»Der Abschied hinterließ einen Seelenschmerz, so leise und tief wie das Flüstern vergangener Träume.«
In einer Welt, in der Loyalität und Verrat oft nur einen Atemzug voneinander entfernt sind, gibt es Menschen, die ihre wahren Absichten hinter Mask...
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Meine Gedanken waren ein einziges Chaos, ein Sturm, den ich nicht bändigen konnte. Ich hatte nicht geplant, mich so zu fühlen. Ich wusste nicht einmal genau, wann es angefangen hatte, aber jetzt war es da, dieses unaufhaltsame Gefühl, das mich innerlich auffraß. Ich konnte es nicht mehr ignorieren, so sehr ich es auch versuchte.
Ich hatte immer geglaubt, dass ich die Kontrolle über meine Emotionen habe, dass ich mein Leben nach Vernunft und Logik führen könnte. Doch in seiner Gegenwart fühlte ich mich anders. Es war, als ob er etwas in mir zum Klingen brachte, etwas, das ich nicht einmal benennen konnte. War es Bewunderung? War es Dankbarkeit? Oder war es am Ende viel mehr?
Seit seinem Freispruch hatte ich ihn nicht mehr gesehen, und diese Leere in mir wurde mit jedem Tag größer. Es war nicht nur sein Fehlen, das mich beschäftigte, sondern die Erkenntnis, dass ich ihn vermisste. Nicht nur als Anwältin, nicht nur als jemand, der ihm geholfen hatte, sondern als Frau.
Ich saß auf dem Sofa im Wohnzimmer meiner Mutter, während der Duft von frisch gebrühtem Kaffee den Raum füllte. Ich hatte ihn kaum angerührt, obwohl ich sonst nie eine Einladung meiner Mutter ohne eine warme Tasse Kaffee in der Hand verbrachte.
Meine Mutter beobachtete mich schweigend. Sie kannte mich zu gut, um nicht zu bemerken, dass etwas nicht stimmte. Schließlich legte sie sanft eine Hand auf meine Schulter und sah mich mit diesem wissenden Blick an, den nur Mütter haben.
„Nisa, du siehst nicht gut aus. Irgendetwas beschäftigt dich sehr, nicht wahr?"
Ich versuchte zu lächeln, aber es fühlte sich gezwungen an. „Ich bin nur müde, Mama."
Doch sie ließ sich nicht täuschen. „Müde? Nein, das ist es nicht. Dein Lächeln erreicht deine Augen nicht mehr. Du wirkst ausgelaugt, als würdest du eine Last mit dir herumtragen, die du niemandem zeigen willst."
Ich spürte, wie sich meine Kehle zuschnürte. Sie hatte recht. Seit Wochen fühlte ich mich, als würde ich gegen mich selbst kämpfen.
„Früher hast du geredet, wenn dich etwas beschäftigt hat. Jetzt schweigst du. Das bist nicht du, Nisa."
Ich schluckte hart. Seit wann hatte ich mich so sehr verändert? Ich dachte, ich könnte meine Gefühle verbergen, sie wegdrücken, aber meine Mutter hatte mich durchschaut.
„Du hast abgenommen", fuhr sie fort. „Und du isst kaum noch. Dabei hast du immer so gerne gegessen. Seit wann hast du keinen Appetit mehr?"
Seit wann? Ich wusste es selbst nicht genau. Vielleicht war es schleichend passiert, unbemerkt. Vielleicht hatte es angefangen, als ich ihn das letzte Mal gesehen hatte. Als ich wusste, dass meine Arbeit getan war, dass ich keinen Grund mehr hatte, ihn wiederzusehen.
„Du hältst dich für stark, weil du schweigst, aber manchmal ist es stärker, wenn man spricht, mein Kind."
Ich schloss kurz die Augen. Ich wusste, dass sie recht hatte. Ich wusste, dass ich nicht ewig so weitermachen konnte. Also nahm ich all meinen Mut zusammen und flüsterte: „Es gibt da jemanden ..."