29 - In the City

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(3000 Wörter)

𝐀𝐋𝐈𝐓𝐀
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Wir flitzten regelrecht zum Auto und als wir einstiegen und uns anschnallten, entdeckte ich bereits die schwarze Wetterfront am Horizont.

„Naja, wahrscheinlich sollten wir uns doch etwas sputen. Also: wir müssen zum Juwelier, dann in ein Schuhgeschäft und wenn wir es schaffen, gehen wir noch zu Gucci oder so." Mit diesen Worten startete sie den Motor und ließ das Dach hochfahren. Mir entging nicht, dass die Temperatur stark abgenommen hatte. Von den bis vorhin noch wohligen 27 Grad waren jetzt nur noch etwa 20 übrig. Das gefiel mir gar nicht.

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Während meine Sitznachbarin sich den Weg in das Innere der Stadt frei bahnte, checkte ich den Wetterbericht. „Tatsächlich. Starkes Gewitter gegen 16:00 Uhr bis 22:00 Uhr abends. Wahrscheinlichkeit beträgt 90 Prozent."

„Gut, wir haben also knapp zwei Stunden. Nicht gerade viel. Pass auf." Sie fuhr rechts ran. „Steig aus und schau schon mal nach Schmuck. Ich parke um die Ecke und bin sofort bei dir."

„Alles klar, bis gleich."
Obwohl es mir überhaupt nicht Recht war, auch nur für ein paar Minuten alleine gelassen zu werden, kam ich ihrer Anweisung nach, sprang aus dem Auto und direkt in den Laden gegenüber. Mein Herz pochte, als ich über die Schwelle trat und den Teppich unter meinen Turnschuhen spürte. Der Wind ließ nach, hier drin war es angenehm, die Lautstärke der Leute, die draußen umher liefen, war gedämpft. Dennoch überkam mich ein kalter Schauer. Schließlich war ich noch nie hier gewesen, weder in diesem Laden, noch überhaupt in der Stadt. Wie bestellt und nicht abgeholt stand ich in dem Juweliergeschäft, umgeben von haufenweise Vitrinen voller Schmuck.

Kaum hatte ich mich einmal umgesehen, stand auch schon ein großer, schlanker Herr in einem maßgeschneiderten Anzug und Brille vor mir.

„Guten Tag, junge Dame. Wie kann ich Ihnen behilflich sein?"

Ich musste meinen Kopf in den Nacken legen, um ihn ansehen zu können. Kurz lugte ich auf sein Namensschild auf der Brust. „H-Hallo Herr... Johnson. Äh, ich suche nach Goldschmuck. Ohrringe, um genau zu sein."

Der Dunkelhaarige fixierte meine Kette, die ich bereits um den Hals trug, mit großen Augen an. Gut, vielleicht war es auch mein Ausschnitt, der ihn faszinierte, und das war mir mehr als nur unangenehm. Es dauerte eine ganze Weile, bis er antwortete. „Natürlich. Folgen Sie mir."

Oh ne. Ich mag den nicht.

„Irgendwelche Sonderwünsche, Madame?"

Scheiße, wo bleibt Viola bloß??
„Ich brauche welche mit roten Edelsteinen."

„Mh mh." Er zeigte mir eine Palette an Schmuck. „Hier sind unsere besten Schmuckstücke." Er holte sie hervor und stellte sie auf die Glasplatte vor mich hin. Danach stützte er sich auf den Rand der Vitrine und beäugte mich. Ich konnte sehen, dass seine Augen nicht auf dem Gold lagen, was ich mir gerade anschaute. Die Situation stresste mich und ich griff nervös an meinen Anhänger.

„Die hier sind schön.", sagte ich und zeigte auf ein Paar in der Mitte.

„Sie würden Ihnen perfekt stehen." Ohne Vorwarnung nahm er sie aus dem Samtkissen und lief um den Glasschrank herum, um sie mir anzulegen.


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𝐅𝐀𝐁𝐈𝐎
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Mein Handy leuchtete auf, als ich zum wiederholten Mal gegen den Boxsack schlug. Meine Augen zuckten nach unten auf den Boden, wo mein Handy neben dem Handtuch lag. Ich runzelte die Stirn.

The Enemy's Addiction (Alte Version)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt