Kapitel 44

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Cassandras P.O.V.

Ich sah ihn nervös an, mein Herz schlug wie verrückt und ich hatte keine Ahnung, was ich sagen sollte. Er schwieg immer noch, doch sein Blick haftete seit mehreren Minuten auf unseren Händen, welche immer noch auf meinem Bauch lagen.

Es verletzte mich zu sehen, dass er sich nicht zu freuen schien. Es war zu früh. Doch Harry müsste doch eigentlich wissen, ob das eine gute Idee war oder nicht. Und nur deshalb hatte ich doch auch auf ihn gehört. Er hätte es gewusst, wenn es zu früh gewesen wäre. Louis musste einfach bereit sein.

Durch die Nervosität begann ich auf einmal, am ganzen Körper zu zittern. "Louis..." Wieder sprach ich seinen Namen aus in der Hoffnung, dass es etwas helfen wurde. Doch er schien immer noch wie erstarrt zu sein. "Louis sag doch etwas.", bat ich ihn mit zitternder Stimme und schluchzte leise, da sich, seit er nichts mehr gesagt hatte, viele Tränen den Weg über meine Wangen gebahnt hatten.

Plötzlich sah ich, wie auch Louis eine einzelne Träne über die Wange lief, bevor seine Mundwinkel leicht in die Höhe zuckten und er ein schwaches Lächeln auf seinen wundervollen Lippen hatte.

Ich atmete erleichtert aus, als ich es sah. Gerade hatte ich noch riesen Angst gehabt, dass er ausrasten würde. Doch das war nicht der Fall. Er blieb ruhig, lächelte sogar. Trotzdem wusste ich nicht ganz genau, wie ich das deuten sollte. Er sollte endlich mit mir sprechen!

"Du bist schwanger.", flüsterte er schließlich leise. Es beruhigte mich, seine Stimme endlich wieder zu hören. "Du bist schwanger.", wiederholte er erneut, bevor er seinen Blick von unseren Händen abwandte und mir wieder in die Augen sah, das Lächeln war immer noch auf seinen Lippen abgebildet. "Schwanger.", murmelte er, während er leicht den Kopf schüttelte und anschließend seine Hand von meinem Bauch löste, bevor er seine arme um mich legte und mich in eine innige Umarmung zog.

Ich konnte nicht anders als einfach zu lächeln, während ich meine Arme ebenfalls um ihn legte und einfach die Augen schloss, um seine Nähe im Moment einfach genießen zu können. Es tat so gut zu wissen, dass er immer noch für mich da war, dass er bei mir war, egal was war.

Wir verharrten für eine gefühlte Ewigkeit in dieser wundervollen Umarmung, bevor wir uns wieder lösten und er mir direkt in die Augen sah.

"Das ist unglaublich.", sagte er und schüttelte leicht den Kopf. Ich konnte ihm nur zustimmen. "Wie weit bist du?", fragte er anschließend und legte wieder eine Hand an meine Wange. So emotional hatte ich Louis noch nie gesehen. Es war unfassbar. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass er bei einer Nachricht wie dieser, so reagieren würde.

Ich musste kurz überlegen, bis ich realisierte, was er von mir wissen wollte. "Äh ich.... ich bin im ersten Monat.", erklärte ich ihm und lächelte schwach, da ich daran denken musste, dass es wahrscheinlich passiert war, als wir das letzte mal Sex gehabt hatten.

Er sah wieder auf meinen Bauch. "Wow.", sagte er nur. Dieses Lächeln auf seinen Lippen war so wundervoll, so glücklich und es schien so ehrlich gemeint zu sein. "Deshalb geht es dir so übel?", fragte er schließlich etwas ernster und sah mir wieder in die Augen. 

Irgendwie hatte es ja etwas sehr Unangenehmes, dass er ständig auf meinen Bauch schaute, doch damit müsste ich jetzt leben. Falls ich das Kind denn behalten würde, denn noch wusste Liam ja nichts davon. Ohje, ich wollte nicht wissen, was er sagen würde. Und was war mit meinen Eltern? In zwei Monaten würde man schon einen deutlichen Bauch bei mir sehen und dann würde ich ja weitere zwei Monate bei meinen Eltern verbringen. Verdammt, daran hatte ich wirklich noch gar nicht gedacht und ich wünschte, ich hätte mir diesen Gedanken auch nie ins Gedächtnis gerufen.

It makes me feel aliveGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt