Kapitel 48

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Kapitel 48
Austin

Meinen Koffer hinter mir her ziehend, lief ich den Flughafen in Los Angeles entlang. Vor mir liefen alle anderen Jungs und der Rest unseres Teams um uns herum verteilt. Wir Jungs waren auf der Suche nach Liv und Marry, welche uns von hier abholen sollten. “Könnt ihr sie schon sehen?“, rief Brandon uns allen zu. “Nein!“, meinte Nick. Alle anderen schüttelten mit den Köpfen. “Da ist Marry!“, rief ich plötzlich und fuchtelte mit einem Arm durch die Luft. Mit schnellen Schritten kam sie auf uns zu und wir auf sie. “Hallo Jungs, ich habe euch so vermisst.“, lächelte Marry uns zu. Danach bekam sie von jedem von uns eine Umarmung. “Aber, wo ist Liv?“, fragte Nick. Jetzt bermerkte auch ich, dass sie nicht da war. “Sie fühlte sich nicht gut, ich glaube sie wird krank, wenn sie es nicht bereits ist.“, erklärte Marry. “Die Arme! Dann muss ich ihr nachher mal einen Besuch abstatten.“, brachte ich hervor. Es ist kurz nach zwölf Uhr Nachts, mit Glück ist sie noch wach. “Mach das ruhig. Ich werde euch noch etwas Gesellschaft leisten. Ich möchte schließlich jedes einzelne Detail euerer Reise durch die halbe USA wissen.“, trällerte Marry fröhlich vor sich hin. Jeder der Jungs, inklusive mir, verabschiedete sich noch einmal von unserem Team. Zusammen quetschten wir uns in ein Taxi, da mein Auto zu Hause in der Garage stand und Marry noch keinen Führerschein hat. Schon auf der Fahrt nach Hause fragte Marry uns einige Dinge. Diese Fragerei ging zu Hause weiter. Allerdings flüchtete ich vor ihren endlosen Fragen, um Liv zu besuchen. “Ich komme gleich wieder, dauert nicht lange.“, rief ich den Jungs zu. Mit dem Haustür Schlüssel von Liv's braunhaariger Mitbewohnerin schloss ich die Tür auf. Weitere Dunkelheit umschlang mich. Die Wand zu meiner linken tastete ich nach einem Lichtschalter ab, welchen ich letztendlich auch fand. Das Haus sah aus wie immer. Zielstrebig lief ich auf das Zimmer von Liv zu. Ich klopfte vorsichtig an die Tür und öffnete diese daraufhin. Die große Lichterkette über ihrem Bett brachte Licht ins Zimmer. Unter der Bettdecke konnte ich Liv erkennen. Sie sah so friedlich aus. Um sie herum lagen überall Taschentücher verteilt, genauso wie um den Mülleimer herum. *Werfen und Zielen ist wohl nicht ihre Stärke.*, dachte ich und schmunzelte. “Liv, rate mal wer wieder zurück in Los Angeles ist.“, brachte ich in einer angenehmen Lautstärke hervor. Ich beobachtete ihren Körper, welcher sich kein Stück bewegt. Meine Beine machten sich selbstständig und zogen den Rest meines Körpers mit zu dem Bett von Liv. Ich setzte mich auf den Rand ihres Bettes. Mit einer vorsichtigen Handbewegung strich ich ihr alle blonden Haarsträhnen aus ihrem Gesicht. “Hey Liv.“, begrüßte ich sie noch einmal vorsichtig. Diesmal reagierte sie darauf. Liv drehte sich zu mir und setzte sich auf. Mit kleinen erröteten Augen sah sie mich an. Ihre Wimperntusche war total verschmiert. “Hey Austin.“, sagte Liv mit kratziger Stimme. Sie brachte ein schwaches Lächeln hervor. Ein weiteres Mal sah ich mich in ihrem Zimmer um. Nun reimte ich eins und eins zusammen. Sie ist nicht krank, sie ist traurig. “Was ist passiert?“, mitleidig sah ich sie an. Liv schüttelte nur den Kopf, welchen sie kurz später in den Nacken legte und ihre Lippen aufeinander presste. “Okay, du musst es mir nicht sagen. Aber lass mich wenigstens für dich da sein.“, sprach ich ihr zu. Nun nickte Liv. Daraufhin zog ich meine Schuhe aus und krabbelte zu ihr ins Bett. Das blonde Mädchen legte ihren Kopf auf meine Schulter und kuschelte sich an mich. Es fühlte sich gut an. Mein Herz klopfte schneller. Am liebsten würde ich für immer in dieser Position verharren. Es war still, für meinen Geschmack etwas zu still. Dann ertönte ein lautes vibrieren, welches von dem Handy von Liv verursacht wurde. “Dein Handy klingelt. Es ist Scott.“, sagte ich zu ihr und ich stupste sie leicht an. “Geh da bloß nicht ran!“, ermahnte sie mich. Das vibrieren verstummte und ich konnte hören, wie Liv anfing zu weinen.

words: 667

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