Kapitel 55 - Hopeless

163 8 1
                                    

{Denkt euch ein Zitat, denn mein vorheriges hat nicht gepasst, weil das Kapitel anders als erwartet gelaufen ist, und ich hab kein passendes gefunden ._. Wenn ihr eins wisst , dann schreibts einfach in die "Kommentare"😂⬇}

"Ich muss mal aufs Klo."

Damit verabschiedete ich mich und ging wieder rein. Auch wenn wir uns alle nur in einer Hütte befanden, war diese für ihre Verhältnisse ziemlich geräumig. Ich befand mich im Wohnzimmer und überlegte welche der 2 geschlossenen Türen ich nehmen soll, da die eine ins Schlafzimmer führte und ich nicht stören wollte, falls sich jemand dort befand. Ich entschied mich letztendlich für die linke Tür und streckte meine Hand nach der Türklinke aus. Jemand hatte anscheinend die gleiche Idee, denn die Hand einer anderen Person legte sich kurz über die der meinen. Rasch entzog ich meine Hand und blickte zu der Person auf.

"'Tschuldigung."

Ich nickte nur, da mir die Witze fehlten.

"Wolltest wohl auch auf die Toilette?"

Ich nickte wieder nur.

"Okay, mal sehen , ob wir die richtige Tür erwischt haben."

Damit drückte er die Türklinke runter und öffnete die Tür.

Sofort drehte ich mich um und verkrampfte mich leicht, während Andre nur lachte. "War wohl die falsche Tür, viel Spaß euch weiterhin."

Er zog die Tür zu und ließ das Mädchen und den jungen weiterhin ihren Spaß zusammen haben.

"Komm schon." Er stupste mich an. Auch ich konnte mir mein lachen nicht mehr verkneifen.

Andre und mich Lachen zu hören war nach Wochen wieder das schönste, was ich hören durfte.

Er schaute mir kurz in die Augen bevor er sich der anderen Tür zuwandte und sie öffnete.

"Leer", bestätigte er und machte eine Handbewegung Richtung Badezimmer. "Lady's first."

Ich schenkte ihm ein Lächeln und ging schnell ins Badezimmer, verschloss die Tür und ließ mich langsam die Tür runtergleiten. Was ich im Moment spürte, konnte man nicht beschreiben. Ich war so aufgeregt und mein Herz bebte wie wild , aber gleichzeitig fühlte ich wie sich Glück in meinem gesamten Körper ausbreitete.

Was war bloß in Andre gefahren? Oder war ich so verrückt geworden, dass ich mir das alles nur einbildete? Vielleicht halluzinierte ich ja? Oder war das alles ein Traum? Denn genauso kam es mir gerade vor. Seit unserer Trennung war Andre nie so nett und zuvorkommend gewesen, dass es sich schon wie früher anfühlte.

Verwirrt aber auch glücklich blieb ich so sitzen , bis ein klopfen meine Gedanken unterbrach.

"Vivi? Alles okay ?"

Schnell rappelte ich mich auf.

"Ähh, ja. Ich gehe nur kurz aufs Klo, ich hatte hier ein, ehm, kleines Problem."

Ich hörte Andre leise lachen und ging schnell auf die Toilette , wusch mir meine Hände und betrachtete mich kurz im Spiegel. Ich sah furchtbar aus. Schnell band ich meine Haare zu einem Zopf und klatschte mir Wasser auf mein erhitztes Gesicht.

Jedoch war Andre verschwunden als ich aus der Tür trat. Wo war er hin? Ich mahnte mich selber jetzt nicht Ausschau nach ihm zu halten und zwang mich wieder zurück zu den Anderen zu gehen.

"Wo warst du?"

"Nur auf Klo."

"Komm es gibt Essen."

Mit diesen Worten zog Joanna mich an einen langen Tisch und drückte mir einen neuen Plastikteller in die Hand.

"Kannst du dich nicht entscheiden?"

Ich fühlte ein Hand auf meiner Taille , die mich zu sich zog und wieder losließ.

Was sollte das? Was war bloß in ihn gefahren? Hatte er Drogen zu sich genommen oder zu viel getrunken?

Ich lächelte Andre leicht zu und versuchte mir nicht anmerken zu lassen, wie viele Schmetterlinge er in meinem Bauch wie wild umher fliegen ließ . Und das nur mit einer einzigen Berührung.

"So in etwa."

Wie selbstverständlich nahm er sich meinen Teller und tat mir was auf. "So, ich denke, so hast du von allem etwas."

Er grinste mich an und reichte mir den Teller.

Ich wollte Andre auf seine Art ansprechen. Warum war er so liebenswürdig? Was ist passiert? Davor hat er mich gehasst.

Aber gleichzeitig wollte ich die Stimmung nicht ruinieren, denn ich genoss seine Aufmerksamkeit , sein lachen und sein Lächeln, dass er nur mir widmete. Jede Berührung löste im mir Gefühle aus, die davor kaum einer in mir auslösen konnte. Seine stimme war wie eine Droge, ich könnte ihr ewig zu hören. Ich konnte ihn jetzt nicht darauf ansprechen, viel zu viel Angst hatte ich vor seiner Reaktion. Vielleicht würde er genau so ein Arschloch werden wie davor ? Das konnte ich nicht ertragen, nicht wo ich mich so gut fühlte ihn auf gewisse Welse wiederzuhaben.

"Willst du hier ewig rumstehen?" Ich blickte zu der Person , die die stimme gehörte, auf und schüttelte meinen Kopf, um meine Gedanken zu stoppen.

"Na dann komm."

Er nahm meine Hand und führte mich zu einem leeren Tisch. Seine Hand in meiner war ein unbeschreibliches Gefühl. Wie konnte ein Mensch sowas in einem auslösen? War es normal, nur noch an eine Person zu denken , an ihre Stimme, ihr Aussehen, ihr Lachen, ihre Stimmung, ihre Art und weise, die Berührungen? Wie sehr machten uns Menschen denn süchtig , dass wir sie nicht mehr aus unseren Gedanken bekamen? Was richtete die Liebe mit uns an? Ich dachte an Andre und immer wieder kam mir nur ein passender Name in den Sinn für ihn.

Liebe meines Lebens

HopelessWo Geschichten leben. Entdecke jetzt