Kapitel 33

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Doch lange bleibt uns dieses Vergnügen nicht. „Finger weg, Mushkolaj", pfeift Laila ihm zu, die ungeschminkt und mit einem unordentlichen Dutt aus dem Bad spaziert.

Genervt hält er seine Hände in die Luft und entfernt sich augenverdrehend von mir. „Ugh. Du bist ja noch hässlicher, als sonst." Entsetzt zieht er sein Gesicht zu einer Grimasse.

„Fick dich, Flamur", grummelt sie und schmeißt sich auf das große Bett. „Würde lieber Flora ficken", kontert er lachend und bekommt einen Klaps auf den Kopf von mir. „Idiot", zische ich und schubse ihn gegen die Wand.

Ich ignoriere seine weiteren Anmachversuche, laufe auf den Koffer zu, schnappe mir einen Pyjama und gehe ins Bad, um endlich schlafen zu gehen und mich aus diesem lästigen Kleid zu befreien.

Gerade als ich aus dem Kleid gestiegen bin und in die dunkelrote mit Spitze verzierte Shorts schlüpfe, wird die Tür aufgerissen.

Ich ziehe das Höschen schnell hoch und halte mir die Arme vor meinen Busen. Spitzbübisch schließt Flamur hinter sich die Tür und grinst mich an.

„Raus, Pisskopf!", quietsche ich und scheuche ihn mit einer Handbewegung aus dem Bad. Er lacht auf und kommt mir immer näher.

„Süßer BH." Schmunzelnd deutet er auf meine Brüste, die von einem weißen Spitzen-BH verdeckt werden. „Hatte vorher gar nicht so richtig die Möglichkeit ihn mir besser anzugucken."

Quiekend greife ich nach dem dazugehörigen Top und halte es mir vor mein Leib, doch lege es dann wieder beiseite, weil Flamur mich heute schon oft genug halbnackt gesehen hat.

„Na, das gefällt mir doch." Mit einem breiten Grinsen im Gesicht kommt er mir näher und legt seine Arme von hinten um meinen Bauch.

„Ich hab' echt keine Lust mich abzuschminken", schmolle ich leise und greife nach Abschminktüchern.

Flamur reißt sie mir aus der Hand, öffnet die Verpackung und zieht einige heraus. Dann fordert er mich dazu auf, mich auf den Rand der Wanne zu setzten und fängt an, mir das Make-up aus dem Gesicht zu wischen.

„I love you, bitch." Dankbar lächele ich ihm zu und sehe, wie er wieder lachend mit seinem Kopf schüttelt. „Ich dich auch, zemra ime."

Als er das Gröbste von meinem Gesicht entfernt hat, stehe ich widerwillig auf und wasche mein Gesicht mit Kernseife.

Flamur steht wieder hinter mir, als ich mich bücke und mein Gesicht von dem Schaum befreie.

Seine Hände fahren an meinen Seiten hoch und runter. Um ehrlich zu sein, kitzelt dies etwas, was ich mir jedoch nicht anmerken lasse.

Den Wasserhahn schalte ich aus und lange nach einem königsblauen Handtuch, mit dem ich mein Gesicht etwas trockne.

„Fertig?", fragt er ungeduldig. Eigentlich wollte ich nochmal mit Gesichtswasser den restlichen Schmutz aus meinen Poren entfernen, doch ich nicke einfach und greife nach dem Oberteil meines Pyjamas, das ich mir über den Kopf streifen will.

„Noch fünf Minuten, bitte." Flamur zieht eine Schnute und hindert mich daran, dass Top anzuziehen.

Seufzend erfülle ich ihm den Wunsch und ziehe es wieder aus. Grinsend reißt er mir das Oberteil aus der Hand und schmeißt es durch das halbe Badezimmer.

„Okay?", frage ich verwirrt mit zusammengekniffenen Augen. Er geht nicht weiter darauf ein, sondern legt lachend seine Arme um meine Taille und lehnt sich zu mir runter, für einen Kuss.

Bevor sich unsere Lippen berühren halte ich inne. „Warum bist du heute so scharf darauf mich die ganze Zeit zu küssen?" Flamur schmollt und berührt meine Nasenspitze.

Jeten e la per tyWo Geschichten leben. Entdecke jetzt