»Der Abschied hinterließ einen Seelenschmerz, so leise und tief wie das Flüstern vergangener Träume.«
In einer Welt, in der Loyalität und Verrat oft nur einen Atemzug voneinander entfernt sind, gibt es Menschen, die ihre wahren Absichten hinter Mask...
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Ich lag auf der Couch, meinem Bett, seit wir „verheiratet" waren und starrte an die Decke. Die Uhr an der Wand tickte leise vor sich hin. Sonst war alles still. Zu still. Es fühlte sich an, als würde der Raum kleiner werden, als würde die Luft dicker und schwerer, mit jedem Atemzug ein bisschen schwerer zu ertragen.
„Es ist schon okay", hatte er gesagt. Und trotzdem hatte ich den Bruch in seiner Stimme gehört. Dieses leise Zittern, das einem sagt, dass es eben nicht okay ist, dass da gerade etwas zerbricht. Ich kannte diesen Ton. Ich hatte ihn oft selbst benutzt, um nicht zeigen zu müssen, wie weh es eigentlich tut.
Der Gedanke, dass er mich einfach so gehen lassen würde, traf mich wie ein Schlag. Ich hatte gedacht, ich könnte damit umgehen. Stark sein. Aber da war plötzlich dieses enge Gefühl in meiner Brust, als würde etwas in mir auseinanderfallen, ganz leise, Stück für Stück.
Ich hielt es in der Wohnung nicht mehr aus. Die Luft war stickig, die Stille zu laut. Alles erinnerte mich an ihn, an unsere Gemeinsamkeiten. An all das, was zwischen uns war, oder hätte sein können. Es war nicht nur sein Geruch, der in den Räumen hing. Es war das Gefühl von Nähe, das jetzt fehlte, und dass ich nicht abschütteln konnte.
Ich setzte mich auf, langsam, so als müsste ich mich selbst davon überzeugen, dass ich das hier wirklich durchziehe. Ich griff nach meiner Tasche. Sammelte meine Sachen zusammen. Viel war es nicht. Ich hatte nie wirklich viel mitgebracht. Immer so getan, als sei das hier nur vorübergehend. Als würden wir beide unser eigenes Ding machen, nebeneinander her. Keine Nähe, keine Bindung. Nur eine Vereinbarung.
Aber jetzt, wo ich ging, merkte ich, dass ich doch mehr dagelassen hatte, als ich gedacht hatte. Nicht in Kisten oder Schubladen, sondern in Momenten. In Gesprächen. In Blicken, bei denen ich kurz vergessen hatte, dass das hier eigentlich nur ein Deal war.
Und genau das machte es so schwer, zu gehen.
Ich zog mir die Jacke über, griff nach meiner Tasche und öffnete die Wohnungstür. Der kalte Luftzug aus dem Hausflur traf mich direkt im Gesicht, frisch, fast wie ein kleiner Schock, aber auch befreiend. Ich blieb kurz stehen, sah noch einmal zur Couch zurück. Dann zur Tür von Alpers Zimmer. Geschlossen. Kein Laut. Irgendwie passend.
Ich trat hinaus und zog die Tür leise hinter mir zu. Kein Knallen, kein Drama. Nur dieser leise Klick, der sich trotzdem endgültig anfühlte. Mit jedem Schritt den Flur runter wurde mein Brustkorb enger, als würde ich irgendetwas Wichtiges zurücklassen. Aber ich wusste, dass ich das gerade tun musste.
Draußen war es still. Der Himmel war dunkel, der Mond stand klar über den Dächern, und die Straße lag leer da. Ich ging zu meinem Auto, stieg ein und fuhr los. Die Stadt zog an mir vorbei. Alles wirkte wie eine Routine, in die ich mich einfach fallen ließ.
Als ich vor meiner Wohnung hielt, blieb ich noch einen Moment im Auto sitzen. Ich hatte gehofft, es würde sich besser anfühlen, wieder hier zu sein. Sicherer. Ruhiger. Und ja, ein Stück weit tat es das. Es war mein Ort. Mein Raum. Kein Schwebezustand, keine Unklarheit, keine unausgesprochenen Dinge.