Warum?

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Ich muss doch noch eingeschlafen sein. Denn ich wurde durch ein kitzeln in meinem Nacken wach. Als ich meine müden Augen öffnete, konnte ich noch nicht erkennen von woher das kitzeln kam. Ich drehte mich um, und erschrak.

Hinter mir lag Dean, und seine Haare hatten mich im Nacken gekitzelt. Das wahr es also, ich sah ihn mir noch mal genauer an. Und ich musste leicht schmunzeln. So wie er jetzt da lag und noch schlief, sah er aus wie ein kleiner Junge. Seine Schwarzen Haare waren total durch einander, und sein perfektes Gesicht zierte ein kleines lächeln.

Nein nein, nicht darüber nachdenken. Ich durfte keine Schwäche zeigen, und mich schon gar nicht in ihn verlieben. Er ist mal so nett, und dann wieder ein Arsch.

Ich löste mich vorsichtig aus seinen Armen, und stand auf. Ich nahm mir ein paar frische Klamotten, und schlich damit ins Bad. Denn ich wollte ihn unter keinen Umständen wecken.

Nachdem Duschen zog ich mich an, und machte mir meine Haare. Leise ging ich wieder ins Zimmer, und Dean lag immer noch genauso da. Ich lief vorsichtig zur Tür, und betrat den Flur. Leise schloss ich die Tür, und ging runter in die Küche. Ein Teil der Männer saßen da und sahen mich fragend an.

Ich wünschte allen einen guten Morgen, und nahm mir einen Kaffee. Mit der Tasse Koffein, setzte ich mich an den Tisch und trank ihn vorsichtig. Alle Blicke lagen auf mich, und ich fragte kalt "Ist was?" Die Jungs schüttelten mit ihren Köpfen, und sahen wieder auf ihren Teller.

Klar wusste ich was sie wollten, doch wie ich schon sagte "niemand wird es je erfahren." Aber was ich mich fragte war, hatte ich wirklich laut geschrien? Bevor ich weiter nach denken konnte, kam schon Dean in die Küche. Er sah zu mir und dann zu seinen Jungs.

Er holte sich auch eine Tasse Kaffee, lief an mir vorbei und fragte "Jessy wie geht es dir?" Ich sah ihn an und sagte " Gut wie immer." Sein Blick verhärtete sich, doch ich hielt den Blick stand. Dann sagte er "okay, Jungs was liegt heute an?" Mein Kopf senkte sich, den ich wunderte mich wieso er spricht er in mein Beisein darüber.

Die Jungs sahen ihn genauso verwirrt an, doch er sah sie nur kalt an. Da ich mein Kaffee eh schon auf hatte, stand ich auf und ging aus der Küche. Ich war gerade durch die Tür und ich hörte wie sie anfingen zureden.

Ich wollte gerade in mein Zimmer, da kam mir July entgegen. Sie sah mich an, und um armte mich freudig. Dann sagte sie "Guten Morgen Jessy." Ich wünschte ihr auch ein guten Morgen, und wir trennten uns wieder. Sie lief Richtung Küche, und ich ging zu meinem Zimmer.

Da setzte ich mich aufs Bett, und dachte weiter nach. Zur Schule durfte ich ja nicht, und jetzt wo Salvatore hier war war es noch gefährlicher. Also was sollte ich jetzt machen? Ich ging zum Schreibtisch und holte mir ein Block und Bleistift. Dann fing ich an zu Zeichnen. Es half mir immer, wenn mich der Alptraum einholte.

Ohne weiter drüber nach zu denken, fing ich einfach an.

Nach einer ganzen Weile hatte ich es fertig

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Nach einer ganzen Weile hatte ich es fertig. Aber wirklich gefiel es mir nicht. Ich wollte es gerade zur Seite legen, da wurde die Tür geöffnet. Dean trat ein, und sah mich an. Ich hob den Kopf, und legte schnell den Block zur Seite.

Er kam auf mich zu, und sagte "Jessy was war heute Nacht los?" Ich sah ihn kalt an und sagte "Wie ich schon sagte, es geht dich nichts an." Sein Blick wurde wütend, und er schrie "Was verheimlicht du mir noch alles?" Erschrocken von seiner Aussage, zog ich mich zusammen. Und sagte "es ist nichts was du wissen müsstest. Also lass es einfach gut sein." Er atmete hörbar tief ein, und sagte "Wenn du nicht willst, dann eben nicht."

Er ging zu Tür, und ging raus. Im nächsten Moment knallte die Tür zu, und ich hörte wie er sie abschloss. Wütend darüber schmiss ich ein Glas gegen die Tür und schrie " Du Arschloch, was soll das? Lass mich hier raus." Nichts keine Antwort kein Geräusch. Ich rannte zur Tür und hämmerte immer wieder darauf ein.

Panik stieg in mir auf, und ich schrie so laut ich konnte. Bis meine Stimme versagte. Ich glit langsam an der Tür runter, und die Tränen liefen erneut.

Warum tat er mir das an? Nur weil ich ihm nicht alles sage? Aber warum sollte ich? Es ist doch nicht wichtig, es ist meine Vergangenheit. Er kann doch nichts daran ändern.

Ich schloss meine Augen, und wieder hatte ich diese leeren Augen vor mir. Werden sie mich immer verfolgen oder werde ich irgendwann in Ruhe Leben können? Mom Dad, es tut mir so leid. Wieso muss ich das alles ertragen? Wäre ich doch an eurer Stelle gewesen. Dann würde es mir besser gehen. Ich ertrage das nicht mehr, warum seht ihr mich so an?

Ich möchte schreien, doch ich kann es nicht. Blut Blut überall, an meinen Händen an meiner Kleidung. Das ganze Auto, alles voller Blut. Leere Augen blicken mich an. Panik stieg immer mehr in mir auf. Und alles ist meine Schuld, nur weil ich keine Lust hatte und gemekkert habe.

Jetzt muss ich mit der Schuld leben, und niemand kann mir helfen. Wieso hat es euch erwischt und ich muss mit dieser Schuld leben.

Weinend und schluchzend kauerte ich mich zusammen. Wie soll ich diese Hölle noch ertragen? Was soll ich nur tun? Warum kann niemand ein Ende setzen? Die Tränen liefen immer weiter, ich möchte so gerne Schreien doch es kommt kein Ton aus meiner Kehle. Alles schnürrt sich zusammen. Das atmen fällt mir schwer, der Schmerz ist nicht mehr zu ertragen.

Wieso ist das alles wieder so in meinem Gedächtnis? Warum sehe ich wieder nur diese Leeren toten Augen? Es bringt mich um den Verstand. Ich will das nicht mehr.

Der Mafiaboss Will SieWo Geschichten leben. Entdecke jetzt