Der Dieb allein mit dem Butler

281 10 0
                                        

Hey Leute,

hier ist das Kapitel dieser Woche.
Sicherlich hat der ein oder andere bereits auf dieses Kapite gewartet.
Für alle, die keinen Lemon lesen wollen, habe ich Markierungen gesetzt, dass sie diesen Abschnitt einfach überspringen können.
Ich hoffe, dass Sebastian nicht zu OC geworden ist.

LG Juzo-chan

PS: Aufgrund eines Schreibfehlers wird das Kapitel nun noch einmal korrigiert hochgeladen

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Kapitel 74: Der Dieb allein mit dem Butler

Murrend setze ich mich im Bett auf und reibe mir müde über die Augen. Als ich mich mit verschlafenen Augen umschaue, eigentlich wollte ich nur wissen wie spät es jetzt ist, bin ich auf Schlag hellwach. Alarmiert schaue ich mich um.
>Das ist nicht mein Zimmer.<, geht es mir dabei durch den Kopf: >Wo bin ich hier?< Es dauert ein paar Sekunden bis die Erinnerungen der letzten Nacht in mein Hirn durchsickern und ich mich beruhigt in die Kissen fallen lasse. Doch als die Erinnerungen klarer werden, lege ich die Hände auf mein Gesicht.
>Was habe ich da nur getan?<, frage ich mich beinahe schon panisch. Zwar habe ich kein Problem damit Menschen verführen, um Aufträge zu erfüllen. Aber das mit Sebastian ist etwas ganz Anderes. Allein der Gedanke, wie aufdringlich ich letzte Nacht war, lässt mir die Hitze in die Wangen steigen. Andererseits hat es sich auch richtig und gut angefühlt. Vor allem Sebastians Reaktion lässt mein Herz höher schlagen. Er hätte immerhin auch anders reagieren können. Beim Gedanken daran legt sich ein Lächeln auf meine Lippen. Allein die Erinnerung an letzter Nacht löst dieses Kribbeln in meinem Unterleib wieder aus. Die Frage, wie es wohl gewesen wäre, schleicht sich in meine Gedanken.
„Du bist wach.", kann ich plötzlich die ruhige Stimme des besagten Teufels hören. Kaum mehr als eine Sekunde später senkt sich die Matratze neben mir auch schon ein Stück ab. Als ich die Hände langsam von meinen Augen nehme, blicke ich direkt in Sebastians Gesicht. Auf seinen Lippen liegt ein kaum sichtbares Lächeln und seine Augen blicken mir sanft entgegen. Ein Anblick, den ich zwar bereits einige Male gesehen habe, aber nicht allzu oft auf seinen Zügen erscheint. Natürlich liegt oft ein unscheinbares und zurückhaltendes Lächeln auf seinen Lippen, doch dieses ist dann stets aufgesetzt und aus Höflichkeit. Sachte legt er seine Hand an mein Gesicht und beugt sich vor. Kurz darauf liegen seine Lippen auch schon auf meinen. Doch noch ehe ich darauf reagieren kann, sind sie auch schon wieder verschwunden. Es war nur ein kurzer, hauchzarter Kuss und doch lässt er die Schmetterlinge wie wild in meinem Bauch fliegen.
Ohne wirklich darüber nachzudenken, schlinge ich meine Arme um seinen Hals und ziehe mich ein Stück herauf. Ich sehe noch den überraschten Ausdrucken in seinen Augen, als ich meine Augen auch schon schließe und meine Lippen erneut auf seine lege. Es dauert nicht lange und ich kann spüren, wie er den Kuss erwidert. Zu Beginn ist der Kuss sanft und beinahe schon schüchtern, doch schnell wird er intensiver und leidenschaftlicher. Überrascht keuche ich auf, als sich seine Hände plötzlich in meine Seiten legen und mich noch ein Stück näher an die Brust der Teufel ziehen. Ich habe nicht einmal bemerkt, wie ich auf seinen Schoß gekommen bin. Doch nun sitze ich rittlings auf dem Schoß des Teufels und es ist kaum noch Platz zwischen uns. Ehrlich gesagt, dachte ich, dass mein vernebelter Verstand gestern Abend dieses Gefühl intensiviert hat. Aber es fühlt sich wirklich so berauschend an, wie in meinen Erinnerungen. Nur, dass ich jetzt einen klaren Verstand habe. Die Schmetterlinge flattern immer wilder und das Kribbeln, dass sie dabei verursachen, wandert von meinem Bauch herunter in meinem Unterleib. Nur zu deutlich kann ich die Hitze in meinen Wangen spüren, aber das spielt im Moment keine Rolle. Sebastians Geruch liegt überall in der Luft und hat geradezu eine betörende Wirkung. Als die Zunge des Teufels über meine Lippen streicht, gewähre ich ihm bereitwillig Einlass. Schnell entsteht ein kleiner Kampf um die Herrschaft dieses Kusses, den Sebastian mit Leichtigkeit gewinnt. Erneut keuche ich in unseren Kuss hinein, als eine seiner Hände langsam meine Seite entlangstreicht. Die andere bleibt dort wo sie war und hält mich an Ort und Stelle.
Schwer atmend blicke ich ihn an, als wir uns nach nur ein paar Minuten – die sich wie eine unbeschreibliche Ewigkeit angefühlt haben – wieder voneinander lösen. Während mich vor dem Kuss noch seine rotbraunen Augen angeblickt haben, schaue ich nun direkt in seine pink leuchtenden Augen. Intensiv liegt sein Blick auf mir und ich kann nicht anders, als ihm entgegenzublicken. Es scheint mir unmöglich den Blick abzuwenden. Nicht einmal für eine Sekunde.
„Du solltest nicht mit dem Feuer spielen.", sagt er mit gedämpfter Stimme, während seine Hand noch immer meine Seite entlangstreicht: „Ansonsten könntest du dich verbrennen." Allein seine tiefe Stimme lässt dieses Kribbeln noch stärker werden. Am gestrigen Abend wären diese Worte der Warnung wohl nicht bis in meinen Verstand durchgesickert. Heute tun sie es, doch bin ich mir nicht sicher, ob sie eine wirkliche Wirkung haben. Es fühlt sich einfach richtig an, das hier mit ihm zu tun. Kann alles, was noch folgen könnte denn falsch sein? Ehrlich gesagt, glaube ich es nicht. Sebastian mag ein Teufel sein und ich verdamme meine Seele vermutlich für immer und ewig, wenn ich mich darauf einlasse. Aber dennoch fühlt es sich richtig ein. Wer weiß, ob ich als Hexe überhaupt Zugang ins Himmelsreich erlangen würde. Und was soll ich dort, wenn Sebastian niemals dort sein kann. Jetzt klinge ich ja sogar schon wie ein verliebter Teenager.
Mit einem leichten Kopfschütteln vertreibe ich alle Gedanken, die im Moment einfach nur störend sind. Es ist in diesem Moment nur wichtig, dass es sich richtig anfühlt und allein dieser Teufel es schafft mein Herz höher schlagen zu lassen.
„Vielleicht sollte ich das Feuer fürchten.", beginne ich zu reden. Seine Augenbraue zieht sich ein Stück in die Höhe, als ich ihm langsam näher komme.
„Aber ich werde mich daran sicherlich nicht verbrennen.", hauche beinahe schon, als ich kurz vor seinen Lippen stehen bleibe. Mein Blick fängt seinen ein und hält ihn für einen Moment gefangen. Vielleicht ist es auch andersherum und Sebastian hält meinen Blick gefangen. Aber das ist mir gerade ziemlich egal.
„Wie kannst du dir da so sicher sein?", hinterfragt er mit noch immer gedämpfter Stimme. Ich kann deutlich spüren, wie seine Hand an meiner Seite langsam verkrampft. Beinahe so als müsste der Teufel sich beherrschen.
>Ist das etwa meine Schuld?<, frage ich mich überrascht. Gleichzeitig freut es mich aber auch, dass ich so eine Wirkung auf ihn haben könnte.
„Du würdest es wohl niemals zulassen.", hauche ich wieder gegen seine Lippen und komme ihnen noch ein Stück näher. Es sind nur noch Millimeter zwischen unseren Lippen und doch fühlt es sich wie eine viel zu große Distanz an. Ein zufriedenes Lächeln legt sich auf die Lippen des Teufels.
„Wie kannst du dir da so sicher sein?", wiederholt er seine Frage noch einmal. Auch auf meine Lippen legt sich ein Lächeln.
„Weil du es immer verhindert hast, deshalb.", antworte ich und lege nun meine Lippen wieder auf die seinen. Sofort erwidert der Teufel den Kuss. Langsam fahre ich mit meiner Hand seinen Nacken hinauf und kann schon kurz darauf sein weiches Haar zwischen meinen Fingern spüren.

SchattendiebGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt