»Der Abschied hinterließ einen Seelenschmerz, so leise und tief wie das Flüstern vergangener Träume.«
In einer Welt, in der Loyalität und Verrat oft nur einen Atemzug voneinander entfernt sind, gibt es Menschen, die ihre wahren Absichten hinter Mask...
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Der frühe Morgen war noch von einer leisen Stille durchzogen, als ich mich unruhig im Bett hin und her wälzte. Ich wusste, ich musste mit Alper sprechen, aber der Gedanke daran machte mir Angst. Was, wenn ich etwas Falsches sagte? Was, wenn er es nicht so verstand, wie ich es meinte? Ich hatte die letzten Tage kein einziges Wort darüber verloren, aber jetzt konnte ich nicht mehr warten. Schließlich griff ich nach meinem Handy, zögerte einen Moment und wählte seine Nummer.
Die ersten Töne hallten durch die Stille.
„Wer stört mich um diese Uhrzeit?", kam es schließlich, verschlafen und leicht genervt aus dem Hörer. Es war offensichtlich, dass er noch nicht wach war.
„Guten Morgen, Schlafmütze", sagte ich mit einem Lächeln in der Stimme. „Entschuldige, dass ich dich so früh aus dem Schlaf gerissen habe. Ist dein Schönheitsschlaf etwa schon vorbei?"
„Es ist nicht mal sieben Uhr, Nisa! Was hast du dir dabei gedacht?", brummte er.
„Ich hoffe, ich habe dich nicht aus dem Bett geworfen."
„Du hast mir definitiv den Schlaf geraubt", erwiderte er, aber diesmal war es ein wenig liebevoller. „Ich hätte eigentlich noch schlafen können... Aber okay, was gibt's? Wenn du mich schon weckst, sollte es wenigstens etwas Wichtiges sein."
„Außer der Tatsache, dass ich seit Tagen die Vollmacht abgeben muss, nein", begann ich, mein Lächeln verschwand ein wenig, als ich an das Gerichtsverfahren dachte. „Das Gerichtsverfahren steht bald an, und wir müssen uns darauf vorbereiten, unsere Ehe öffentlich zu machen. Wie sieht es mit der Kennenlerngeschichte aus? Du wolltest dich doch melden."
Ich hörte, wie er auf der anderen Seite der Leitung seufzte, und dann ein kurzer Moment der Stille folgte. „Ach, die Kennenlerngeschichte..." sagte er dann mit einem leichten Schmunzeln in der Stimme. „Weißt du was? Komm rüber, und ich teile dir alles mit. Wir können die ganze Geschichte zusammen durchgehen – live und in Farbe."
Ich spürte, wie sich in mir ein leichtes Zittern breit machte, aber gleichzeitig war da auch diese vertraute Sicherheit in seiner Stimme. „Meinst du das ernst?", fragte ich, ein wenig verunsichert.
„Ja", sagte er. „Wenn du schon dabei bist, uns mit der Hochzeit und all dem anderen Kram auseinanderzusetzen, dann lass uns auch die Kennenlerngeschichte als Teil des Spiels angehen."
Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen. So war Alper, immer ruhig und doch so bestimmt, als ob er alles unter Kontrolle hätte, auch wenn wir in einer so unklaren Situation steckten.
„Okay, dann sehen wir uns also gleich?", fragte ich, als die Unsicherheit, die mich die letzten Minuten begleitet hatte, ein wenig zurücktrat.
„Ja, genau. Ich warte auf dich. Und keine Sorge, wir bekommen das alles hin", sagte er mit dieser beruhigenden Entschlossenheit, die ich an ihm schätzte.