Dahinter verbarg sich ein Arbeitszimmer, welches an die Größe ihres eigentlichen Zimmers fast herankam. Ein langer Schreibtisch aus Mahagoni-Holz befand sich in mitten des Raumes. An ihn waren zwei Bürostühle herangestellt worden. Auch diese beiden sahen, wie das restliche neue Reich Elladoras, nicht gerade günstig aus. Der Blick des Mädchens fiel auf die vielen Regale, die den Raum fast schon ganz einnahmen. Sie waren vollgestellt mit Büchern und teilweise auch Schreibutensilien und was zum Knabbern wie auch trinken.
Elladora konnte dem Drang nicht Widerstehen und strich die Buchrücken entlang, während sie die Gänge, welche durch die Regale gebildet wurden, entlanglief und extrem schnell die Titel las.
Dann blieb sie ruckartig stehen und zog mit leuchtenden Augen eines der Schriftstücke heraus blätterte darin herum. Auch dies tat sie in rasender Geschwindigkeit. Doch sah es so aus, als würden ihre Seelenspiegel wirklich mit den Bewegungen ihrer Hände hinterherkommen. Erstaunt darüber trat Draco einen Schritt näher und beobachtete seine Schwester. Fragend sah sie auf. „Wie machst du das?", fragte er sogleich. „Was mache ich denn?", jetzt war auch das Malfoymädchen verwirrt. „Du... du bewegst deine Hände in Windeseile und folgst dem mit deinen Augen in einem nicht minder schnellen Tempo. Das ist nicht normal...", war die Antwort. Erst jetzt verstand das Mädchen. „Ach das! Haben wir nicht eine Familienchronik? Lies doch mal nach. Alle im Hause Malfoy geborenen Mädchen, welche ziemlich selten sind, haben eine Sache gemeinsam. Viel Spaß! Ich gehe jetzt erst einmal duschen und bei dem Abendmahl kannst du mir erzählen, was du gefunden hast." Ihr Bruder unterdrückte ein Lachen. Wenn sie wollte, dann konnte sie ihren Eltern so ähnlich sein. Dabei war es keine Maske oder gar ein Schauspiel, so, wie in seiner Schulzeit. Nein. Das war ihr richtiges Ich und sie lebte es vollkommen aus.
Beim Abendessen wurde, anders als sonst, viele Gespräche geführt, welche sich alle nur um Elladora und ihre Vergangenheit, wie auch Pläne für die Zukunft drehten. Fast war Draco schon etwas neidisch, da sich die Eheleute Malfoy für ihn nie so sehr interessiert hatten. Es sei denn er war schlecht in der Schule gewesen. Jedoch hätte er auf diese Art von Aufmerksamkeit in Form von Ohrfeigen und Schlägen von seinem Vater am liebsten verzichtet. Aber daran wollte er jetzt nicht denken. Lieber wollte der junge Mann die Ergebnisse seiner Recherchen mit seiner Schwester teilen und ihr noch andere Dinge erzählen, die ihm in den Sinn gekommen waren.
Während der Malfoyerbe so in seinen Gedanken versunken auf sein Essen gestarrt hatte waren die Gespräche beendet worden und die Eltern unterhielten sich nun alleine. Jemand anderes hatte nun sein Interesse geweckt. Sie saß kerzengerade, wie es sich für eine Dame gehörte, am Tisch und durchbohrte ihn geradezu mit ihren Blicken. „Also, was ich gelesen habe war schon mal sehr interessant...", versuchte er seinen peinlichen Moment zu überspielen.
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Die verschwundene Tochter Malfoy
FanfictionWas wäre passiert, wenn Draco Malfoy eine kleine Schwester hätte? Und wenn diese sich auch noch in seinen besten Freund verliebt? Toleriert das der Eisprinz, oder fährt er die Beschützermauer hoch? Eine interessante Geschichte mit Drama, Erotik, Lie...