FÜNFUNDVIERZIG

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Am späten Nachmittag beginne ich mich für das Quidditchspiel fertig zu machen. Natürlich werde ich mein Team anfeuern, heimlich werde ich aber trotzdem immer Dracos größter Fan sein. Allein schon dieses grüne Trikot... Himmel.

Ich ziehe mir meine schwarzen Leggins, einen blutroten Pullover und passenden zu meinen Sneakers goldene Socken an. Danach binde ich mir noch meine obere Haarpartie zu einem hohen Zopf und befestige diesen mit einer rot-gold gemusterten Schleife. Ich betrachte mich im Spiegel und bin ziemlich zufrieden mit dem Ergebnis.

»Du siehst gut aus.«

Ich erschrecke und fahre herum. Hinter mir sitzt Bella mit verschränkten Beinen auf ihrem Bett und starrt mich an. Ich war so in Gedanken, dass ich gar nicht bemerkt habe, wie sie hereingekommen war.

»Bella.«, sage ich und lächle vorsichtig.

Diese seufzt. »Es tut mir leid, dass ich dich gestern so angeschnauzt habe, Maddy. Aber uns ist in den letzten Jahren so viel passiert, da ist es nichts Ungewöhnliches, wenn ein Schüler verschwindet.«

Ich verschränke meine Arme vor der Brust. »Ich weiß und mir tut es auch leid Bella, aber ich musste etwas klären. Ich hätte es dir und Hermine schon gesagt, wäre Harry nicht dabei gewesen.«

»Es geht um diesen Jungen, in den du dich verliebt hast, stimmts?«

Ich nicke.

»Aber was ist mit ihm Maddy, du kannst dich mir anvertrauen, das weist du doch.« Sie steht auf und kommt auf mich zu.

Ich senke meinen Blick. »Nicht bei dieser Sache Bella.«

Bella stöhnt frustriert. »Maddy es bringt nichts, alles in sich hineinzufressen. Ich habe doch gemerkt, dass es dir in letzter Zeit nicht gut ging! WAS-IST-LOS???«

Nun bin ich es, die frustriert knurrt. »Ich würde es dir so gerne sagen Bella glaub mir, aber ich kann nicht. Du würdest mich hassen und damit könnte ich nicht leben.«

»Ich weiß, dass ich oft zickig bin, Maddy, aber glaub mir, ich könnte dich niemals hassen! Du und Maya, ihr seid einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben!«, erklärt sie.

»Na gut.«, gebe ich nach. »Aber ich will, dass es Maya auch erfährt! Lass uns heute Abend reden, Okey? Nach dem Spiel!«

»Okey.«, sagt sie monoton und gibt sich zum Glück mit meiner Antwort zufrieden.

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Nachdem die Gryffindors die Slytherins besiegt hatten, feiern wir unseren Sieg mit einer Party im Gemeinschaftsraum.

Gemeinsam mit Bella feuere ich Ron an. Dieser hatte heute eine super Leistung abgegeben. Er steht inmitten der Leute und alle jubeln ihm zu. In seinem Gesicht erkenne ich wie stolz er ist und ich freu mich riesig für ihn.

Trotz der großartigen Party, ist meine Laune jedoch im Keller. Beim Spiel hatte jegliche Spur von Draco gefehlt und ich mache mir schreckliche Sorgen um ihn. Was ist, wenn etwas passiert ist, oder er in Schwierigkeiten ist??? Bei Merlin, bitte nicht...

Meine Aufmerksamkeit wird von Lavender angezogen, die Ron nach unten zieht, ihre Arme um seinen Hals schmiegt und ihre Lippen auf die seinen presst. Igitt!

Bella und ich schauen uns angewidert an.

Oh, bei Merlin, Hermine.

Mein Blick gleitet zu ihr und ich sehe gerade noch, wie sie mit gesenktem Haupt in der Menge verschwindet. Verdammt...

Ohne darüber nachzudenken, laufe ich ihr hinterher. Draußen auf dem Korridor begegne ich Harry. Scheinbar ist er auch auf der Suche nach Hermine. Trotz unseres Streites lächeln wir uns an. »Wir sollten nach ihr sehen.«, meint er und ich nicke.

AVER - fire & iceWo Geschichten leben. Entdecke jetzt