Kapitel 55

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Alpers Blick ruhte auf mir

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Alpers Blick ruhte auf mir. Kein Druck, kein Flehen, nur diese klare Präsenz, die sagte: Ich bleibe hier, auch wenn du noch nicht weißt, ob du dasselbe willst.

„Nisa," sagte er erneut, seine Stimme weich, aber bestimmt. „Ich weiß, dass das nicht leicht ist. Für keinen von uns. Aber ich will, dass du weißt: Es ist mir ernst. Ich habe lange gebraucht, um meine Gefühle zu verstehen, vielleicht zu lange. Aber jetzt weiß ich, was ich will. Und das bist du."

Ich schluckte.

Es war keine Floskel. Kein leeres Versprechen.

Ich konnte es in seinem Ton hören. In seinem Blick lesen. Er sprach nicht, um mich zu überzeugen. Er sprach, weil er zum ersten Mal wirklich für sich selbst sprach.

„Ich will, dass du siehst, dass es echt ist. Kein Spiel. Kein Vielleicht. Ich will, dass du an uns glaubst, so wie ich es tue. Und ich weiß, dass ich mir dein Vertrauen nicht einfach nehmen kann. Ich will es mir verdienen."

Ich sah ihn an. Versuchte, in seinem Gesicht einen Zweifel zu finden, irgendetwas, das mir einen Grund geben würde, zurückzuweichen.

Aber da war nichts. Nur Ehrlichkeit. Nur er.

Und das machte mir mehr Angst als alles andere.

Denn meine Zweifel galten nicht ihm, sie galten mir.

Meinem Mut. Meiner Fähigkeit, mich wirklich fallen zu lassen.

Was, wenn ich es nicht konnte?

Dann streckte er die Hand nach mir aus. Langsam. Ohne Eile.

Kein Drängen. Nur ein Angebot.

„Ich weiß, was du gesagt hast. Dass du Freundschaft willst. Und wenn das der Weg ist, auf dem du dich sicher fühlst, dann gehe ich ihn mit dir. Aber lass uns nicht so tun, als wäre das alles. Lass uns nicht vergessen, was zwischen uns ist."

Er hielt kurz inne. „Lass uns schauen, wohin das führt. Gemeinsam. Schritt für Schritt."

Seine Hand berührte meine. Kein Griff. Keine Festhaltung. Nur Berührung. Nur Wärme.

Und in dieser Berührung lag so viel mehr, als Worte sagen konnten.

Ein Teil von mir wollte sich sofort an ihn klammern. In diesem Moment verschwinden. Alles einfach glauben.

Aber der andere Teil, der verletzliche, ängstliche Teil, hielt mich zurück.

Ich hatte mich einmal zu tief verloren. Ich wollte nicht noch einmal stolpern, ohne den Boden unter mir zu sehen.

Aber...

Vielleicht musste ich nicht alles sofort wissen.

Vielleicht reichte es, dass ich seine Hand spürte. Dass er blieb.

Ich sah ihn an. Ein leises, kleines Nicken. Kein großes Versprechen. Aber ein Anfang.

Und für jetzt, reichte das.

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⏰ Letzte Aktualisierung: Feb 24 ⏰

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𝐒𝐞𝐞𝐥𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐦𝐞𝐫𝐳Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt