*Muster

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Wenn wir uns umsehen erkennen wir überall Muster. Umrisse und Schemen die sich in unserer Realität endlos wiederholen. Im Laufe der Zeit stellen wir fest, dass alles sich wiederholt. Teile des Gesichts einer Person die wir lieben. Teile des Charakters einer Person, die uns an einen Menschen erinnert den wir früher einmal gekannt haben. Ja, die ganze Geschichte der Menschheit schein voll zu sein von Archetypen, die wir aus unserem eigenen Umfeld kennen. Man könnte Zufall dazu sagen. Nun, dann schauen wir uns den Zufall mal genauer an. Verfolgen wir die sich wiederholende Ereignisse in unserem Leben. Es ist schwer einen Überblick zu behalten, denn es scheint Chaos zu sein. Chaos in dem wir Muster suchen und erkennen. Wir suchen uns selbst in dem Chaos. Das ist einfach, denn wir sind überall in diesem Chaos. Wir sind das endlose Chaos und die endlose Wiederholung.

Wie können wir das ändern? Wie können wir unserem eigenen, repetitiven Chaos entkommen? Gehen wir mal zum äußeren Ende von uns Selbst. Während einiger klarer Momente, unter dem Einfluss halluzinogener Drogen oder fortgeschrittener Meditation, können wir vielleicht einen kurzen Blick auf das Außen erhaschen. Und was sehen wir auf der anderen Seite? Überraschung: Uns selbst! Das ist keine Ausweg aus dem Ich. Fun Fact: Da ist immer nur Ich ... all down the rabbit hole.

Der einzige Weg, wie wir unserem Selbst entkommen können ist die Vorstellung, die Phantasie, die Imagination. Wenn wir Anderen aufmerksam zuhören und mentale Repräsentationen von Ihnen erstellen, können wir erahnen, wie ihre Realität sich anfühlt. Empathie! Empathie braucht Phantasie und Vorstellungskraft. Arbeiten wir an der Verbesserung unserer Vorstellungskraft. Alle unsere Realitäten haben ihr einzigartiges, unverwechselbares Aroma. Wir können uns einander zuhören. Wir können versuchen uns vorzustellen wie es ist in einem anderen Geist gefangen zu sein. Wir können emphatisch sein.

Das Konzept des Individuums, dem wir alle anhängen, ist äusserst problematisch. Diese Idee, dass eine Person unabhängig von ihrem sozialen Umfeld existieren könnte. Die alten Griechen definierten einen „Idioten" als eine Person die sich nicht in die Polis begab, die nicht fähig war sich auszutauschen, die nicht politisch war. Idiotis (Idiōtēs) heisst: Privatperson. Eine Person die nur privat ist, individuell, atomisiert. Idioten kann man nicht Ernst nehmen. Weil die einzige Art weltgewandt und gebildet zu sein ist, sich in den Augen anderer Menschen zu reflektieren. Solange wir uns selber nicht als dialektisch verstehen, entwickelt im Austausch mit Anderen, haben wir keine Vorstellung davon was es bedeutet ein Mensch zu sein.

Nehmen wir einen Hauch des Aromas eines anderen Geistes und fügen wir es unserem eigenen inneren Universum hinzu. So bereichern wir unsere Welt und entkommen dem Ich-Käfig für einen kleinen Moment.

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