Kapitel 41

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Kapitel 41
Austin

Ich verabschiedete mich mit einem “Bis nachher!“, welches ich laut durch das ganze Haus rief, von den Jungs kam genau das gleiche zurück. In meiner schwarzen Jeans, einem weißen T-Shirt und einem in weiß, grün und schwarz karierten Hemd darüber und meinen weißen Converse verließ ich das Haus. Schnurstracks lief ich auf die Haustür von Marry und Liv zu. Es kam mir vor als würde ich ein Mädchen für ein Date abholen, irgendwie schräg. Ich betätigte die Klingel. Eine lächelnde Liv öffnete mir nun die Tür. “Bist bereit?“, fragte ich sie lächelnd. “Und wie!“, meinte diese und sprang fröhlich in die Luft. Liv schnappte sich ihre schwarze Handtasche und lief zu meinem Auto vor. Sie trug eine schwarze Jeans mit Rissen an den Oberschenkeln, weiße Schuhe von Adidas und ein graues T-Shirt mit einem Alien Kopf darauf, welches sie in ihre Hose gesteckt hatte. Ich setzte mich auf den Fahrersitz. Die Fahrt ging los. Anfangs war es still. Nur das Radio brachte Geräusche in unsere Umgebung. “Wie läuft es eigentlich so? Alles gut?“, fragte ich schließlich. Edwin hatte mir von seiner Unterhaltung mit Marry erzählt. Ich muss jedoch noch einmal selbst nachhaken. “Muss ja irgendwie laufen.“, antwortet Liv und sah zu mir rüber. “Wie meinst du das?“, hakte ich nach. “Naja, ich bin weit weg von allem was ich Liebe. Da ist es klar, dass man zu Anfang Schwierigkeiten hat.“, sagte sie daraufhin. “Du hast Recht. Ich mach dir ein Angebot, sobald du dich schlecht fühlst, kommst du zu mir rüber und wir schauen uns irgendwelche lustigen Serien an. Wie klingt das?“, machte ich einen Vorschlag. Ich kann es nicht mit ansehen, wenn es Menschen schlecht geht, die ich gern habe. “Das klingt super, danke Austin.“, strahlte meine Beifahrerin. Die restliche Autofahrt redeten wir über das Tanz Training und Musik. Da ich von Marry weiß, dass Liv gerade an einem Song sitzt, frage ich natürlich was es damit auf sich hat. Sie meinte jedoch nur, dass es ihr hilft ihre Gefühle zu verarbeiten. “Irgendwo muss man ja seine Gefühle rauslassen und hinein verarbeiten.“, sagte sie. Ich nickte verständnisvoll. Das kannte ich allzu gut. Auch ich schreibe Songs oder mache mir Notizen, wenn ich ein bestimmtes Gefühl verarbeiten muss. Es tut gut alles nieder schreiben zu können. Das Gefühl verlässt deinen Körper und nistet sich auf dem Blatt Papier ein, es wirkt befreiend.

“Bitte aussteigen!“ Ich parkte mein Auto in einem Parkhaus, nahe der Innenstadt, und stellte den Motor aus. Liv und ich stiegen aus und liefen los. Eher gesagt lief ich los und sie mir hinterher, da alles fremd für sie ist. “Das hier ist aber kein Shopping Trip, in dem du jedes Mode- und Schmuckgeschäft abklappern kannst.“, ermahnte ich Liv. “Obwohl ein paar Geschäfte schon drin sind.“, lächelte ich nun. “Yay, das freut mich!“, Liv sprang auf und ab. Lachend schüttelte ich den Kopf. Anscheinend hat sie heute extra gute Laune. Als erstes liefen wir auf meinen aller liebsten Laden zu. Dort gibt es sämtliche Comics, Fanartikel zu jedem Computerspiel, Anime, Manga und ähnlichem. “The Legend of Zelda!“, quietschte Liv und lief darauf zu. “Mein Bruder liebt dieses Nintendo Spiel, ich muss ihm unbedingt was kaufen.“, redete sie drauf los. “Wie findest du das Oberteil? Oder ist das besser?“ Sie streckte mir zwei Oberteile zu. Voller Überforderung schaute ich zwischen den beiden Teilen umher. “Ich weiß es nicht, aber ich denke das.“, mit einem Finger zeigte ich auf das Rechte. Liv nickte und hing das Linke zurück auf den Ständer. *Das kann ja noch stressig werden.*, dachte ich und schmunzelte. Wir liefen weiter durch den Laden, bis jeder von uns ein paar Sachen ausgesucht hat und diese dann auch kaufte. Wir bezahlten und ich als Gentleman nahm Liv die Tüte ab und trug diese die restliche Zeit über mit mir herum. Als nächstes klapperten wir ein paar simple Modegeschäfte ab. Zum Glück wurde nur ein einziges Teil gekauft, so dass ich noch eine weitere Tüte tragen musste.

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