🦋Attention🦋
Diese Geschichte soll so realistisch wie möglich sein, weshalb der Rapper am Anfang auch nicht so sehr präsent sein wird! Es soll eine fiktive Geschichte sein, in die sich der Leser hineinversetzen kann und die Er auch nachvollziehen k...
„Bald", flüstert er nur und küsst mich kurz. „Und jetzt mach dich fertig, oder deine Mutter wird uns beide köpfen, weil wir unpünktlich sind."
Lachend scheucht er mich aus dem Bad und klapst mir leicht auf den Po, weshalb ich ihn vernichtend angucke.
Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass die Trauung von Selma in einer knappen Stunde beginnt.
Schnell entledige ich mich meinen Klamotten und laufe in Unterwäsche auf meinen Koffer zu, den ich auf das superweiche Bett werfe, in das ich mich gerne geschmissen hätte.
„Ich glaube, ich sollte wieder im Badezimmer verschwinden, sonst passieren noch Harami Dinge", ertönt es hinter mir.
Ich beachte seinen Kommentar nicht weiter und suche mir die Sachen aus, die ich heute anziehen wollte.
Unter Zeitdruck, schlüpfe ich in die geradegeschnittene, beige Hose und fädele einen braunen Gürtel durch die kleinen Laschen.
Dann stülpe ich mir ein weißes federndes Oberteil über meinen Kopf, das einen ziemlich tiefen V-Ausschnitt hat.
Aus einem kleinen Säckchen hole ich verschiedene Ringe und zwei goldene Armbänder heraus, die ich mir sofort umlege.
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„Flamur!", rufe ich sofort nach meinem Freund, da ich Probleme beim Schließen des zweiten Armbandes habe, da ich immer wieder die Öse verfehle.
Dieser kommt mich schnellen Schritten aus dem Badezimmer angerannt und bleibt dann mit geweiteten Augen vor mir stehen.
Er beginnt zu pfeifen. „Wow!", verlässt es kurz und bündig seine Lippen. Er tritt näher an mich heran und dreht mich einmal um meine eigene Achse, um mich zu begutachten.
„Scheiße siehst du heiß aus", nuschelt er erstaunt und guckt mich verträumt an. Ich lächele.
Dieser Mann ist einfach nur goldig. Er bringt mich mit seinen Worten und Taten um den Verstand.
„Du siehst auch nicht schlecht aus", summe ich und scanne sein Outfit ab. Sein Anzug ist farblich abgestimmt auf meine Hose und das, obwohl wir uns gar nicht abgesprochen haben.
Unter dem beigefarbenen Jackett trägt er einen schwarzen Rollkragenpullover, der einfach nur heiß an ihm aussieht.
Sein Bart ist wieder etwas gewachsen, was einfach nur sexy ausschaut. Ich lege meine Hand an seinen kratzigen Bart und ziehe sein Gesicht zu mir.
„Du bist echt sexy", spreche ich meine Gedanken aus und schubse ihn dann leicht zurück.
Entgeistert blickt er mich an, weil er damit gerechnet hat, dass ich ihn küsse - doch falsch gedacht, min Jung.
Ich halte mein Handgelenk in die Höhe und damit auch das filigrane Armbändchen. „Kannst du das bitte zu machen?" Er nickt und umfasst meine Hand.
Wieder spielt mein Körper verrückt. Keine seiner Berührungen lässt mich kalt. Er hat eine Wirkung auf mich, die man nicht beschreiben kann.
„So, fertig." Er setzt einen Kuss auf meinen Handrücken. „Danke, Flamur", wispere ich und widme mich wieder dem Inhalt meines Koffers, wo ich nach meinen Schminkuntensilien greife.
Geradewegs verschwinde ich ins Bad. Flamur mit mir.
Während ich vor dem Spiegel stehe und mein Gesicht mit Make-up beschmiere, hat Flamur seine Hände um meine Taille gelegt und seinen Kopf an meiner Schulter abgestützt.
Hin und wieder verteilt er entweder an meinem Schulterblatt oder an meinem Hals feuchte Küsse, die mich schmelzen lassen.
„Flamur", hauche ich, als ich Highlighter auf verschiedenen Partien in meinem Gesicht auftrage.
„Hm?", brummt er an meiner Halsschlagader und küsst diese dann. „Ndaloni ate", bitte ich ihn zu stoppen.
„Warum?" Ich spüre sein Grinsen an meinem Hals. „Weil mich das ablenkt", seufze ich die Wahrheit und klappe den Highlighter zu, um dann nach meiner Mascara zu greifen.
Präzise tusche ich mir meine Wimpern, während Flamur seiner Beschäftigung weiter nachgeht.
Danach klebe ich mir noch falsche Wimpern auf, male meine Lippen in einem rosigen Nude an und drehe mich dann zu Flamur, der jedes einzelne Merkmal in meinem Gesicht betrachtet.
„Du siehst wunderschön aus", flüstert er nach einiger Zeit und setzt einen Kuss auf meine Stirn.
„Danke", murmele ich leise und ziehe ihn aus dem Bad. Der Blick auf die Uhr lässt mich kreischen.
„Flamur! Die Trauung beginnt um fünfzehn Uhr!" Ich steige schnell in hellbraune High Heels, greife nach meiner Tasche und ziehe meinen Lebensgefährten aus dem Hotelzimmer, nachdem auch er all seine Wertsachen mitgenommen hat.
Wir verzichten auf den Fahrstuhl und rasen die Treppen herunter, um dann aus der Lobby zu laufen und auf das Auto zu stürmen.
Hechelnd lassen wir uns in die Sitze fallen und legen die Sicherheitsgurte an. „Deine Mutter ruft aber überpünktlich an", lacht er, als die Nummer meiner Mutter auf dem Display im Wangen erscheint.
Während Flamur aus der Einfahrt fährt nehme ich den Anruf entgegen. Lautes Gemurmel ist im Hintergrund zu hören. Bevor sie zu Wort kommt, schneide ich sie ab.
„Wir sind auf dem Weg, Non." Gut, dass die Adresse des Rathauses schon unter den gespeicherten Zielen war, sodass wir sie nicht erst raussuchen mussten.
Sie schnauft. „Das Einzige, was ich von euch verlangt habe, ist Pünktlichkeit, ihr Esel." Flamur lacht und folgt der Route auf dem Navi.
„Shuj bre ti. Hast meine Tochter bestimmt verführt und kommst deswegen zu spät. Jaja, ihr werdet sehen, ob ihr nochmal alleine in einem Hotel sein dürft", schimpft sie mit Flamur, der sich das Schmunzeln auf seinen Lippen echt nicht unterdrücken kann.
Ich hingegen laufe hochrot an und würde am Liebsten im Erdboden versinken. Das ist mir echt unangenehm.
„Qka, Non? Was hast du gesagt?", spricht er und spaßt mit meiner Mutter. „Ich hab dich nicht richtig verstanden, die Verbindung ist schlecht."
„Verbindung, Verbindung in deine Göt", grummelt sie. „Qka?", fragt er wieder. „Ich kann dich echt nicht verstehen", schmunzelt er wieder und beendet dann den Anruf.
Ich hole tief Luft und fahre mir einmal durch meine gelockten Haare. „Gott war das peinlich", murmele ich und freue mich schon auf das Gespräch mit meiner Mutter.
„Ach, Quatsch. Deine Mutter weiß, dass ich nichts machen würde, was verboten wäre", zwinkert er mir zu und konzentriert sich dann auf die Straßen Dresdens, die ich erst jetzt wahrnehme.
Mir läuft es kalt den Rücken hinunter. Ob ich ihn wieder zu Gesicht bekomme? Ich hoffe nicht.
Flamur verschränkt unsere Hände miteinander, legt sie auf sein Bein und lässt mich meine irrelevanten Gedanken vergessen.