Mein Wecker klingelte um 07:00 Uhr und ich schaltete es im Halbschlaf aus.
"Angel! Hast du etwa das Glätteisen eingepackt? Ich hab dir tausend mal gesagt, dass du das da lassen sollst, weil ich morgen ins Kino gehe!", rief Melody und rannte in mein Zimmer.
-"Wenn du nur einen Finger in die Nähe meines Koffers bringst, dann..", fing ich gereizt an.
"Was dann? Muuuuuuuuum!!! Angel droht mir wieder!", schrie die kleine Bestie und wie erwartet stand Mum die nächste Minute in meinem Zimmer.
-"Was ist jetzt schon wieder passiert?", fragte sie augenrollend und außer Atem.
"Sie hat..", riefen Melody und ich gleichzeitig. Wir sahen und kurz böse an und dann fuhr Melody fort:
"Sie will das Glätteisen mitnehmen, obwohl ich ihr ausführlich gesagt habe, dass ich morgen mit meinen Mädls ins Kino gehe und wir uns davor hübsch machen wollen!"
-"Aber im Kino ist es dunkel, da sieht niemand wie hässlich du bist!", sagte ich mit verschränkten Armen.
"Muuuum!", rief sie.
-"Also gut Kinder. Da Angel nach Italien fliegt und sie die Ältere ist..", fing Mum an und ich begann zu grinsen, weil ich genau wusste, dass sie zu mir half.
"..muss sie die Vernünftige sein und dir das Glätteisen da lassen.", endete Mum den Satz und Melody umarmte Mum kichernd. Das hatte ich echt nicht erwartet.
-"Mum! Das ist nicht gerecht, dass du immer nur zu ihr hilfst!", meinte ich und kramte das Glätteisen aus dem Koffer, um es Melody zu geben.
"Schätzchen, du bist am Meer! Da lohnt es sich nicht, die Haare zu glätten.", amtwortete Mum und verließ das Zimmer.
-"Los! Hau ab!", rief ich genervt.
"Tage..", murmelte meine kleine Schwester und ging hinaus.
Normale Schwestern mit einem Jahr Altersunterschied lieben sich, aber Melody und ich sind da ein Sonderfall.
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"Pass auf dich auf.", sagte Dad und gab mir einen Kuss auf die Stirn.
"Hast du die Sonnencreme eingepackt?", fragte Mum.
-"Ja hab ich. Macht euch keine Sorgen um mich. Ich bin ein starkes Mädchen.", sagte ich und umarmte zuerst Mum und dann Dad.
"Wissen wir doch.", meinte Dad.
-"Auf Wiedersehen.", rief ich und nahm meinen Koffer. Ich machte mich auf dem Weg zu meinen Klassenkameraden und meine zwei Lehrer. Zum einen Mr. Miller, der gutaussehende Sportlehrer für die Jungs und zum anderen die Italienisch Lehrerin Mrs. Hale.
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Angel
Novela Juvenil|"Nein verdammt nochmal, ich bin kein Engel!", schrie ich ihn an. Warum lassen sich alle von meinem Aussehen und Namen täuschen? Nur weil mein Name Angel ist, heißt das nicht, dass ich auch wirklich ein Engel bin. Seit 17 Jahren werfen mir die Leut...
