»Der Abschied hinterließ einen Seelenschmerz, so leise und tief wie das Flüstern vergangener Träume.«
In einer Welt, in der Loyalität und Verrat oft nur einen Atemzug voneinander entfernt sind, gibt es Menschen, die ihre wahren Absichten hinter Mask...
Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
Ein unsicheres „Hallo" war mir entglitten, als ich endlich Alpers Stimme am anderen Ende der Leitung hörte. Erleichterung durchströmte mich, doch auch eine gewisse Anspannung blieb, während ich versuchte, meine Emotionen zu kontrollieren. Es war, als ob ein schwerer Vorhang, der meine Gedanken und Sorgen verborgen gehalten hatte, endlich gelüftet wurde. Trotzdem blieb da immer noch diese leise Unruhe.
„Nisa?", fragte er überrascht. Seine Stimme klang müde, aber vertraut.
Ein kurzer Moment der Stille folgte, bevor ich mich traute, vorsichtig nachzufragen: „Wo bist du gerade?"
„Auf dem Weg zu meiner Mutter", erklärte er. „Musste einfach mal raus."
Ich nickte stumm, obwohl er es nicht sehen konnte. Seine Antwort beruhigte mich ein wenig, aber die Ungewissheit, was in den letzten Stunden passiert war, ließ mich nicht los. Der Gedanke, dass Alper immer noch in Bewegung war, gab mir irgendwie das Gefühl, dass es ihm besser ging, als ich befürchtet hatte. Aber die Frage blieb, was diese unbestimmte Abwesenheit wirklich bedeutete. Warum gerade jetzt, warum nicht früher? Ich verwarf die Gedanken schnell. Jetzt war nicht der Moment, um weiter zu spekulieren.
„Und wo treibst du dich rum?", fragte er dann mit einem Hauch von Neugier in der Stimme. „Lass mich raten... im Büro, vergraben unter Akten?"
Ich grinste. „Nicht ganz. Ich dachte, ich probiere mal eine neue Umgebung."
„Hmm... Dann bist du bestimmt in deinem Lieblingscafé, analysierst die Leute um dich herum und denkst über das Leben nach?"
„Gute Idee, aber auch falsch."
„Am Wasser? Da ziehst du dich doch immer zurück, wenn du nachdenken willst."
„Auch nicht."
Alper lachte leise. „Okay, jetzt machst du mich neugierig. Wo bist du?"
Ich ließ ihn kurz zappeln, bevor ich leise sagte: „Was wäre, wenn ich dir sage, dass ich dir näher bin, als du denkst?"
Er hielt kurz inne. „Warte mal... Du bist doch nicht etwa..."
„Vor deiner Tür", gestand ich schließlich.
Ein Moment der Stille folgte, dann lachte er amüsiert. „Nisa, du bist echt verrückt. Aber auf die gute Art."
„Na ja, jemand musste ja mal nach dir sehen."
„Ich bin gleich da", versicherte er mir. „Willst du, dass ich dir was mitbringe? Etwas zu essen, vielleicht Schokolade gegen die Nerven?"
Ich lachte leise, ein Hauch von Wärme durchzog mich. „Es reicht mir völlig, wenn du ohne Polizeibegleitung auftauchst."
Alper grinste hörbar. „Deal. Ich beeile mich."
Als das Gespräch endete, fiel ein großer Teil der Anspannung von mir ab. Es war verrückt, wie so ein einfaches Gespräch eine solche Wirkung haben konnte. Die Gewissheit, dass er da war, dass er immer noch da sein konnte, ließ mich innerlich aufatmen. Aber gleichzeitig wusste ich, dass dies nicht das Ende der Geschichte war. Noch immer gab es viele Fragen, die beantwortet werden mussten.