Auf den Weg zum Buffet war Moni gar nicht von Paddy loszukriegen. Sie hakte sich bei ihm ein und quatschte drauf los. Etwas verwirrt schaute Paddy zu Maite und Hannah, die einige Schritte hinter ihm hergingen und antwortete freundlich auf jede Frage, die Moni ihm stellte. Am Buffet standen Ben und John, die sich immer noch angeregt unterhielten, sich dann aber zu den anderen an einen Tisch gesellten, nachdem sich jeder eine ordentliche Portion Spagetti Bolognese aufgetan hatte. Auch beim Essen quasselte Moni ununterbrochen mit Paddy, was John und Maite schmunzeln ließ. Sie merkten ihrem Bruder an, dass er mit Moni ein wenig überfordert war, zumal sie ihn offensichtlich anhimmelte, wussten aber auch nicht, wie sie Paddy aus dieser Situation raushelfen könnten. Ben verdrehte, wie so oft bei Monis Verhalten, die Augen und flüsterte Hannah ins Ohr: „Vielleicht war das doch keine so gute Idee, Moni mitzubringen. Sie kann sehr einnehmbar sein und sie steht offensichtlich auf Paddy. Hat er nicht etwas mit dieser Joelle am Laufen?" Hannah nickte und stocherte barsch in ihren Spagetti herum. Am liebsten hätte sie Joelle erwähnt, einfach um Moni von Paddy loszukriegen, wollte das Thema „Paddys Freundin" ihm zu Liebe nicht vor einem Fan an die große Glocke hängen. Dennoch tobte es in ihr. Diese eindeutigen Flirtversuche waren Hannah ein Dorn im Auge. Auch, dass Paddy höflich blieb, keine Versuche startete Moni die Leviten zu lesen und noch dazu über ihren schlechten Witzen lachte, machte Hannah wahnsinnig. Sie redete sich ein, dass diese Abneigung Moni gegenüber durch Joelle zu Stande kam und Moni sich sicherlich nicht so an Paddy ranschmeißen würde, wenn sie wüsste, dass Paddy vergeben war.
„Alles in Ordnung bei dir?", fragte Maite Hannah, die immer noch keinen Bissen von ihren Spagetti aß und grimmig Paddy und Moni beobachtete. „Alles gut, was soll denn sein?" „Du stocherst nur in deinem Essen rum, ohne einen Happen davon zu nehmen und wenn Blicke töten könnten, wäre entweder Paddy oder Moni bereits tot umgefallen." Hannah senkte ihren Blick. War das so offensichtlich, dass ihr etwas nicht passte? Sie druckste ein wenig rum: „So wie Moni sich verhält ist echt schon peinlich. Ich finde es Joelle auch einfach nicht fair gegenüber." Maite grinste: „Seit wann interessierst du dich für Joelles Wohl?" Hannah erwiderte nichts, sondern zuckte mit den Schultern und steckte sich eine Gabel mit Spagetti in den Mund. Innerlich freute sich Maite gerade tierisch. Die Reaktion von Hannah bestätigte nur ihre Vermutung, dass zwischen ihrer besten Freundin und ihrem Bruder mehr sein könnte. „Ehm, ich muss dann so langsam auch wieder zurück. Kathy wartet bestimmt schon", sagte Paddy und stand auf. „Warte doch einen Moment. Wir sind auch gleich fertig und dann können wir auch wieder mitkommen." Moni schob sich hastig die letzten Spagetti in den Mund und wollte auch gerade aufstehen, als Ben sie glücklicherweise zurückhielt: „Man, Moni jetzt reiß dich mal zusammen! Lass Paddy doch erstmal wieder durchatmen. Du bist echt unerträglich, wenn du einmal angefangen hast zu reden. Du kannst ihn auch später nach seiner Nummer fragen." John, Maite und Hannah lachten, während Paddy sich heimlich davonschlich. „Das hast du jetzt nicht wirklich vor Paddy gesagt, oder?" Entsetzt starrte sie Ben an, der sich den Bauch vor Lachen hielt: „Dein Gesicht ist einfach göttlich!" Moni war richtig eingeschnappt, verschränkte die Arme vor ihrer Brust und redete kein Wort mehr mit ihrem Bruder. „Ach komm schon Moni. Es war doch so offensichtlich, dass du auf Paddy stehst. Ich habe da kein Geheimnis ausgeplaudert." Sie guckte ihren Bruder böse an, stand auf und ging Richtung Toilette. „Vielleicht war das doch etwas hart, Ben", meinte Maite und blickte schuldbewusst drein. „Ach, quatsch", mischte sich nun auch Hannah ein, „Irgendwer musste sie ja mal von Paddy abbringen." Hannah war in diesem Moment Ben wirklich dankbar, dass er Moni hat auflaufen lassen. Länger hätte sie ihr Umgarnen sicherlich nicht ausgehalten, ohne über den Tisch zu springen und Moni die Augen auszukratzen. Erschrocken über ihre eigenen Gedanken schüttelte Hannah ihren Kopf. Sie wollte die Eifersucht nicht wahrhaben und redete sich immer wieder selbst ein, dass sie nur aus Sympathie zu Joelle so empfand.
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Beste Freundinnen
FanfictionHannah ist ein gewöhnliches Mädchen, das wie jede andere Jugendliche auch zur Schule geht und alltägliche Teenagerprobleme bewältigen muss. Doch eine Sache unterscheidet sie doch von ihren Mitschülern. Ihre beste Freundin ist alles andere als ein ge...