»Der Abschied hinterließ einen Seelenschmerz, so leise und tief wie das Flüstern vergangener Träume.«
In einer Welt, in der Loyalität und Verrat oft nur einen Atemzug voneinander entfernt sind, gibt es Menschen, die ihre wahren Absichten hinter Mask...
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„Kein Kuss?"
Ich errötete und wandte mich leicht ab, doch Alper trat einen Schritt näher und beugte sich zu mir. Seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.
„Dafür haben wir noch genug Zeit, oder?"
Sein Lächeln war so ehrlich, so voller Zuneigung, dass mein Herz für einen Moment aussetzte.
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Als wir das Standesamt verließen, umfing uns die kühle Nachtluft, und die Straßenlaternen warfen ein sanftes, warmes Licht auf den Gehweg. Die Lichter der Stadt verschwanden mit jedem Schritt ein wenig mehr, und es fühlte sich an, als ließen wir den Tag hinter uns. Der Gedanke, dass wir jetzt tatsächlich verheiratet waren, schlich sich in meinen Geist, fast wie ein flimmerndes Bild, das sich immer wieder in den Vordergrund schob. Es war surreal. Ich fragte mich, ob das wirklich unser Leben war, ob wir uns nicht in einer Art Traum befanden, der irgendwann verblassen würde.
Ich bemerkte, wie Alper einen flüchtigen Blick auf mich warf, als ich meine Hand langsam aus seiner Umklammerung löste. Die Stille zwischen uns war nicht unangenehm, sondern vielmehr von einer sanften Nachdenklichkeit geprägt. Ich ließ meinen Blick auf den Boden sinken und konnte den Gedanken nicht abschütteln, dass diese Entscheidung, diese Hochzeit, genauso schnell Realität geworden war, wie sie sich auf einmal angefühlt hatte.
Alper bemerkte die Veränderung in meiner Haltung und legte vorsichtig seinen Arm um meine Schultern. „Na, hat dir meine Hand zu viel Liebe geschenkt, oder warum diese plötzliche Trennung?" fragte er mit einem Lächeln, das er versuchte, hinter seiner Stimme zu verbergen. Es war ein kleiner, aber spürbarer Versuch, mich aus meinen Gedanken zu holen, und es funktionierte. Ich spürte, wie sich die Anspannung in mir löste und sich ein kleines Lächeln auf mein Gesicht schlich.
„Vielleicht will ich nur sicherstellen, dass deine Hände noch frei sind, um mir die Tür zu öffnen", erwiderte ich mit einem schelmischen Grinsen, während ich ihm spielerisch den Ellbogen in die Seite stieß. Ein leises Lachen entglitt uns beiden, und für einen Moment schien die Welt um uns herum ein wenig leichter zu werden.
Alper, offensichtlich amüsiert von meiner Schlagfertigkeit, antwortete mit einem breiten Grinsen: „Gut, dann werde ich mich bemühen, meine Hände für solche wichtigen Aufgaben freizuhalten. Aber keine Sorge, ich kann mehrere Aufgaben gleichzeitig auf mich nehmen."
Seine Stimme war voller Zuneigung, dass mein Herz einen kleinen Sprung machte. Es war als ob sein Humor nicht nur die Situation auflockerte, sondern mir auch das Gefühl gab, dass ich nicht allein war, dass wir gemeinsam diese Herausforderung annehmen würden, was auch immer sie bringen würde.
Plötzlich blieb Alper stehen. Ich spürte, wie er meinen Schritt bremste, und sah ihm fragend hinterher, als er sich zur Seite wandte und über das Grass ging. Mein Herz schlug schneller, während ich ihm zusah, wie er sich bückte und etwas vom Boden aufhob. Als er zurückkam, hielt er ein kleines Gänseblümchen in der Hand.