Kapitel 26

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Louis' P.O.V. 

Ich konnte mir denken, was Cassy mit Liam besprechen musste und vor allem, was sie ihm sagen würde. Seit ich vorhin mitbekommen hatte, vor was für eine Wahl er seine Schwester gestellt hatte. Sie würde sich nicht gegen ihre Familie stellen. So ein Typ war Cassy einfach nicht. In solchen Fällen war sie eindeutig wie Liam. Die Familie war bei den Payne's immer auf Platz 1, egal in welcher Situation. 

Nun saß ich immer noch am Esstisch, Zayn hatte sich mittlerweile direkt neben mich gesetzt und sah mich besorgt an. Nach dem Harry und Niall sich auch verzogen hatten, hatte ich Zayn alles erzählt. Er war selbst geschockt von Liam. Das war nun mal auch einfach nicht seine Art. Liam sagte so verdammt oft, wie viel wir Jungs ihm bedeuteten und wie sehr er sich in jeder Situation für uns freute, doch momentan merkte ich davon überhaupt nichts. Ihn interessierte nur seine Schwester und das, was angeblich gut für sie war. Verdammt nochmal, Cassy war meine erste richtige Freundin und man sah uns doch an, dass wir glücklich waren. Wieso musste Liam das kaputt machen? Ich verstand ihn einfach nicht. Und Liam und ich waren die aus der Band, die sich eigentlich am Besten miteinander verstanden, auch wenn wir alle wie eine Familie füreinander waren. 

"Vielleicht entscheidet sie sich ja doch nicht für Liam." sagte Zayn und zuckte leicht mit den Schultern, nachdem er noch einen großen Schluck von seiner Cola genommen hatte. 

Es freute mich ja für ihn, dass wenigstens er so positiv denken konnte, aber bei mir ging das in dem Moment einfach nicht. "Wir wissen beide, dass sie sich für Liam entscheiden wird. Die Familie ist ihr am Wichtigsten und das ändert sich nicht." konterte ich und fuhr mir durch die Haare.

Ich lehnte mich zurück und sah einfach an die Wand gegenüber von uns beiden. Wenn ich ehrlich war, wollte ich eigentlich gerade mit niemandem reden. Nicht mit Zayn, Harry, Niall, Cassy und schon gar nicht mit Liam. Naja, falls Liam überhaupt jemals wieder ein Wort mit mir wechseln würde. Vielleicht würde er das ja wirklich, wenn Cassy ihm endlich gesagt hätte, dass sie sich für ihn entschieden hatte. Oh Gott, ich machte mich selbst fertig und ich merkte, wie es immer mehr schmerzte. Und das überall. 

Zayn seufzte leise und klopfte mir leicht auf die Schulter, ehe er aufstand. "Ich... lass dich dann mal alleine. Mach keinen Scheiß." sagte er leise, ehe ich nur noch hörte, wie er sich aus der Küche entfernte und die Treppe nach oben lief. Soweit ich wusste, wollte er sich gleich noch mit Perrie treffen, keine Ahnung. 

"Louis?" hörte ich auf einmal diese engelsgleiche Stimme sagen. Ich zuckte zusammen und schluckte schwer. Scheiße. "Louis, könnte ich kurz mit dir reden?" Als sie die Frage ausgesprochen hatte, spürte ich ihre kleine, zierliche Hand auf meiner Schulter. 

Mein Herz raste. Ich wollte nicht mit ihr reden, das würde heißen, dass sie mit mir schluss machen konnte und das würde heißen, dass alles vorbei wäre. Wahrscheinlich für immer. 

Allerdings wollte und konnte ich ihr nicht widersprechen. Also nickte ich leicht und deutete auf den Stuhl neben mir, wo Zayn gerade noch gesessen ist. Doch sie setzte sich nicht hin. Stattdessen nahm sie meine Hand und zu meiner Verwunderung zog sie mich auf die Beine. 

Ich sah ihr für einen Moment direkt in die Augen. "Muss das sein?" fragte ich sie gequält und seufzte leise. Hinter ihr kam Liam in die Küche. Ich warf ihm einen kurzen Blick zu, doch das Grinsen auf seinen Lippen konnte ich einfach nicht länger sehen, weshalb ich doch lieber schnell wieder zu meine - noch - Freundin sah. 

"Ja, das muss sein. Bitte Louis, lass uns nach oben gehen. Ich muss in Ruhe mit dir reden. Alleine." sagte sie in einer so ruhigen Stimme, dass ich schon fast Hoffnung hatte, dass sie sich gar nicht für Liam entschieden hatte. Doch der glückliche Ausdruck auf seinem Gesicht sagte eindeutig etwas anderes.

It makes me feel aliveGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt