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𝐀𝐋𝐈𝐓𝐀
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Seit mehreren Minuten posierte ich vor dem Spiegel in meinem Zimmer. Ich trug eine enge Jeans, darüber eine weiße Bluse und Sneaker in der selben Farbe. Als Accessoires hatte ich eine kleine, schwarze Tasche bei mir, wo mein Handy und Kopfhörer drin waren. Irgendwie musste ich ja diesen langen Trip überstehen.
Trotz dessen, dass mein Outfit nichts war, was ich im normalen Alltag trug, fühlte es sich einigermaßen bequem an. Zwar hatte ich permanent das Bedürfnis, an meinem Ärmel zu zuppeln oder etwas an meiner Kleidung zurecht zu rücken, aber in Jogginghose und Top konnte ich mich keinesfalls unserem Gastgeber präsentieren. Das wäre mir wohl peinlicher als Fabio.
Nachdem ich meine Haare ein letztes Mal durchgekämmt hatte, machte ich mich auf den Weg zur Tür. Ein letztes Mal ließ ich meinen Blick durch das aufgeräumte Zimmer schweifen. In den wenigen Tagen, wo ich hier war, war dieses ein größerer Rückzugsort für mich geworden als mein eigenes Zimmer zu Hause. Es war größer, gemütlicher... und zur Abwechslung hatte ich hier drin wirklich oft meine Ruhe gehabt. Kein Ben, der mich zum Essen oder zu einer Auswertung in die Küche holen wollte und keine Emma, die zehn Mal am Tag nach mir sah und sinnlose und langweilige Gespräche mit mir führte. Abgesehen von meinem Entführer war nur Melina, das nette Dienstmädchen, da und erkundigte sich regelmäßig nach meinem Wohlbefinden. Es war traurig, dass ich sie für die kommenden zwei Tage nicht bei mir hatte.
Schweren Herzens betrat ich den Flur und schloss meine Tür. Ich hörte bereits, wie Fabio sich unten mit einigen seiner Wachmännern unterhielt und es besänftigte meine Angst ein bisschen, dass wir beide nicht vollkommen alleine an einem Ort sein würden, wo ich mich nicht auskannte.
Langsam ging ich die Treppen nach unten und die vier Männer liefen an mir vorbei. Fabio kam auf mich zu. Wie erwartet trug er heute einen Anzug und keine Jogginghose. Ich musste zugeben, dass diese mir besser an ihm gefallen hätte.
Ehe er mein Gestarre bemerkte, sah ich zu ihm auf.
„Ich bin fertig."
Er nickte. „Ein gut gewähltes Outfit. Wenn auch ein bisschen zu geschlossen."
„Gleichfalls."
Meine Antwort ließ ihn verblüfft drein schauen, bevor ein leichtes Grinsen seine Lippen umspielte. Wahrscheinlich betrachtete er es als Kompliment und zusätzlich als Wiedergutmachung dafür, dass ich gestern beim Obstsalat-Essen Stefano angesprochen hatte.
Wir verließen seine Villa und standen in der Einfahrt, wo bereits eine Limousine auf uns wartete. Ich hatte gehofft, dass wir mit dem Camaro fahren würden, doch so sehr ich den Sound des Motors liebte, zog ich es lieber vor, nicht alleine mit ihm in einem Auto zu sitzen.
Mir wurde die Tür geöffnet und ich stieg ein, neben mir setzte sich Fabio und wir fuhren los.
Während der Fahrt blickte ich die ganze Zeit aus dem Fenster und dachte nach.
Mittlerweile machte Fabio immer häufiger Andeutungen, dass ich ihn berühren, aber nicht provozieren sollte. Ich wusste nicht, ob er mir tatsächlich die Möglichkeit geben wollte, auf diesem Gebiet mehr zu erlernen oder ob er bloß die Absicht hatte, dass ich ihm einen Gefallen tat. Um ehrlich zu sein, hatte ich des Öfteren das Bedürfnis, seine Muskeln anzufassen, aber ich hatte es mir seit Tag Eins verboten.
Der Hass, den ich empfand, wenn ich Fabio sah, schwindete immer mehr, obwohl ich gedacht hatte, ich würde nie mit ihm klarkommen. Solange man nett zu ihm war, konnte man sich mit ihm unterhalten, aber seine dominante Art würde er wohl nie abstellen.
Ich frage mich, ob wirklich so viel in mir steckt, wie alle behaupten...
Stefano sagte, ich müsse bloß erlernen, wie ich ihm die Kontrolle entreißen konnte. Viola meinte, ich hätte das Zeug dazu, ihm zu beweisen, dass er Respekt vor mir haben musste und Fabio selbst gab mir bereits die Erlaubnis, ihn an Stellen zu berühren, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich sie jemals anfassen würde.
Ich selbst betrachtete mich als ein ruhiges und nettes Mädchen, aber wie es aussah, musste ich mich in manchen Situationen wie ein Teufel benehmen, wenn ich meinen Willen kriegen wollte. Trotzdem fiel es mir schwer, mich zu verändern. Ich konnte einfach nicht vergessen, wie ich bisher gelebt hatte und behandelt wurde. Im Gegensatz zu Italien ging es mir hier in L.A. gar nicht so schlecht, wie ich zu erst angenommen hatte.
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The Enemy's Addiction (Alte Version)
RomanceNEU: JETZT BEI AMAZON ERHÄLTLICH! Seit Jahren versucht Alita den Anforderungen ihrer Familie gerecht zu werden, indem sie ihre erfolgreiche Modelkarriere immer an erste Stelle setzt. Erfolg bringt Ruhm, Ruhm bringt Geld, und das Geld ist das Einzige...
