Kapitel 28

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Den Tränen nahe, umfasse ich stürmisch sein Gesicht und ziehe es zu meinem. Ich vereine meine Lippen mit seinen und kappe ihm die Luft zum Atmen ab.

Doch er reagiert schnell und erwidert diesen gefühlvollen Kuss. Seine Hände finden ihren Weg zu meiner Taille und umschließenich diese.

Unsere Zungen tänzeln gemeinsam einen langsamen Walzer. Ein Walzer, der dann eine schnelle Salsa wird.

Nach Luft ringend, lösen wir uns voneinander und lehnen unsere Stirn gegeneinander. Wir hecheln laut.

„Wow", murmelt er leise und sucht meine Augen. Unsere Augen treffen aufeinander und seine dunklen strahlen förmlich mit der Sonne um die Wette.

Etwas beschämt fahre ich mir über meine Wange. Ich habe Flamur noch nie so stürmisch geküsst, wie heute.

„Ich glaub, ab heute schenk ich dir jede Sekunde etwas, um so geküsst zu werden", seufzt er und greift nach meiner Hand. Mit seinem Daumen streicht er über meinen Handrücken und nimmt mir den Scham.

„Deine Liebe ist Geschenk genug", flüstere ich leise gegen seine Lippen und kann meinen Blick nicht von ihnen abwenden.

Er lehnt sich weiter vor und vereint unsere Lippen wieder miteinander. „Wieso habe ich dir nicht schon früher von meinen Gefühlen erzählt?", haucht er leise.

Leicht lächelnd zucke ich mit meinen Achseln. „Das frage ich mich auch", wispere ich gegen seine feuchten Lippen.

„Bis jetzt hätten wir schon locker drei Kinder", seufzt er und küsst meine Stirn. „Flamur! Das hat noch Zeit, du Affe."

Stark schüttelt er mit dem Kopf. „Ich will zwei Fußballmannschaften, du Kek. Da muss man früh genug anfangen", zwinkert er mir zu.

Erschrocken ziehe ich die Luft ein. „Schau ich so aus, als ob ich jedes Jahr ein Kind in mir trage, oder was?", blaffe ich ihn an und halte meine Hände schützend vor meinen Bauch.

Er lacht. „Wieso denn nicht? So ein Bäuchlein würde dir bestimmt stehen", grinst er. „Und dann werden deine Boobies auch noch größer."

Ich erwische ihn dabei, wie er verträumt auf meinen Busen starrt. „Schäm dich, du Lelek!" Er zuckt mit den Schulter. „Was denn? Lass mich doch träumen."

„Shuj und lass uns jetzt gehen, Budall." Ich greife nach seiner warmen Hand und ziehe ihn hinter mir her.

„Ruhig, Brauner. Du kommst schon noch rechtzeitig zum Tanzen", lacht er und holt die kleine Distanz zwischen uns auf. Er löst seine Hand aus meiner und legt seinen Arm um meine Taille.

„Du weißt schon, dass ich noch atmen muss, oder?", ringe ich nach Luft, als er meinen Körper zu seinen zieht.

„Hdf, Gashi. Ich bin dein Bodyguard, schon vergessen?" Schmunzelnd schüttele ich mit meinem Kopf und boxe ihm in die Seite, doch das kümmert ihn nicht.

„Vallah, dein Schlag ist so, als würde mich eine Feder kitzeln", prustet er. Ich verdrehe meine Augen. Direkt zieht er an meinem gelockten Haar und lässt mich kurz aufzischen.

„Ah, ah, Madame. Hab ich nicht gesagt, dass du deine Augen nicht verdrehen sollst?", mahnt er mich lachend an.

„Vallah du benimmst dich wie eine Domina, tybestikfa." Sein raues Lachen ertönt und er zwickt mir erneut in die Seite.

„Ich hätte nichts dagegen, wenn du dominant wärest, Gashi." Seine Stimme prallt wie aus dem Nichts an meinem Ohr ab.

Kopfschüttelnd verziehe ich mein Gesicht zu einer abwertenden Grimasse und bin echt baff von dem enormen Schamgefühl dieses Mannes.

Jeten e la per tyWo Geschichten leben. Entdecke jetzt