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𝐅𝐀𝐁𝐈𝐎
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Ungeduldig legte ich das eine Bein über das andere und faltete meine Hände auf dem Schoß zusammen, nur um zu bemerken, wie kalt sie mittlerweile geworden waren. Ich konnte mir nur allzu gut vorstellen, woran das lag. Der Abend verlief nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte, obwohl so gut wie jede einzelne Person, die ich im Publikum zur Ablenkung anstarrte, dem Anschein war, dass alles nach Plan verlaufen würde.
Nein, es lief nichts so, wie es sein müsste.
So war es nun eben. Die Bühne, der Laufsteg und die riesen Vorhänge, die von der hohen Decke bis zum Boden reichten, wirkten wie eine massive Betonmauer, die verhinderte, dass die Personen auf der anderen Seite mitbekamen, wie es hier zuging. Die Zuschauer hatten sich alle ohne Diskussionen oder Streit auf ihren Platz begeben, jeder Stuhl war besetzt. Alle warteten gespannt und je länger ich in die zugepinselten Gesichter blickte, desto mehr wunderte es mich, wo die alle ihre Klamotten her hatten. Einige Outfits waren gut kombiniert, andere trugen einfarbig. Die Männer hatten maßgeschneiderte Anzüge an und wir ähnelten uns so sehr, dass ich der Befürchtung nahe war, Alita könnte mich in der Menge nicht erkennen. Vielleicht hätte ich heute Weiß anziehen sollen, oder Neongelb. Irgendwas, damit ich auffiel.
Viola hielt gerade ihre Rede, doch ich hatte nicht einmal fünf Sekunden, um ihr zuzuhören. Meine Gedanken kreisten um meine Ehefrau und ich wurde immer ungeduldiger. Ich saß nicht am Rand, sodass ich kaum Bewegungsfreiheit hatte, um mit meinem Fuß zu wippen oder mir die Knöchel zu knacken, um mich abzureagieren. Finn stand irgendwo am anderen Ende des Raumes, leistete seiner Freundin moralische Unterstützung, indem er sie die ganze Zeit angrinste. Wenigstens zwei, die sich halbwegs entspannen konnten.
Aufmerksam lehnte ich mich zurück und spitzelte zu meiner Linken, um meinen Wachmann ausfindig zu machen. Mit einem Nicken symbolisierte er mir, dass alles in Ordnung war. Keine Auffälligkeiten von Leuten, die die Show sabotieren wollten. Ein Punkt auf meiner Liste war abgehakt.
Zum Zerreißen angespannt wandte ich mich letztendlich, nachdem ich gefühlt jedem Mann einen Todesblick zugeworfen hatte, zurück zur Bühne, wo Viola das Motto ansprach. Devilish for the Midnight Dinner. Alitas Makeup hatte es bereits perfekt verkörpert. Wie wohl ihr Kleid aussah?
Ich musste mich an ihre leise Stimme erinnern, als sie sagte: „Ich möchte dich mit meinem Auftritt begeistern."
Warum, Kleines?
Warum lässt du mich hier im Unwissenden sitzen und Angst kriegen, dass hinter den Kulissen etwas mit dir passiert?
Warum hast du mich weggeschickt?
Wieso habe ich das zugelassen?
„Ich möchte dich begeistern."
Du wolltest mich sprachlos machen? Mich mit deinem Aussehen um den Verstand bringen? Lag es dir wirklich so sehr am Herzen, mich zu beeindrucken?
Schließlich beantwortete ich mir die Frage selbst. Sie wollte mir einen schönen Abend bescheren und dafür hatte sie mehrmals um Ruhe und Abstand gebeten, um sich fertig zu machen. So lange hatte sie sich darauf schon gefreut.
Gestern beim Essen hatte sie noch davon geschwärmt, wie toll das Kleid aussah, dass Viola ihr schon Fotos geschickt hatte, und wie glücklich es sie machte, alle Accessoires in der Stadt bekommen zu haben, die sie wollte. Sie hatte nicht mal mehr an diesen Johnson aus dem Juweliergeschäft gedacht, den ich schon längst feuern und wegen sexueller Belästigung anzeigen lassen hatte. Wenn ich es mir recht überlegte, war ich gerade so aufgewühlt, dass ich der Meinung war, dass es besser gewesen wäre, ihn zur Strecke zu bringen. Mh, nun ja, es war noch lange nicht zu spät, umden Gedankengang in die Tat umzusetzen.
Meine Augen schweiften zu Marco rüber, den ich zu meiner Überraschung nicht bei mir auf einem Platz in der Mitte auffand, sondern am Rand neben den Kritikern. Ein VIP-Platz an der schlechtesten Ecke, wo man am wenigsten in der ersten Reihe sehen konnte. Es wunderte mich, dass er überhaupt den Mumm besaß, sich hier blicken zu lassen. Zwar hatte er mich gesehen, aber nichts gesagt und mich für den Rest ignoriert. Hoffentlich war das bei seiner Freundin, falls die denn immer noch zusammen waren, auch so. Diese hochnäsige Schnepfe war das Letzte, was meine Rose gebrauchen konnte. Immerhin war ich nicht blind. Ich hatte Alita schon bei Fahrtantritt angesehen, dass etwas war.
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The Enemy's Addiction (Alte Version)
RomanceNEU: JETZT BEI AMAZON ERHÄLTLICH! Seit Jahren versucht Alita den Anforderungen ihrer Familie gerecht zu werden, indem sie ihre erfolgreiche Modelkarriere immer an erste Stelle setzt. Erfolg bringt Ruhm, Ruhm bringt Geld, und das Geld ist das Einzige...
