46 - Nasty Little Bedroom

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Das letzte (nicht vollständige) Kapitel


Alita

-

Nachdem wir in der Villa angekommen waren, war ich die Erste von uns beiden gewesen, die das Auto verlassen und das Haus betreten hatte.

Den ganzen restlichen Tag verbrachte ich in meinem Zimmer. Die Tür war nicht abgeschlossen, da Melina ab und zu bei mir vorbei schaute. Einmal brachte sie mir meine frisch gewaschen Sachen vorbei und sortierte sie in meinen Schrank. Das andere Mal brachte sie mir neue Handtücher. Gerade kam sie zum dritten Mal herein, um mir ein Glas Sprite zu bringen, was ich nicht bestellt hatte. Ich sagte nichts dazu, nahm es fast wortlos entgegen und brachte nur abwesend, wenn ich es überhaupt getan hatte, ein leises „Danke" über die Lippen.

Ich wurde nicht gefragt, was mit mir los war. Es wurde nicht gefragt, ob es mir gut ging. Gefragt wurde ich nur, ob ich noch etwas brauchte, und ich sagte „Nein".

Was tat ich eigentlich? – Nichts. Absolut nichts. Ich saß nur in meinem Bett und machte mir über alles Gedanken, was heute vorgefallen war.

Das Gespräch mit Stefano hatte mich betäubt. Über jede Frage, die er gestellt hatte, jedes Thema, über das er ein Wort verloren hatte, musste ich genaustens nachdenken.

Mein Kopf tat mittlerweile weh und schien förmlich zu rauchen. Ich konnte nicht sagen, wem von den zweien ich mehr Glauben schenken sollte, Fabio oder Stefano. Beide redeten davon, dass ich dem jeweils anderen nichts abkaufen sollte. So war es eben unter Brüdern, oder? War das nicht komplett normal, die beiden unterschiedliche Ansichten hatten?

Bestimmt.

Es war bestimmt normal.

Was allerdings nicht normal sein konnte, war, dass beide die Wahrheit sprachen. Wenn ich mit ihnen redete und sie sich über den jeweiligen Bruder beschwerten, war es schwer zu übersehen, dass zwischen ihnen eine Art Battle zu herrschen schien. Sie duellierten sich. Aber warum? Und um was? Um welchen Preis?

Einer von beiden log mich an, aber ich konnte nicht sagen, wer es war. Stefano hatte mir heute glasklar gemacht, dass er auf mich aufpasste. Er war der Meinung, dass ich mich ausnutzen ließ. Und Fabio meinte, ich sollte nichts von dem Glauben, was er sagte.

Stefano war mir am Anfang sympathischer gewesen. Er war der Nette und Verständnisvolle, sein Bruder das Gegenstück. Dann hatte sich das Blatt gewendet. Ich hatte Angst vor Stefano und vertraute Fabio mehr. Doch jetzt, nachdem er mich im Auto angeschrien hatte, wusste ich überhaupt nicht mehr, ob er mich wirklich mochte. Ich provozierte gerne, das wusste er, und auch gerne auf seine Kosten, versteht sich, aber weshalb war er so wütend gewesen? War das komplett meine Schuld? Weil ich drei Minuten zu spät kam?

Nein. Nein, nein, nein.

Das konnte es nicht gewesen sein. Er war immer geduldig mit mir. Warum heute nicht?

Ich hob meinen Kopf, als meine Angestellte aus dem Bad kam. Vermutlich hatte sie mir noch etwas gebracht. Vielleicht neue Seife, anderes Shampoo, eine zweite Handcreme, was weiß ich. War das schon das vierte oder fünfte Mal, dass sie hier war? Teleportierte sie sich in mein Zimmer? Wieso bemerkte ich sie nicht, sobald sie es betrat, obwohl ich die ganze an die Tür starrte? War es, weil ich jemand bestimmtes erwartete?

„Melina."

Sie drehte sich abrupt um, beinahe bestürzt, dass ich ihren Namen ausgesprochen hatte. „Ja, Miss?"

„Ehm..." Tja. „Weißt du, was Fabio gerade macht? Ist er beschäftigt?"

„Soweit ich weiß ist er in seinem Büro mit einem Kunden."

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⏰ Letzte Aktualisierung: Apr 30, 2024 ⏰

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