Kapitel 49

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Kapitel 49
Austin

Immer noch saß ich bei Liv im Bett. Ihr Gesicht hatte sie in meiner Halsbeuge vergraben und sie weinte bitterlich vor sich hin. Im Moment fühlte ich mich hilflos, da ich nicht wusste was vorgefallen war. Ich konnte ihr nicht helfen, egal wie sehr ich es wollte, ich konnte es nicht. Ich fühlte mich überfordert, da ich nicht wusste was ich für sie tun kann. Ob ich Marry holen sollte? Ob ich jemanden anrufen sollte? Ob ich einfach hier sitzen sollte und ihr leise Gesellschaft leisten sollte? Ich weiß es nicht. Das Einzige, was ich in diesem Moment tat, war sie näher an mich heran zu ziehen. “Liv.“, sprach ich vorsichtig ihren Namen aus. “Möchtest du mir wirklich nicht erzählen was los ist?“, fügte ich hinzu. Liv sah zu mir auf. Tränen flossen aus ihren Augen. “I-Ich möchte, aber ich k-kann nicht.“, stotterte sie vor sich hin. Mit einem traurigen und besorgten Gesichtsausdruck musterte ich sie. Liv drehte sich von mir Weg. Sie nahm ihr Handy in die Hand und entsperrte dieses. Auf WhatsApp suchte sie nach einem Chat Verlauf, nach dem von ihr und Scott. Sie scrollte etwas nach oben und drückte mir das Handy dann in die Hand. “Lies es dir durch.“, sagte sie. Das Erste was ich sah, waren eine Reihe von Bildern. Diese Bilder wurden in einem dunklen Club aufgenommen. Ich konnte ein hübsches, zierliches Mädchen erkennen, es war jedoch nicht Liv. Dieses Mädchen klammerte sich an einen Jungen. Auf dem nächsten Bild küssten sie sich. Die Unterschrift des Bildes, welche von Liv in Großbuchstaben verfasst worden war, lautete wie folgt:“Ist das dein ernst?! Ich dachte ich könnte dir vertrauen! Ich dachte du liebst mich! Anscheinend habe ich zu viel gedacht. Du bist ein verlogener Mistkerl, das war's mit uns!“ Ich sah zu ihr hoch. “Liv, das t-“ Liv unterbrach mich. “Du musst weiterlesen.“, sagte sie. Ich hörte auf sie und las mir die nächste Nachricht durch. Diese kam von Scott:“Nein Liv, hör auf. Das war es nicht mit uns. Ich liebe dich immer noch! Ich wollte es dir ja sagen, aber ich wusste nicht wie. Auf dem Bild war ich stockbetrunken. Bitte, bleib bei mir.“ Ich schüttelte den Kopf. “Hör auf mir immer mein Herz zu brechen. Es ist doch klar, dass ich irgendwann nicht mehr kann. Ich bin durch mit dir, Scott!“, schrieb Liv dahinter. “Ich weiß, dass ich diesen Fehler schon einmal gemacht habe und ich weiß auch, dass du große Angst davor hattest. Bitte verzeih mir noch ein einziges Mal, bitte. Ich werde mich bessern, mich ändern. Es war doch nur ein Kuss, ich war betrunken. Das alles war ein riesiger Fehler.“, las ich die nächste Nachricht von Scott durch. “Nein Scott. Einfach Nein. Ich möchte, dass du aus meinem Leben verschwindest.“, antwortete Liv auf die vorherige Antwort. “Ganz ehrlich, dann schieß mich doch ab! Ohne mich bist du Nichts, du warst schon immer ein Nichts. Deine ganzen Selbstzweifel können meinetwegen wahr werden. Bist du so naiv und denkst wirklich, dass Simon aus dir einen großen Star machen kann? Aus Liv Hamilton? Dann viel Glück, meine Unterstützung hast du nicht.“ Nachdem ich diese Nachricht gelesen hatte, fiel mir alles aus dem Gesicht. Wie kann ein Mensch soetwas schreiben? Er hat sie geliebt, wenn er dies nicht sogar auch vorgetäuscht hat. Ich sah vom Handy Bildschirm zu Liv hoch. Sie hielt ihre Hand vor ihren Mund, um keinen Laut zu machen. Immer mehr Tränen bahnten sich den Weg über ihre Wangen. “Ich kann nicht mehr.“, presste sie unter all den Tränen hervor. “Komm her.“ Ich breitete meine Arme aus und nahm sie schützend in den Arm. “Versuche dich etwas zu beruhigen.“, hauchte ich ihr zu. “Danke, dass du hier bist.“, ertönte ihr zitternde Stimme. Ich zog ihren zierlichen Körper näher an mich. Wie konnte ich sie denn auch in so einem Zustand alleine lassen. Ich würde so lange bei ihr bleiben, bis sie eingeschlafen ist und ich sie mit gutem Gewissen zurücklassen konnte. “Ich bleibe so lange, bis du mich bittest zu gehen.“, lächelte ich ihr sanft zu.

words: 682

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