35 - Chilling Evening

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(ca. 4900 Wörter)

𝐅𝐀𝐁𝐈𝐎
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Irritiert lehnte sie sich ein Stück nach hinten und verlor dabei kurz das Gleichgewicht. Dennoch konnte sie sich rechtzeitig an meinen Bauchmuskeln festhalten, was ein kleines Grinsen in mir heraufbeschwörte, ich es aber sicherheitshalber zu unterdrücken versuchte. Allerdings gelang mir das nur mäßig und sie entdeckte wenig später meine leicht angehobenen Mundwinkel, die sich nicht wieder nach unten bewegen wollten. Ihre Hände lagen noch immer auf meinem Sixpack, als sie sich aufstützte und unseren Blickkontakt nicht abbrach. Erneut kniete sie sich hin, während ich mich weiterhin auf meine Ellenbogen stützte, und ich wagte es noch nicht, mich aufzusetzen.

„Du hast deine Belohnung schon bekommen.", sagte sie deutlich.

„Aber damit würdest du mir sehr helfen.", argumentierte ich und versuchte sie mit meinen Augen zu beeinflussen, da mir nichts anderes übrig blieb. Ich setzte alles daran, ihre Intensität zu kopieren und auf sie selbst zu übertragen, doch der gewünschte Effekt ließ sich nicht blicken. Im Gegenteil. Sie legte den Kopf schief und biss sich auf die Unterlippe. Es machte mich verrückt.

„Inwiefern helfe ich?", fragte sie und beugte sie wieder zu mir vor. Bald spürte ich ihre Knie an der Innenseite meiner Oberschenkel. Sie hatte die Hände links und rechts von mir abgestützt. „Ich bezweifle, dass dein Körper sich dann schneller erholt. Du hättest besser aufpassen müssen, Fabio."

Bei dem Klang meines Namens brach eine Welle der Gänsehaut über mich hinein und versetzte alles in mir in eine Schockstarre. Selbst mein Atem verabschiedete sich wieder, als ihre Stupsnase meine fast berührte. Ganz klar, sie wollte mich provozieren - das machte sie ja für ihr Leben gerne, wie mir schien -, aber ich konnte und wollte das nicht länger auf mir sitzen lassen, nicht heute. Entweder ich raffte mich und wartete noch, bis sie Ja sagte und kassierte eventuell doch ein Nein, oder ich gestand, dass das mein einziger Wunsch war und ich darauf wartete, seit ich vor ein paar Tagen aus dieser Tür getreten war. Tja, viele Optionen hatte ich nicht.
„Ich weiß, dass ich besser hätte aufpassen sollen.", begann ich und krallte meine Hände wieder in die Bettdecke, weil sie nassgeschwitzt waren. „Und ich weiß, dass ich das in deinen Augen noch nicht verdient habe, aber ich bin wie ausgehungert. Du hast mich mehr als drei Tage lang ungeküsst und unberührt gelassen."

„Du bist derjenige, der meinte, er muss nach Italien. Nicht ich.", ergänzte sie etwas trocken.

„Ich weiß." Bedrückt senkte ich den Kopf, sah dann aber wieder zu ihr hoch. Was stellte sie nur mit mir an? „Und ich weiß, dass es besser gewesen wäre, dir davon zu erzählen. Ich werde es mir für die nächsten Male merken."

„Das will ich hoffen."

„Aber du... du kannst mich nicht einfach verarzten und dann ohne weiteres so... liegen lassen und dein Werk als fertig betiteln. So geht das nicht."

„Doch das geht. Natürlich geht das."

„Nein.", entgegnete ich scharf und sie zog bei meinem Tonfall die Stirn in Falten. „Das kannst du nicht mit mir machen, Alita. Ich brauche diesen Kuss. Dringend, sonst drehe ich noch durch. Es würde mir danach so viel besser gehen, versteh das doch!"

Nachdem ich zu Ende gesprochen hatte, begann sie zu grinsen. „Ach? Du bist ehrlich zu mir?"

Fuck, ja! „Bitte." Bitte, bitte, bitte.

„Na schön. Weil du es bist.", sagte sie und ich konnte ihre Worte kaum fassen.

Als ich realisiert hatte, dass sie nicht scherzte, hatte sie bereits ihre Lippen kraftvoll auf meine gedrückt. Ich schloss die Augen und ließ meinen Kopf langsam in die Laken fallen, während mir ein genießerisches Stöhnen entwich und meine Arme sich wie von selbst um ihre Taille legten. Fest umschlungen ließ sie sich auf mir nieder, vergrub ihre Finger in meinem Haar, um genüsslich daran zu ziehen.

The Enemy's Addiction (Alte Version)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt