»Der Abschied hinterließ einen Seelenschmerz, so leise und tief wie das Flüstern vergangener Träume.«
In einer Welt, in der Loyalität und Verrat oft nur einen Atemzug voneinander entfernt sind, gibt es Menschen, die ihre wahren Absichten hinter Mask...
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Alper stand vor mir. Sein Blick war fest, fast schon entschlossen, aber in seinen Augen lag etwas, das ich nicht sofort deuten konnte, vielleicht Nervosität, vielleicht einfach nur Ehrlichkeit. Die Luft zwischen uns war angespannt, wie kurz vor einem Gewitter. Ich wusste, dass das kein Gespräch war, das er einfach so führte.
„Ich war feige", begann er. Keine Einleitung, kein Zögern. Direkt. „Ich habe dich an meiner Seite gehabt, und trotzdem hab ich's nicht geschafft, dir zu zeigen, was du mir wirklich bedeutest."
Seine Stimme war ruhig, aber nicht kalt, da war ein Zug von Härte, wie jemand, der sich selbst nicht mehr schonen will.
„Ich dachte, ich hätte alles im Griff. Dachte, wenn ich es für mich behalte, verlieren wir wenigstens nicht das, was wir hatten. Aber die Wahrheit ist, ich habe dich nie losgelassen. Nicht wirklich."
Ich schluckte. Die Worte trafen mich wie ein Schlag, weil sie so nackt waren, ohne Schutz, ohne Spiel.
„Ich weiß, du hast gesagt, wir sollten's bei Freundschaft belassen. Dass das hier nicht funktioniert. Vielleicht hast du sogar recht." Er machte eine Pause, schüttelte leicht den Kopf. „Aber ich kann damit nicht mehr leben, so zu tun, als wäre da nichts. Weil da was ist. Und weil ich nicht der Typ bin, der einfach aufgibt, wenn's kompliziert wird."
Er sah mich an, direkt. Keine Ausflüchte mehr, kein Lächeln zur Ablenkung. Nur er. Pure Realität.
„Ich will einen Neuanfang. Kein Spiel, kein Versteck mehr. Nur wir, mit allem, was dazugehört. Wenn du noch willst."
Seine Worte hingen im Raum, schwer, ehrlich, schmerzhaft schön. Ich spürte, wie mein Herz raste, wie meine Gedanken sich überschlugen. Da war so viel, was ich ihm sagen wollte. So viel, was sich in mir gestaut hatte.
„Und wenn's schief läuft?" fragte ich leise. „Was, wenn wir's nicht hinkriegen?"
„Dann haben wir's wenigstens versucht", antwortete er sofort. „Aber wenn wir's nicht mal probieren, werden wir's nie wissen. Und ich will nicht mehr zusehen, wie wir uns verlieren, nur weil keiner den ersten Schritt macht."
Mein Herz will auf seine Worte hören, will glauben, dass es einen Neuanfang geben könnte. Aber ich habe Angst, verletzt zu werden. Was, wenn es nicht funktioniert? Was, wenn wir wieder scheitern?
„Ich kann damit leben, dass es nicht sein soll", sagte ich schließlich, meine Stimme war ruhig, aber ich konnte den Schmerz darin hören. „Solange es nicht den Anschein erweckt, als wäre es anders."
Alper trat einen Schritt näher. In seinem Gesicht lag keine Spur von Zweifel mehr, nur Klarheit. „Es wird keine halben Sachen geben", sagte er mit ernster Stimme. „Ich will dir zeigen, dass ich's ernst meine. Dass ich bereit bin, alles zu geben. Für uns."
Ein Teil von mir wollte sofort aufspringen, ihn umarmen, einfach zulassen, dass all die Mauern in mir endlich fallen durften. Doch da war auch diese andere Seite, leiser, vorsichtiger, gezeichnet von allem, was zwischen uns nicht funktioniert hatte.