Kapitel:81

1.1K 56 15
                                        

Am Abend saß ich wieder bei Harry. Obwohl sich Seamus und die anderen Gryffindors die fies zu ihm waren bei ihm entschuldigt hatten, fühlte er sich immer noch nicht von allen verstanden.
Ich hatte wieder für Kekse und Milch gesorgt, und so saßen wir auf seinen Bett und redeten.
,,Hogwarts hat sich verändert." Bemerkte er irgendwann gedankenverloren.
,,Leider, es ist echt nicht mehr so wie es früher war und ich werde das Gefühl nicht los, dass noch irgendetwas passiert."
,,Inwiefern?"
,,Ich weiß es nicht, vielleicht hat es was mit meinem Vater zu tun."
,,Das muss echt schlimm für dich sein, zu wissen das er da ist, aber nicht zu wissen wer- und wo er ist."
,,Ja das ist leider wirklich nicht schön. Ich hab einfach das Gefühl als würde ich irgendwas offensichtliches übersehen, als wäre die Antwort auf all meine Fragen direkt vor mir, und ich nichts weiter tun müsste, als den Schlüssel zur Tür zu finden." Ich hatte mal wieder schneller Gesprochen als Gedacht, aber als meine eigenen Worte in meinem Kopf ankamen bemerkte ich etwas und sprang vom Bett auf.
,,Alles gut bei dir?"
,,Der Schlüssel!"
,,Was?"
,,Natürlich wie konnte ich nur so doof sein, der Schlüssel!"
,,Könntest du mich vielleicht einmal aufklären, was für ein Schlüssel?"
,,Ich erkläre es die gleich, kann ich mir deinen Tarnumhang mal kurz ausleihen?"
,,Ähm klar." Sagte Harry verwirrt und griff unter sein Bett, wenige Sekunden später gab er mir den Umhang.
,,Ich hab zwar keine Ahnung was du vorhast, aber ich komme mit."
Ich lächelte Harry dankend an, er war einfach der beste.

,,Was machen wir in dem privaten Raum deiner Mutter? Hätten wir da nicht auch ohne Umhang hingehen können?" Fragte Harry nachdem wir an meinem Ziel angekommen waren.
,,Rein theoretisch ja, aber nicht mit Umbridge im Schloss."
,,Okay könntest du mich jetzt bitte einmal aufklären?"
,,Oh natürlich, sorry. Also wo fang ich am besten an? ... Früher als ich noch klein war, hatte ich so eine Art Spiel gegen meine Langeweile entwickelt. Es bestand darin zu jedem Schlüssel den meine Mutter in ihrem Büro hatte, die passende Tür zu finden. Ich fand auch zu jedem Schlüssel die passende Tür, außer...", ich schnappte mir den Schlüssel, der ganz am Ende des Brettes hing, ,,zu dem hier." Beendete ich meinen Satz und zeigte ihn Harry.
,,Du glaubst er könnte zu etwas wichtigem gehören?"
,,Ich hab auf jeden Fall so ein Gefühl."
,,Die Antwort zu all deinen Fragen soll schon immer im Büro deiner Mutter gehangen haben?"
,,Ich glaub nicht, dass er mir alle Fragen beantworten wird, aber ich denke er wird mich weiter bringen ich muss nur-." Draußen auf dem Gang ertönten Stimmen, schnell fertigte ich eine Kopie des kleinen Schlüssels an und verschwand mit Harry unter dem Tarnumhang. Gerade noch rechtzeitig, denn kurz darauf traten Mum und Snape in den Raum.
,,Severus du kennst meine Meinung dazu."
,,Ich weiß aber im Moment hat sie schon genug Stress."
,,Den hat sie immer und es wird nicht weniger wenn du nicht langsam mal mit der Sprache rausrückst, wenn du Pech hast kommt Dolores noch vor ihr dahinter und sagt es ihr."
,,Warum sollte sie das tun?"
,,Keine Ahnung, aber ich würde es ihr zutrauen." Sagte Mum und griff sich ihre Unterlagen, bevor sie mit Snape den Raum verließ.
,,Die Gespräche der beiden sind echt immer ziemlich seltsam." Murmelte ich Harry zu, da ich nicht wusste ob die beiden noch in Höhrweite waren.
,,Das kannst du laut sagen."
,,Snape weiß mehr als er zugibt." Sagte ich skeptisch.
,,Pass auf irgendwann kommt noch raus das er dein Vater ist." Sagte Harry scherzend und fing an zu lachen.
,,Den Gedanken hatte ich für eine Mini Sekunde auch, aber das würde heißen, dass Mum und Snape was miteinander hatten und das..." Nun stieg ich mit in Harrys Lachen ein.
,,Das wäre schon ziemlich absurd."
,,Ja und verstörend, ich meine die beiden stell dir das mal vor." Wir blickten uns an und begangen erneut zu Lachen.
,,Ich würde mich dann an deiner Stelle vom Astronomieturm werfen."
,,Ich auch, oder nein ich würde mich von einem Dementor küssen lassen."
Kichernd verließen wir nun auch das Büro und gingen zurück zum Gemeinschaftsraum.
,,Jetzt muss ich erstmal herausfinden wozu dieser Schlüssel passt, danke das du mitgekommen bist." Sagte ich und umarmte Harry, bevor ich in meinen Schlafsaal ging.

Ein frohes neues Jahr euch allen🥰

Die Falsche McGonagallWo Geschichten leben. Entdecke jetzt