wütend, dass sich meine Familie nicht mehr für mich interessierte. Diese Gefühle in mir zu haben, war einfach schrecklich. “Hey Liv, hast du auch Lust bei uns zu essen?“, rief mir Brandon zu. Das Training war beendet und ich sammelte gerade meine sieben Sachen zusammen. “Nein, ich habe keinen Hunger.“, meinte ich zu ihm, obwohl mein Magen schon vor einer Stunde anfing zu knurren. “Bleibst du denn noch ein wenig?“, hakte Marry nach. Auch diese Frage verneinte ich. “Ich werde duschen gehen und dann versuchen zu schlafen.“, erklärte ich ihr und verließ den Raum, nachdem ich mich von allen verabschiedet hatte. “Warte!“, rief mir Jemand hinterher. Austin kam auf mich zu gelaufen. “Ich bring dich noch bis zur Tür.“, lächelte er mir zu. Schweigend gingen wir zu seiner Haustür. Austin öffnete diese und lief hinter mir nach draußen. Er brachte mich zu meiner Haustür und nicht zu seiner. “Warum bist du immer so nett zu mir?“, fragte ich ihn ganz offen. Diese Frage brannte mir schon lange auf meinem Gedächtnis. “Ich denke, dass du in diesem Moment etwas Unterstützung brauchst und Liebe täte dir bestimmt auch gut. Ich weiß, wie du dich gerade fühlst. Genau das Gleiche habe ich auch durchgemacht.“, antwortete Austin mir. “Und, warum sollte ich nicht nett zu dir sein? Du hast mir ja nie etwas getan.“, fügte er noch hinzu und lächelte mich an. Schon wieder spürte ich dieses warme Gefühl in meinem Bauch. “Du bist echt süß. Danke.“, lächelte ich zurück. Ich ging einen Schritt auf Austin zu und dann umarmte ich ihn. Dieser legte seine Arme um mich. Er zog mich näher an sich. Es tat gut mal wieder von Jemandem umarmt zu werden. Ich fühlte mich in Sicherheit und geborgen. Es fühlte sich so an, als würde er das ganze Schlechte in mir, aus mir herausziehen und den leeren Platz mit etwas besserem füllen.

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would you mind to be mine?Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt