Kapitel 26
Liv
“Ist das Gespräch endlich zu Ende?“, lachte Scott. Er trat wieder in die Küche. Den Frühstückstisch hatte er schon vor 15 Minuten leer geräumt und ging dann ins Bad um sich frisch zu machen. Er trug nun eine dunkle Jeans Hose und einen schwarzen Pulli mit Aufdruck. “Marry ist eingeschlafen.“, meinte ich und konnte mir ein Lachen nicht verkneifen. “Dann mach dich mal frisch, ich wollte noch einkaufen.“, lächelte er. Ich nickte und sprang von meinem Stuhl auf. Anstatt an Scott vorbei zu laufen, lief ich direkt auf ihn zu. Ich zog ihn in eine lange Umarmung. “Ich werde dich so vermissen.“, meinte ich zu ihm. Er drückte mich näher an sich. “Ich dich auch!“, erwiderte er. Ich legte meinen Kopf in den Nacken, um zu ihm hoch zusehen. Er sah zu mir herab. Wir beide sahen uns lange in die Augen, bis er mich küsste. Mein Herz zog sich vor Schmerz zusammen. Zu wissen, dass ich ihn für längere Zeit nicht sehen konnte, nicht berühren konnte, machte mich fertig. Langsam löste ich mich von seinen Lippen. “Ich geh mich dann mal umziehen.“, meinte ich zu ihm. Meine Beine trugen mich ins Badezimmer. Dort band ich mir die Haare zu einem Dutt, aus welchem an jeder Seite ein paar Strähnen meines blonden Haares heraus hingen. Da es Herbst war und ich in Deutschland lebe, herrschte draußen eine eisige Kälte und wie immer regnete es auch. Deshalb zog ich mir eine schwarze lange Hose an und einen weiten kuscheligen Pulli in grau. Darauf waren mehrere Blumen in verschiedenen Farben gedruckt. Ich trat aus dem Badezimmer heraus und lief den kleinen Flur in Richtung Wohnzimmer und Küche, da diese beiden Räume miteinander verbunden waren. “Bist du bereit für frische Luft?“, fragte Scott. Er saß in seiner Winterjacke, mit Mütze auf dem Kopf und Winterstiefel an den Füßen, auf dem Sofa. Er warf mir einen erwartungsvollen Blick zu. “So wie du auf dem Sofa sitzt, kann ich ja wohl nur Ja sagen.“, scherzte ich. Also lief ich auf unsere Garderobe zu und zog mich dem Wetter entsprechend an. Wir klapperten die verschiedensten Supermärkte ab und liefen dann zu Fuß eine Runde durch die Stadt. Es war schön sich nochmal alles in Ruhe anzuschauen, bevor ich dieses Land verlassen werde. Nach dem erholsamen Spaziergang machten wir es uns zu Hause auf der Couch gemütlich. Scott schmiss den ersten Film der Herr der Ringe Trilogie ein. Mit einer Chips Tüte zu meiner Rechten und Popcorn zu meiner Linken lässt es sich doch leicht leben. Es wurde immer und immer später, bis ich mit meinem Kopf lehnend an der Schulter von Scott, einschlief. Das einzige was ich noch merkte war, wie die Stimmen um nich herum leiser wurden. Scott legte seine Arme unter meine Beine und hob mich vom Sofa. Seinen Bewegungen zu folge, trug er mich in unser Schlafzimmer. Dort spürte ich die weiche Matratze unter mir. Die warme Bettdecke legte er vorsichtig über meinen Körper. Noch vorsichtiger, platzierte er einen Kuss auf meiner Stirn. “Schlaf schön.“, flüsterte er durch die Dunkelheit. “Gute Nacht.“, murmelte ich. Ich drehte mich auf meine rechte Seite und kuschelte mich in mein Bett. Einen schöneren Weg einzuschlafen, gab es für mich nicht. Einen schöneren Weg aufzuwachen, wie an dem nächsten Tag, gab es ebenfalls nicht. Eine tiefe raue Stimme schallte durch meinen Kopf:“Liv, aufwachen! In ein paar Stunden geht dein Flug.“ Langsam öffnete ich die Augen. Scott stützte sich mit seinen Armen neben meinem Kopf ab. Sein Gesicht schwebte dicht über meinem. “Guten Morgen Sonnenschein!“, lächelte er mich an. Er beugte sich zu mir herunter, um mir einen Kuss zu geben. Jedoch hielt ich ruckartig meine Hand vor meinen Mund. “Ich habe noch keine Zähne geputzt.“, nuschelte ich. “Ich schon.“, erwiderte Scott und amüsierte sich sichtlich über mich. Schließlich bekam er seinen Kuss. Ich sprang aus meinem Bett und startete in den Tag. Mein Flug würde um 8Uhr starten, also los geht's!
-
Scott und ich standen nun mitten im Flughafen. Wir hielten uns lange in den Armen. Bis sich einer von uns traute, den anderen loszulassen. Zum Abschied schenkten wir uns noch einige traurige Blicke und tauschten den ein oder anderen kitschigen Satz aus. Ich gab ihm einen Kuss, wischte mir die Tränen aus dem Gesicht und lief los in Richtung Flugzeug.
[×××]
Jetzt geht es ab nach Los Angeles🎉 Wart ihr dort schon einmal? Oder überhaupt in der USA? Ich nämlich nicht, sad life.
DU LIEST GERADE
would you mind to be mine?
Fanfictionρrєττyмυcн Prolog: Liebe, davor haben die meisten Menschen Angst. Sie ist kompliziert und bringt Probleme mit sich. Liebe kann einen Menschen blind machen, ihn total durchdrehen lassen. Sie bereitet einem Schmerzen. Das sind die negativen Seiten. D...
