Kapitel 14

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Der Verhörraum wirkte beklemmend

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Der Verhörraum wirkte beklemmend. Die Wände waren kahl und schienen die Kälte der grauen, sterilen Umgebung zu verstärken. Nur das leichte Summen der Kamera, die in der Ecke des Raums auf einem Stativ montiert war, unterbrach die bedrückende Stille. Ein schmaler Lichtstrahl fiel durch das halbgeschlossene Fenster und ließ den Staub in der Luft wie Scherben glitzern. Ich spürte, wie sich mein Herzschlag beschleunigte.

Alper saß mir gegenüber, seine Hände flach auf den Tisch gelegt, als suchte er Halt. Seine Finger waren angespannt, die Knöchel traten weiß hervor. Er war still, seine Augen starrten auf einen Punkt irgendwo vor sich, doch sein Kiefer mahlte unmerklich. Er fühlte sich sichtbar unwohl, und ich konnte spüren, dass er am liebsten aufstehen und gehen würde.

Die Tür öffnete sich mit einem metallischen Knarren, und Can Falay trat ein. Er war groß, mit breiten Schultern und einem dunklen Anzug, der makellos saß. Sein Blick war scharf und fixierte sofort Alper, bevor er sich langsam zu mir drehte. Sein Gesichtsausdruck war unbewegt, aber in seinen Augen lag etwas Kaltes, fast Bedrohliches.

„Nisa," sagte er knapp, ohne den Anflug eines Lächelns. Es war das erste Mal, dass er mich in diesem Fall direkt ansprach, und sein Ton war distanziert. Ich spürte, wie sich mein Magen zusammenzog. Can und ich kannten uns aus früheren Prozessen, und seine Art, mich völlig professionell zu behandeln, machte mich nervös. Er wollte mich testen.

„Herr Kalkan," begann er und ließ seine Stimme schneidend durch den Raum hallen. „Es freut mich, dass Sie sich endlich dazu herabgelassen haben, uns Ihre Zeit zu schenken." Er zog den Stuhl zurück, setzte sich und lehnte sich mit übertriebenem Selbstbewusstsein zurück.

Alper schnaubte leise, doch ich spürte die Unruhe in seiner Haltung. Er wich dem Blick des Staatsanwalts aus, seine Hände begannen leicht zu zittern, während sie immer wieder über die Tischplatte strichen. Ich trat ihm unauffällig gegen das Schienbein, was ihn abrupt innehalten ließ.

Can ignorierte das und fuhr fort: „Wir haben nicht ewig Zeit, also lassen Sie uns das Ganze schnell hinter uns bringen." Seine Stimme hatte einen scharfen, provokativen Unterton.

„Dann verschwenden wir keine Zeit," sagte ich, bemüht, meine Stimme fest und souverän klingen zu lassen. Innerlich war ich angespannt. Es war schwer, nicht auf seine Angriffe zu reagieren, doch ich wollte ihm nicht den Triumph gönnen, mich aus dem Gleichgewicht zu bringen.

„Gut." Can zog eine Mappe hervor, öffnete sie langsam und ließ die Spannung im Raum steigen. „Herr Kalkan, Ihnen wird vorgeworfen, mehrfach gegen das Gesetz verstoßen zu haben. Die Anklagepunkte sind schwerwiegend: Einbruchdiebstahl, schwere Brandstiftung und besonders schwere Brandstiftung mit Gefährdung von Menschenleben." Seine Stimme wurde mit jedem Wort härter, und ich spürte, wie Alper neben mir unruhig auf seinem Stuhl hin und her rutschte.

„Haben Sie die Anklagepunkte verstanden?" fragte Can mit einem durchdringenden Blick.

Alper nickte stumm, doch seine Stimme versagte ihm den Dienst. Ich legte kurz eine Hand auf seinen Arm, um ihn zu beruhigen, aber er zuckte leicht zurück. Seine Nerven lagen blank, das war offensichtlich.

𝐒𝐞𝐞𝐥𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐦𝐞𝐫𝐳Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt