Kapitel 36

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Plötzlich zerriss das schrille Klingeln meines Telefons die Stille

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Plötzlich zerriss das schrille Klingeln meines Telefons die Stille. Ich zuckte zusammen, blinzelte benommen und griff nach dem Handy. Mein Herz schlug schneller, als ich auf das Display sah, eine unbekannte Nummer. Einen Moment lang zögerte ich, dann nahm ich den Anruf entgegen.

„Ja?" Meine Stimme klang noch müde, aber die Neugier hielt mich wach.

„Guten Morgen, mein Name ist Sienna Aurell. Ich bin Journalistin." Die Stimme am anderen Ende war ruhig, professionell. „Ich habe Ihre Nachricht erhalten und einige Recherchen durchgeführt."

Ich richtete mich auf, plötzlich hellwach. „Worum geht es?"

„Es gibt Hinweise darauf, dass die Autogalerie Verbindungen zu einer korrupten Gruppe hat", fuhr sie fort. „Vor ungefähr drei Jahren gab es bereits Gerüchte, aber ich habe Spuren gefunden, die auf illegalen Autohandel und andere Machenschaften hindeuten."

Die Enthüllung einer dunklen Vorgeschichte bestätigte meine schlimmsten Befürchtungen, aber auch mein Instinkt, dass hier mehr im Spiel war. Gleichzeitig spürte ich einen wachsenden Druck. Was bedeutete das für Alper?

„Was genau haben Sie herausgefunden? Gibt es Beweise für die Unschuld meines Mandanten?" Die Worte kamen schärfer heraus, als ich beabsichtigt hatte. Die Erschöpfung hing noch in mir, doch die Dringlichkeit dieses Moments ließ sie in den Hintergrund rücken.

Am anderen Ende entstand eine kurze Pause. „Es ist kompliziert", sagte sie schließlich. „Die Beweise sind indirekt. Sie deuten darauf hin, dass Ihr Mandant nicht der Hauptakteur in dieser Sache ist. Aber es gibt eine Verbindung zwischen der Autogalerie und kriminellen Netzwerken. Wenn wir weiter graben, könnten wir mehr herausfinden."

Ein Knoten formte sich in meinem Magen. Indirekte Beweise? Das reichte nicht. Nicht, um Alper da rauszuholen, nicht, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Ich atmete tief durch, zwang mich, klar zu denken.

„Ich brauche Fakten. Handfeste Beweise, die ihn zweifelsfrei entlasten", sagte ich entschlossen. „Lassen Sie uns zusammenarbeiten. Je mehr wir aufdecken, desto besser können wir ihn entlasten und die Wahrheit ans Licht bringen."

Ich hörte, wie die Journalistin zustimmend ausatmete. Dann begann sie, mir ihre Erkenntnisse zu erklären.

Sie hatte sich durch öffentliche Finanzunterlagen der Autogalerie gearbeitet, sich legalen Zugang zu Geschäftsberichten verschafft und die Zahlen genau analysiert. Dabei war sie auf Unstimmigkeiten gestoßen, verdächtige Transaktionen, nicht deklarierte Einnahmen, Geldbewegungen, die keinen Sinn ergaben.

„Ich habe konkrete Hinweise auf Geldwäsche", erklärte sie. „Ungewöhnliche Zahlungen, Verbindungen zu Firmen, die auf dem Papier existieren, aber in Wirklichkeit nur Briefkastenfirmen sind. Es gibt auch Überweisungen an Privatpersonen, deren Identität fragwürdig ist. Alles deutet darauf hin, dass hier krumme Geschäfte laufen."

𝐒𝐞𝐞𝐥𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐦𝐞𝐫𝐳Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt